Das Pleasure

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Das Pleasure

Beitrag von Rex King am Mo März 07 2016, 21:27

Der Eingang des Pleasures. Nicht jedem wird Einlass gewährt.


Im vorderen Bereich befindet sich eine Bar.


Im hinteren Bereich stehen weitere Sitzgelegenheiten zur Verfügung, die ganz einfach zu privaten Logen umfunktioniert werden können.


Gegenüber den privaten Logen
für fast private Vorführungen

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Re: Das Pleasure

Beitrag von Rex King am Mo März 07 2016, 21:28

Die schwarze Limousine mit den verdunkelten Scheiben hielt direkt vor dem Eingang des Klubs an. Die hintere Tür wurde geöffnet und Rex stieg, gefolgt von Milton, aus. Er schloss den Knopf seines Sakkos, welchen er zuvor geöffnet hatte. Seitlich, brav in einer Reihe angestellt, stand eine Traube von willigen Besuchern, die alles dafür geben würden, in den Klub gelassen zu werden. Aber in diesen Klub kam man nur mit einer persönlichen Einladung oder wenn man gewisse Vorzüge hatte. Rex´ Angestellte wussten nur zu gut, auf welche Vorzüge sie achten müssten, um Rex einen „angenehmen“ Abend zu garantieren.

Als sich Rex vor der Limousine in seiner vollen Größe aufrichtete, sanken die Köpfe jedes Einzelnen. Und sie sanken nicht nur ihre Köpfe. Auch ihre Blicke richteten sich nach unten. Nun Rex war dies gewöhnt und schenkte dem Schauspiel daher keine wirkliche Bedeutung. Alle wussten wer er war, auch wenn vielleicht nicht alle wussten, WAS er war. Sie wussten ebenfalls, wie sie sich in seiner Gegenwart zu verhalten hatten. Rex warf der Menge einen kleinen Blick zu. Er wollte sich gerade an Milton wenden, als sein Blick an einer Frau hängen blieb. Rex brauchte nur einen Bruchteil einer Sekunden, um zu sehen, dass sie genau die Vorzüge hatte, die ihn für heute Abend ansprachen.

Rex beugte sich zu dem Türsteher, der bereits das rote Absperrband aus seiner Halterung genommen hatte, um ihn und seinen Begleiter einen ungehinderten Zutritt zum Klub zu ermöglich und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Dieser grinste nur und nickte leicht. Und dann betraten beide Männer den Klub.

„Guten Abend Sir!“ „Schön, Sie hier wieder zu sehen!“ und diverse andere Begrüßungen waren zu hören. Rex nickte nur einmal ganz kurz mit dem Kopf. Dieser Klub gehörte ihm. Nicht nur der Klub. Die gesamte Stadt war seine. Er war ihr Herrscher. Das Aufhalten mit Begrüßungsfloskeln hatte er nicht nötig.

Beide Männer schritten in den hinteren Bereich des Pleasures. Die Menge teilte sich vor ihnen, während die Musik aus den Boxen wummerte. Rex´ Privatloge befand sich in der Mitte der Logenreihe und hatte den besten Blick auf das gesamte Treiben. Rex ließ sich auf die weiche Sitzfläche sinken und deutete Milton, sich neben ihn zu setzen. Er nickte kurz dem Kellner zu, als dieser ihm einen fast 200 Jahre alten Whiskey präsentierte und diesen dann in 2 Gläser eingoss. Rex nahm das erste Glas an sich und reichte Milton das Zweite.

„Auf die Wiederkehr!“ Rex erhob das Glas und sah in Miltons Gesicht. Rex` Mine war undurchschaubar. Keine Regung zeigte sich, kein Muskel bewegte sich. So starrte er ihn wortlos für einige Sekunden an bevor er seinen Blick über die Anwesenden im Klub schweifen ließ. Und was er sah, das gefiel ihm. So etwas wie ein leichtes Lächeln erschien um seinen Mund. Schließlich waren sie her gekommen, um zu trinken. Der Whiskey schmeckte zwar ausgezeichnet, aber er befriedigte nicht im Geringsten jene Bedürfnisse, die nun immer stärker wurden und um Befriedigung bettelten.

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Re: Das Pleasure

Beitrag von Milton Cornwall am So Mai 01 2016, 00:52

Sie waren, wie es nun einmal Rex Style war, ordnungsgemäß mit einer getönten Limousine vor dem Club angekommen. Milton war nicht im Mindesten überrascht, dass hier ein ordentliches Gedränge herrschte.

Es war wie immer.

Alles wollte rein, doch waren sie mal drinnen, kamen sie niemals als dieselben wieder raus. Für manche war das ein wahrer Segen, für viele ein Fluch und für einige… das reine Verderben!

In solche Clubs konnte man echt alles treffen. Menschen, Vampire, Halbwesen, Mischwesen, Personen die nicht gefunden werden wollten, Personen die niemals wieder gefunden werden würden und solche, für die es wirklich einfach nur ein Club war. Wo man einen Abend lang eine Hammer Party hatte, dann wieder ging und keinen Schimmer davon hatte, was alles hätte passieren können.

Und es war Rex’s Domaine.

Der Ort wo sein Ziehvater endlich das tat, was Milton immer gehofft hatte, dass er tun würde. Seine ganze Show hinter sich lassen und schließlich und endlich am Ende einfach das sein, was er war. Ein Raubtier, das seinen Trieben nachgab. Ein Vampir, der es genoss Blut zu trinken, es zu konsumieren, zu genießen, zu feiern und zu schmausen.

Urtriebe konnte man verleugnen, sie unterdrücken, versuchen einen klaren Kopf zu behalten, aber niemals würde man es schaffen sie abzuschalten! Enthaltsamkeit war gut, wenn man sie üben musste, sie förderte die Selbstachtung und den Respekt vor der Menschheit, aber alles hatte seine Grenzen.

Und wer oder was HIER her kam, das begab sich ganz freiwillig in ihre Hände. Und hier und heute… würde mehr als nur einmal Blut fließen. Herrlich!

Er nippte an dem Alkohol, sah sich das reichliche Repertoire an Beute an und kräuselte dann leicht die Lippen. Es war eigentlich fast schon zu einfach, dennoch... er hatte das vermisst! Ohne Rex anzusehen meinte er leise

„Wie schauts aus, König, Herrscher und Vater? Was hast du heute Nacht für mich anzubieten?“

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Re: Das Pleasure

Beitrag von Rex King am So Mai 01 2016, 00:53

Rex` Blick schweifte noch eine kurze Weile umher, während er mit einem Zug sein Glas leerte. Er hielt das leere Glas in den Fingern, ließ es leicht hin und her rollen, wandte dann langsam den Kopf zu Milton.

„Nun, mein Sohn, hier gibt es alles, was dein dunkles Herz begehrt!“

Beinahe hätte er die Augen vor Verzückung geschlossen, bei der Vorstellung, bald seine scharfen Zähne in weiches menschliches Fleisch zu versenken. Aber Rex schloss seine Augen natürlich nicht, sondern starrte in Miltons. Er konnte Miltons Vorfreude beinahe spüren. Er wusste, wie er sich fühlte. Rex fühlte sich schließlich nicht anders. Rex war zwar schon ziemlich alt, hatte sich bestens unter Kontrolle, doch diese Vorfreude würde nie vergehen. Würde sich nie ändern.

„Menschen, Vampire… sag wer dir gefällt und kannst sie haben.“
Rex verzog selbstgefällig die Lippen und ließ seine strahlend weißen Zähne hervorblitzen.

„Bevor du jedoch deine Lust befriedigst, solltest du über die Regeln aufgeklärt werden. Du warst lange weg … „ Rex machte eine kurze Pause, legte den Kopf leicht schief, während seine Augen unergründlich blieben.

„Menschen werden nicht getötet. Die Meisten sind mehr oder weniger freiwillig hier.“

Rex lachte kurz auf.

„Manche, weil sie glauben, eines Tages zu dem zu werden, was wir sind.“

Er schüttelte leicht seinen Kopf.

„Diese Narren! Und manche, weil sie einfach nicht wissen, was sie sonst mit ihrem Leben anfangen sollen. Sie sind hier, um uns zu dienen. Unsere Bedürfnisse zu befriedigen.“

Rex` Augen wurden um eine Nuance dunkler, als er die Eine entdeckte, die ihm schon am Eingang aufgefallen war. Sein Zahnfleisch begann zu pochen.

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Re: Das Pleasure

Beitrag von Milton Cornwall am So Mai 01 2016, 00:53

Der Abend wurde von Mal zu Mal besser!

„Okay!" Also keine Tote, wurde zur Kenntnis genommen und notiert! Erneut fuhr sein Blick ziellos über die Menge. Doch seine Lust nach Blut richtete sich in dem Moment eindeutig nicht nach der weiblichen Note aus. Nein, was er jetzt wollte war ein Mann.

Und er hatte jetzt genau Lust auf… SO einen.



Da stand Mr. Perfekt ja schon! Milton starrte ihn an, musterte jeden Zentimeter und war hin und weg. Wenn nicht der, dann gar keiner!



Seine Lippen verzogen sich zu einem Grinsen, Vorfreude machte sich in ihm breit. Er stand auf und warf Rex einen intensiven Blick zu.

"Kein Tod und trotzdem Spaß haben? Du bist auf deine alten Tage echt wunderlich geworden. Aber schön, deine Stadt, dein Club - deine Regeln!" er grinste Rex nun an.

"Ich bin dann mal weg!" schon war er verschwunden, tauchte aber in Mitten der Menge wieder auf und bahnte sich unaufhaltsam einen Weg direkt auf Mr. Perfekt zu.

Der Mann war der Wahnsinn. Und zu Miltons voller Zufriedenheit - nur ein Mensch. Vor ihm angekommen starrte Milton ihn vollkommen fasziniert an. Perfektion, hier steht deine Schöpfung!

"Hey!" der Mensch starrte zurück.

"Selber Hey!" er war also nicht abgeneigt, sehr gut! Miltons Mund wurde vor voller Vorfreude wässrig, sein Zahnfleisch begann zu schmerzen und dann füllten seine scharfen, spitzen Zähne seinen Mund aus. Doch Milton machte sich nicht die Mühe, seine Fänge vor dem Mann zu verbergen. Adonis wollte ihn, war mehr als willig und ER hatte gerade Lust und Zeit. Von daher - perfekt!

Und so griff Milton ohne ein weiteres Wort fest in den Nacken des Mannes, hielt ihn so sanft aber fest in seinem Griff. Mr. Fabelhaft werte sich nicht, und die Vorfreude schlug um in Begehren.

"Komm!" er zog ihn mit sich durch die Menge in die Separees. Orte, wo Vampire sich an willigen Sklaven und Blutwirten nähren, oder eben Sex haben konnten. Oft war das eine unzertrennbar mit dem anderen verbunden, je nach Bedarf, je nach Laune, je nach Stimmung.

Möglich war alles, erlaubt war außer zu töten alles. Außer diesem einen Verbot war NICHTS unmöglich.

Milton musste seine Aussage über den heuten Abend korrigierten. Der Abend würde nicht nur gut, NEIN; er würde fantastisch werden!

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Re: Das Pleasure

Beitrag von Rex King am So Mai 01 2016, 00:53

Rex hatte sehr wohl Miltons spöttischen Unterton gehört, doch schenkte Rex dem keine offensichtliche Aufmerksamkeit. Er wandte nicht einmal den Blick ab, als sich Milton auf die Jagd begab. Nein, er starrte noch immer die Frau in der Menge an.



Ja das Töten von Menschen in diesem Club war untersagt. Und zwar nur von Menschen. Was mit den anderen Wesen hier geschah, war Rex absolut egal. Nicht, dass sich Rex allzu viele Gedanken über die Menschen hier machte. Nein daran lag es nicht. Unnötige Aufmerksamkeit und das reine Vergnügen waren Rex´ Beweggründe für diese Regel. Natürlich hatte er als König und Herrscher dieser Stadt seine Leute an allen wichtigen und relevanten Positionen, die jederzeit dafür sorgen konnten, dass Menschen manipuliert wurden und Leichen verschwanden. Und das war von absoluter Notwendigkeit. Das Jagen, das Trinken und das Töten lagen nun mal in ihrer Natur. Daran würde sich nie etwas ändern. Aber nicht hier in seinem Klub.

Die blonde Frau bewegte sich sehr gekonnt zum Rhythmus der Musik. Sie ließ ihre Hüften verführerisch herumkreisen. Diese Bewegungen wirkten wirklich sehr lasziv, doch Rex war sich absolut sicher, dass dies alles nur gespielt war, dass sie nicht jene Erfahrung und jenes Selbstvertrauen hatte, das sie vorgab zu haben. Rex intensivierte seinen Blick, ließ einen Funken seiner Macht durch den Raum wandern. In der nächsten Sekunde drehte sich die Frau um und starrte ihm in die Augen.

Rex lehnte sich auf dem bequemen Sofa seiner Privatlounge zurück, hob leicht die Hand und deutete der Frau mit dem Finger, zu ihm zu kommen. Und sie tat es prompt. Setzte sich in Bewegung, steuerte auf ihn zu, ohne den Blick von ihm zu lösen. Je näher sie ihm kam, desto lauter und deutlicher konnte er ihren Herzschlag hören. Dieser übertönte all den Lärm, der im Pleasures herrschte. Rex leckte sich leicht über die Lippen.

Dann stand die Frau vor ihm, blickte ihm noch immer in die Augen, während ihr Herz noch schneller und noch lauter in ihrer Brust hämmerte. Rex´ rechter Mundwinkel zuckte leicht, bevor er ihr deutete, neben ihm Platz zu nehmen. Mit einem Druck auf den in einer Lehne verborgene Knopf schlossen sich die flexiblen, aber stabilen, Vorhänge und machten Rex` Privatlounge wirklich privat.

Rex lehnte sich vor und sog die Luft ein. Oh diese Menschenfrau duftete fantastisch. Sein Zahnfleisch schmerzte augenblicklich. Dann schob er seinen Kopf etwas vor, so dass er ihrem noch näher war und starrte ihr in die Augen.

„Du wirst nicht schreien…“

Seine Augen wurden dunkler.

„und du wirst über all das kein Wort verlieren…“

Seine Fangzähne fuhren aus und er lächelte sie an, so dass seine langen, perfekten Fänge zu sehen waren. Sie nickte bestätigend zu seinen Worten, aber er konnte sofort die Angst riechen, die sie durchströmte. Ihr Herzschlag beschleunigte sich erneut und pumpte jede Menge Adrenalin durch ihre Adern. Er konnte das Blut durch ihre Venen rauschen hören. Und das berauschte ihn. Nein, er würde ihr die Angst nicht nehmen. Das würde er auf gar keinen Fall tun. Denn es gab nichts besseres, nichts das besser schmeckte, als Blut direkt aus der Ader zu trinken, das voll von Angst und Adrenalin war.

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Re: Das Pleasure

Beitrag von Alexander McKinnley am So Nov 13 2016, 18:51

Verdammt, warum tue ich mir das eigentlich an?

Er trat von einem Fuß auf den anderen. In einer Schlange zu stehen und darauf zu warten, dass man in einen Club reingelassen wird, war definitiv nicht seine Sache. Als würde er darum betteln müssen, dass er sein schwer verdientes Geld hier ausgeben darf. Das behagte ihm so gar nicht. Wenn man eine Dienstleistung oder sonst etwas anbot, sollte man doch froh sein, wenn es Menschen gab, die bereitwillig und freiwillig ihre Scheine dem Besitzer oder den Angestellten in den Rachen schoben. Aber hier war die Sache etwas anders. Leider. Das Pleasure, vor dessen Eingang Alexander jetzt wartete, war wirklich sehr exklusiv. Nicht riesig. Es war keine moderne Diskothek, so wie sie heut zu tage überall aus dem Boden wie Pilze wuchsen. Nein, es war ein überschaubares Etablissement, aber auch nicht so klein, dass alle Besuche sich in ein und demselben Raum drängen mussten. Es gab verschiedene Bereiche, die je nach Zweck ausgestatten waren. Versteckte Ecken für die etwas privateren Unterhaltungen, offene Räume mit lauter Musik, wo man sich dem rhythmischen Dröhnen hingeben konnte.  Ein Bar, die alles anbot, was das Herz begehrte. Also war es dann doch irgendwie verständlich, dass vor dem Eingang eine große Traube Menschen, ganz brav und gesittet, hinter dem roten Absperrband darauf wartete, in diesen exklusiven Club hineingelassen zu werden.

Das, was Alex jedoch am besten an diesem Club gefiel, war die Tatsache, dass dies ein gemischter Club war. Hier waren sowohl Heteros als auch Schwule und Lesben willkommen. Und auch alle, die sich noch nicht zu recht entscheiden konnten oder sich auch nicht entscheiden wollten. Alexander wusste genau, wofür sein Herz schlug. Und zwar zu 100%. Er stand auf Männer. Und nur auf Männer. Ja es gab Zeiten, als er im Teenageralter war, da hatte er es auch mit Frauen probiert, aber schon bald war ihm ganz klargeworden, dass dies nicht seine Baustelle war. Er mochte einfach den männlichen Körper. Mit all seinen harten Stellen. Sein Coming-out folgte bald darauf. Er hatte nie ein großes Aufsehen darum gemacht. Er war schwul. Und fertig. Wer damit nicht klar kam, konnte gehen. Damit hatte Alex kein Problem. Natürlich hatte es ein paar in seinem Freundeskreis gegeben, die sich von ihm abgewandt hatten. Doch der größere Teil seines Bekanntenkreises hatte damit ebenso wenig Probleme wie seine Familie. Darüber war er sehr froh. Dass so ein Coming-out auch andere Resultate nach sich ziehen konnte, war ihm aber durchaus bewusst.

Die Menschenschlange bewegte sich, da anscheinend einige der Wartenden das Warten aufgegeben hatten.

Ist mir auch recht.


Er freute sich auf den heutigen Abend. Seine letzte Woche war echt stressig gewesen. Der Event, mit dessen Planung er beauftragt worden war, ging heute reibungslos über die Bühne. Was zu fast 100% sein alleiniger Verdienst war. Dafür hatte er verdammt hart gearbeitet. Und das nicht nur die letzte Woche, obwohl die wirklich alles von ihm gefordert hatte. Aber die Arbeit zahlte sich aus, was sein Kontostand in den nächsten Tagen nur bestätigen würde. Und so hatte sich Alex kurzerhand dazu entschlossen, den Abend nicht in der Kneipe um die Ecke oder sonst wo zu verbringen, sondern hier im Pleasures. Und vielleicht würde sich auch etwas ergeben. Etwas bzw. Jemand, den er mit nach Hausen nehmen könnte, um wirklich all den Stress abzubauen. Eigentlich war das nicht so wirklich sein Ding. Ja One-Night-Stands waren ja ok. Aber insgeheim wünschte sich Alexander jemanden, der zu Hause auf ihn wartete, wenn er von der Arbeit kam, um ihn zu fragen, wie sein Tag war. Oh Gott…. er war ja so eine Schwuchtel.

Endlich stand er vor dem Türsteher. Dieser musterte ihn mit einem strengen Blick. Scannte ihn von oben bis unten. Als er wieder bei seinem Gesicht angekommen war, hatte sich der düstere Blick des Türstehers in so etwas wie ein Grinsen verwandelt. Alexander war diese Reaktion gewohnt. Er wusste um sein Aussehen. Wusste wie er auf Frauen und Männer wirkte. Ja er war sich dessen bewusst, dass er nicht gerade hässlich war. Er grinste zurück. Und schon streckte der bullige Typ seine Hand aus, um das rote Absperrband zu öffnen und Alexander einen ungehinderten Zugang zum Club zu gewähren.

Der Duft von Alkohol und Schweiß stieg ihm in die Nase, als er den Hauptraum des Pleasures mit seiner perfekten Bar betrat. Für einen kurzen Augenblick schloss Alex seine Augen und genoss die Atmospähre. Dann machte er sich auf den Weg. Schlängelte sich an den tanzenden Menschen vorbei, die wie in Extase zu den Beats, die aus den Boxen dröhnten, tanzten. Er würde sich bald zu ihnen gesellen. Aber zuerst brauchte er etwas zu trinken. Also setzte er seinen Gang fort, bis er es endlich geschafft hatte, sich bis zur Bar vor zu kämpfen. Diese war, wie erwartet, rappell voll. Kein Barhocker war mehr frei.  Daher bog er nach rechts ab, um sich seitlich an die Bar zu lehnen und seinen Drink zu bestellen.


Zuletzt von Alexander McKinnley am Mi Nov 23 2016, 16:47 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Das Pleasure

Beitrag von Mason Quinn am So Nov 13 2016, 21:57

Mason war mehr als nur beschäftigt. Die Bar war voll, sehr voll um es auf den Punkt zu bringen. Und anscheinend wollte wirklich jeder, egal ob Mensch, Vampir oder sonstiges Wesen einen Drink haben. Und diesen am besten gestern.

Es war ein ausgemachtes Klischee, dass sich ein Barkeeper mit seinen Gästen mal in Ruhe unterhalten konnte. Nicht um diese Zeit! Nicht in diesem Club! Mit Sicherheit nicht!

Dabei war er nicht allein, er hatte ein 6-köpfiges Team bei sich, das gut aufeinander abgespielt die Arbeit an und um der Bar machte. Und insgesamt waren es 16 Barkeeper, die für das Pleasure tätig waren. Sie rotierten in Schichten, Früh- Spät und Nachtschicht – alles war immer und jederzeit abgedeckt, denn Menschen und Vampire frequentierten den Club nicht immer zur gleichen Zeit. Und der Club war mit ein paar Ausnahmen praktisch immer gut gefüllt.

Heute schien es ihm, als platze der Club beinahe aus allen Nähten, dabei wurde nur ausgewählte Gesellschaft eingelassen. Wenn man nicht jemand war, oder nicht das richtige Aussehen hatte, war ein Reinkommen praktisch unmöglich. Und an diesem Abend überwog die Anzahl der Vampire deutlich die menschliche.

Die meisten Besucher die hier her kamen, hatten Einfluss und/oder Macht, besaßen genug Geld um das auch zu zeigen und nicht wenige sahen dazu noch gut aus. Und das wichtigste, das wussten sie auch. Und doch kamen sie aus sehr unterschiedlichen Gründen hier her. Es gab hier alles, unterwürfige, dominante, gelangweilte und unternehmungslustige Geschöpfe.

Es gab Stammgäste, die jeden Tag hier waren und feste Plätze im Club hatten, Vampire die sich nach einer geeigneten menschlichen Beute für die Nacht umsahen, Menschen die hier Geschäfte abwickelten, junge Männer und Frauen, die einfach nur tanzen wollten - Und er kannte sie alle!

Wie jede Nacht bekam er Angebote jeder Art satt. Doch auch wenn er lächelte und flirtete, interessiert war er nie. Nicht dass er bei dem einen oder anderen nicht mal gerne zwei Mal hinsah, aber Arbeit war das eine, Freizeit und Privatleben war das andere. Und er trennte beides immer strikt.

Und dann sah er ihn.

Ein junger Mann war an die Theke getreten. Und es war nicht mal sein Aussehen, was Mason sofort an diesem auffiel. Nun, das auch, denn dieses Exemplar war wirklich schön anzusehen, definitiv ein Mensch und offensichtlich schon kein unbeschriebenes Blatt mehr, was die Nachtszene anging.

Was Mason sofort auffiel, waren dessen dunkelgraue Augen. Die gleiche Farbe hatte der Himmel immer, wenn kurz darauf ein Sturm aufzog. Sehr interessant. Insgesamt hatte der Mann auch ein schönes Profil, volle Lippen, hohe Wangenknochen, einen perfekt rasierten Bart, kurze und blonde Haare. Er trug ein Muskelshirt, so konnten Mason sehen, dass er muskulös war, aber nicht zu viel. Die richtigen Proportionen, an den richtigen Stellen. Gott musste wirklich einen verdammt guten Tag gehabt haben, als er diesen Mann hier schuf. Und dann diese Wangenknochen, hoch.

Er schien genau zu wissen, wie er aussah und wirkte, denn er wich geschickt tatschenden Händen aus, ignorierte lüsterne Blicke und signalisierte auf perfekte Art und Weise Desinteresse.

Ganz klar. Der hier wusste, was er wollte und was nicht. Mason war angetan!

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Re: Das Pleasure

Beitrag von Alexander McKinnley am Mo Jan 02 2017, 23:54

Mit beiden Ellbogen lehnte sich Alex an die Barplatte. Er brauchte etwas zu trinken und das am besten sofort. Doch er schien nicht der Einzige in diesem Klub heute abend zu sein, der diesen brennenden Wunsch hatte. Die Kellner hinter der Bar hatten wirklich alle Hände voll zu tun. Aber, wie es nun mal so war, wurde seine Anwesenheit sofort wahrgenommen und einer der Kellner nickte ihm zu, um ihm zu signalisieren, dass er sofort bei ihm sein würde.

Alex ließ den Blick über den Klub schweifen. Beobachtete kurz die Menschen, die sich auf der Tanzfläche rhythmisch bewegten, bevor er sich wieder der Bar zuwandte. Ein Kellner stand nur vor ihm und fragte nach seinem Wunsch.

Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen bestellte Alex sein Getränk und musterte den Typen hinter der Bar nun ganz genau. Er war hinreissend. Sexy. Zum Anbeissen. Obwohl sein Teint etwas zu hell für Alex` Geschmack war. Und seine Augen… die waren einfach zum Niederknieen. Grün wie eine saftige Wiese an einem perfekten Sommertag. Alex musste leicht schlucken, bezahlte seinen Drink und wandte sich dann um.


Das brachte nichts. Nicht dass er nicht genauso einen Typen für heute nacht mit nach Hause nehmen wollte. Der Typ da, der hinter der Bar, passte nahe zu perfekt in sein Beuteschema. Aber er war hier angestellt. Und damit war die Sache gegessen. Alex kannte es aus eigener Erfahrung. Arbeit und Privates wird nicht vermischt. Das war unprofessionell. Er hatte selbst genau Angebote auf den diversen Events erhalten, für dessen reibungslosen Ablauf er verantwortlich war. Aber wenn man professionell war, dann lehnte man höflich ab und aus. Und so machte sich Alexander nicht mal die Mühe, mit diesem Typen zu flirten.


Er lehnte sich nun mit dem Rücken an die Bar, nippte an seinem Drink.


„Na, ganz alleine hier heute abend mein Hübscher?“


Alex verzog das Gesicht. Was für eine billige Anmache war das denn? Er wandte den Kopf um, um den Übertäter anzusehen, der ihm gerade diese Worte ins Ohr geschrien hatte. Er setzte sein geübtes Lächeln auf, stellte seinen Drink auf die Barplatte. Wenn der Typ optische was hermachte, könnte ihm Alex diese plumpe Anmache verzeihen. Nicht jeder konnte originelle Sprüche aus dem Ärmel schütteln. Doch leider war jener Typ so gar nicht sein Fall. Er hatte lange Haare, die er unordentlich zusammen gebunden hatte. Die Zähne, die durch das breite Grinsen zu sehen waren, waren gelb und teilweise… Alex schüttelte sich. Niemals würde er diesen Mund küssen wollen.  Das Hemd des Typen stand fast bis zur Mitte des Oberköpers offen und eine Pracht schwarz-grauer von Schweiß verklebter Brusthaare lugte hinaus. Erneut musste sie Alex schütteln. Nein, definitiv sowas von überhaupt nicht sein Fall.

„Kein Interesse!“ erwiderte Alex noch immer mit dem geübt aufgesetzten Lächeln, schnappte sich seinen Drink und machte sich auf in Richtung Tanzfläche.


Dann, auf der Tanzfläche angekommen, gab er sich den Beats und dem Rhythmus hin. Schloss die Augen und bewegte sich gekonnt zu den Takten der Musik. Wie sehr er es liebte zu tanzen. Sich von der Musik ergreifen zu lassen, sich lenken lassen und sich einfach zu bewegen. Das war genau sein Ding. Zwischendurch öffnete Alex seine Augen und ließ diese über die anderen Menschen und deren Körper schweifen. Suchte die Tanzfläche ab, nach jemandem, der sein Interesse wecken könnte. Jemandem, den er heute nacht zu sich nehmen könnte. Auch wenn es nur für eine Nacht sein würde. Alex war nicht naiv. Er wusste, dass man in so einer Bar niemals die Liebe seines Lebens finden konnte. Auch wenn er nicht wusste, WO man sie suchen sollte, war ihm klar, dass es hier ganz sicher nicht war.


Und dann erblickte er ihn. Der Typ war heiß. Oh so verdammt heiß. Dunkle Haare, groß, gut gebaut… hmm… einfach lecker. Sollte der Kerl schwul sein, würde er ihn auf jeden Fall dazu bringen, die heutige Nacht mit ihm zu verbringen. Gerade wollte sich Alex in Bewegung setzen und sich durch die tanzenden Menschen einen Weg zu diesem Sex auf zwei Beinen bahnen, als erneut diese Stimme an seinem Ohr erklang.


„Du hast meine Frage nicht beantwortet mein Hübscher!“


Genervt verdrehte Alex die Augen. Das dürfte ja jetzt wohl nicht wahr sein, oder? Was dachte dieser Kerl eigentlich? Glaubte er tatsächlich, dass er eine Chance bei ihm haben könnte? Welch ein Idiot! Alex wandte sich um.


„Doch habe ich. Und zwar: kein Interesse! Kapiert?!“


Alex drehte sich um und wollte sich gerade auf den Weg machen, doch der heiße Typ war nicht mehr zu sehen.


Na vielen Dank auch!

Aber so leicht gab Alex nicht auf. Der Typ konnte doch nicht einfach so verschwunden sein.  Deshalb setzte Alex seinen Weg fort, auf der Suche nach seinem One-night-stand.

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Re: Das Pleasure

Beitrag von Mason Quinn am Di Jan 03 2017, 21:01

Mit mehr Interesse, als er eigentlich hätte haben sollen, sah Mason dem Mann hinterher. Der sah aber auch gut aus, da war es echt schwer, nicht hinzusehen. Und ja, bei diesem Mann war sein Interesse ganz eindeutig geweckt. Seine Lippen zuckten belustigt, als der Kerl von einem anderen angebaggert wurde und sich diesen mit einer sauberen Abfuhr entledigte.

Doch so gerne Mason mit der heißen Schnitte auch ein Gespräch begonnen hatte, es ging einfach nicht. Er hatte schlicht keine Zeit dafür. Denn schon riefen gleich mehrere Leute gleichzeitig nach ihm.

Was er allerdings durchaus noch bemerkte war, dass die Schnitte sich mit wissenden Blicken umsah und sich dann selbst auf  Beuteschau begab. Das wunderte ihn kein bisschen, im Gegenteil, genau so hatte er den Mann auch eingeschätzt. Hübsch, intelligent, kein unwissender Junge, sondern ein Mann, der sich in diesem Metier auskannte und die Regeln kannte.

Er war selbst ein Jäger und wusste genau, dass der Mann sehr wahrscheinlich recht schnell eine geeignete Person, ob Mann oder Frau, finden würde. Er warf der Schnitte noch einen letzten Blick zu, dann wandte er sich wieder seiner Arbeit zu. Im Kopf war er bereits schon wieder 3 Schritte voraus.

Er würde jetzt seinen Job machen und danach sich selbst etwas suchen gehen. Im verlangte es bereits jetzt nach frischem Blut und Sex, am besten in der Kombination. Aber er hatte Pflichten und Aufgaben, die vorrangig waren. Arbeit jetzt, Vergnügen später!

Und wenn er bei dieser Gelegenheit diese Sahneschnitte in der Menge wieder finden sollte, nun... hoffentlich waren diese ganz bestimmten Vibes, die er von dem Kerl aufgeschnappt hatte, nicht eine völlige Fehlinterpretation seinerseits. Er hoffte nicht! Denn dann stand diese Schnitte definitiv auf Kerle. Dann könnte es in der Tat noch ein verdammt guter Abend/Nacht werden!

Er schüttelte irritiert seinen Kopf. Herje... kein Kerl hatte es bisher geschafft, sich so schnell, so gründlich in seine Gedanken zu mogeln. Das war neu! Und dafür hatte er momentan absolut keine Zeit. Also verbannte er die Schnitte plus sämtliche Gedanken an Sex und Blut in den hintersten Winkel seines Bewusstseins und switchte in den Arbeitsmodus zurück.

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