Wohnzimmer

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Beitrag von Cedrik Timothy am Mo März 07 2016, 14:49

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Cedrik Timothy

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Sethereth am Sa Apr 30 2016, 23:04

Sie stand in ihrer „gemeinsamen Wohnung“ und drehte ich einmal im Kreis.

Jeah, alles ihrs. Naja, fast. Mehr oder weniger. Ihm gehörte so gesehen die Hälfte aber es war schon immer so und es würde auch immer so sein, dass es die Frau war, die aus einer Wohnung ein Heim machte. Und in dieser Hinsicht war sie keine Ausnahme.

Sie drehte lächelnd die Musik der Kopfhörer, die in ihrem Ohren steckten, auf. Oh ja, das war genau nach ihrem Geschmack. Dieses Lied passte.

Your love is nothing I can't fight
Can't sleep with the man who dims my shine.

I'm in the bedroom with tissues and when
I know you're outside banging that I won't let you in.
'Cause it's a hard life with love in the world
And I'm a hard girl, loving me is like chewing on pearls

You've got me wondering why
I, I like it rough
I, I like it rough
I, I like it rough

You've got me wondering why
I, I like it rough
I, I like it rough
I, I like it rough

Won't go without my fix tonight
It's a little too rough.


Sich leicht im Takt der Musik bewegend ging sie durch die Wohnung. Alles neu, alles tipp topp gemacht, die Wohnung war hell und sie fühlte sich schon jetzt, auch wenn noch nichts eingerichtet war, wohl.

Allerdings… sie kehrte nach ihrem Rundgang ins Wohnzimmer zurück, sie wusste schon jetzt dass hier ein paar ihrer absoluten Lieblinge an die Wand kommen würden. Schwerter, Katanas der Extraklasse.


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Das Set, welche sie meistens am Körper trug, welche ihre absoluten Favoriten waren, diese würden niemals an die Wand kommen. Diese Waffen waren inzwischen schon so sehr ein Teil von ihr, dass sie sich ohne nackt vorkam.


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Ihre Finger strichen abwesend über das glatte polierte Holz eines der Schwerter, dass die für die Außenwelt versteckt am Oberarm trug. Sie hatte Cedrik die Wahrheit gesagt. Sie trug ihre Waffen zwar nicht wie sonst und gewohnt in einem Geschirr auf dem Rücken


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Aber sie trug sie. Und sollte irgendwer auch nur ansatzweise so dumm sein zu versuchen sie anzugreifen, nun… sein Fehler. Diese Begegnung würde nicht gut für denjenigen oder diejenige ausgehen.


I'm shiny and I know it
Don't know why you wanna blow it
Need a man who likes it rough
Likes it rough, likes it rough

Is it because you don't mean it?
Or because I don't feel it?
Yes, it's rough
Is it because you don't mean it?
Or because I don't feel it?

Yes it's rough

You've got me wondering why
I, I like it rough
I, I like it rough
I, I like it rough


Dass Lied endete und sie konnte sich eines Grinsens nicht erwehren. Wie Recht Lady Gaga doch hatte. Auch sie mochte es hart. Das hatte sie schon immer! Und würde es auch immer!

Weil sie es auch war, für jeden, zu jedem. Ihr Ansehen, ihre Freundschaft, ihr Wohlwollen und vorallem ihr Vertrauen musste man sich erst verdienen. Und manche… nun die schafften es ihr ganzes Leben nicht!

Was ihren jetzigen Mitbewohner anging… sie war interessiert. Sehr sogar. Aber sie konnte beim besten Willen nicht sagen, in welche Richtung sich dieses „Interesse“ noch entwickeln würde. Es könnte durchaus mehr draus werden. Vielleicht.

Oder aber es würde wirklich nur eine Freundschaft mit Plus werden. Ohne Beziehung. Reiner Sex. Es blieb alles wie es war, er macht sein Ding, sie ihres. Diese unterschwellige sexuelle Anziehung würde sich irgendwann entladen, darüber machte sie sich keine Illusionen. Und danach? Was war dann?

Wenn man einmal miteinander in der Kiste gewesen war, konnte man nicht zurück. Danach würde es schwerer sein, „nur“ befreundet zu sein, sie wusste nicht ob sie es danach auch schaffen würde, den anderen NICHT auf den Boden zu schmeißen, ihm die Klamotten vom Leib zu fetzen und nur noch bis zum Schluss hart reiten zu wollen. Schnell und heftig, ohne Hemmungen, ohne Kompromisse!

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Cedrik Timothy am Sa Apr 30 2016, 23:05


Cedrik lehnte sich gegen den Türrahmen der Tür, welche zum Wohnzimmer führte und verschränkte die Hände vor der Brust. Er grinste. Denn das Bild, das sich ihm bot, war einfach köstlich. Sethereth wirbelte durch den großen, leeren Raum, so als hätte sie Raum und Zeit vergessen. Und sie tanzte. Da sah er die Stöpsel in ihren Ohren.

Langsam legte er den Kopf schief und ließ seinen Blick über ihren Körper schweifen. Sie bewegte sich gekonnt und geschmeidig. Wackelte mit ihren wohlgeformten Hintern. Genüsslich leckte sich Cedrik über die Lippen. Oh wenn sie sich so zu Musik bewegte, wie würde sie sich dann unter ihm auf einer Matratze bewegen? Er war mehr als neugierig. Und er würde seine Neugierde befriedigen. Eines Tages. Dessen war er sich ganz sicher. Es war alles nur eine Frage der Zeit und der Taktik. Cedrik grinste noch breiter, bewegte sich aber nicht. Er gab auch kein Geräusch von sich. Nein, er stand einfach nur da und beobachtete. Er wollte Sethereth nicht unterbrechen. Sie sollte noch immer davon ausgehen, dass sie hier in diesem Raum alleine war. Sie sollte sich weiterhin zu den Takten ihrer Musik bewegen. Frei von allen Zwängen. DAS gefiel ihm.

Am Rande bemerkte er die Schwerter, die vor ihr lagen. Wie sie diese beinahe andächtig betrachtete und dann mit ihren feinen, kleinen Fingern darüber strich. Aber seine Aufmerksamkeit galt nachwievor ihrem Körper. Und ihr Körper war perfekt. Nun nicht dass er das nicht schon gewusst hätte. Es war ihm nicht entgangen. Aber sie so zu sehen, war einfach zu lecker. Sein Grinsen wurde noch breiter. Diverse Bilder tauchten vor seinem geistigen Auge auf… sie nackt unter ihm, seine Finger, wie sie über ihre tolle Rundungen streichen, wie er ihre Kurven mit der Zunge nachleckt…



verdammt…

Für ein paar Sekunden schloss er die Augen und versuchte, mal wieder, diese Bilder wegzuwischen, während er noch immer mit der Schulter an den Türrahmen angelehnt da stand und sie schweigend beobachtete. Wann sie ihn wohl bemerken würde? Er freute sich jetzt schon auf ihren Gesichtsausdruck, wenn sie bemerkte, dass sie nicht mehr alleine war.

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Sethereth am Sa Apr 30 2016, 23:06

Sie war nicht mehr allein! All ihre Sinne sprangen mit Macht an, doch sie zeigte keinerlei Regung. Sie hatte es schon gespürt, noch bevor Cedrik überhaupt die Wohnung betreten hatte. Und ja, ihre geschulten und auf Höchstleistung getrimmten Sensoren schlugen Alarm, allerdings nur für eine Sekunde. Es war kein Angriff, der Mann der nun mit ihr im Raum war, stellte keine Gefahr für sie dar. Allerdings, etwas Kleines und Hartes in ihr war bei seinem Erscheinen in halb-Acht-Stellung gegangen.

Neein, er war kein Angreifer, er war kein Jäger, er war die Beute! Er war das Wild was sie jagen würde, ein Gegner den es zu erlegen galt. Sie tanzte ungeniert weiter, der Song war gut und sie genoss seine Blicke. Ein kurzer Schlenker mit dem Kopf zeigte ihr, dass es ihm wohl genauso ging. Auch er war mehr als angetan.

Sie tanzte etwas von ihm weg, drehte ihm den Rücken zu und gestattete sich dann ein wildes Grinsen. Oh ja, er war eine durch und durch lohnenswerte, vorallem aber sehr leckere Beute - mit der sie nach Herzenslust spielen würde! Sie würde schlemmen, sie würde genießen, sie würde ihn necken, ihn von sich stoßen und wieder herziehen, jeden Zentimeter ablecken, sie würde kratzen, sie würde streicheln und kneten. Und sie würde sich dafür Zeit lassen!

Hmm.. vielleicht sollte sie in der nächsten Zeit mal über Ketten und Handschellen nachdenken. Der Gedanke war äußerst reizvoll!

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Cedrik Timothy am Sa Apr 30 2016, 23:06

"Na komm schon..."

Cedrik stieß sich vom Türrahmen ab,

"du weißt doch, dass ich hier bin."

Er war sich dessen vollkommen bewußt, dass sie ihn spätestens jetzt gespürt haben muss. Selbst wenn sie nicht übernatürlich wäre, hätte sie seine Anwesenheit wahrgenommen. Langsam verringerte er den Abstand zwischen ihnen.

"Aber deine Vorstellung hat mir sehr gefallen."

Bei diesen Worten hörte man, dass er noch immer breit grinste. Ihre Vorstellung hatte ihm gefallen. Sehr sogar. So sehr, dass es besser war, dass sie damit augenblicklich aufhörte. Es war noch zu früh...

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Sethereth am Sa Apr 30 2016, 23:06

Noch immer lächelnd drehte sie sich zu ihm um.

„Wenn du dich jetzt erdreistest meinen Tanzstil zu kritisieren, dann sind wir die längste Zeit Mitbewohner gewesen!“ ihr noch immer breites Grinsen nahm den Worten die Härte. Sie ging auf ihn zu.

„Du bist spät dran, ich bin schon fast seit 35 Minuten hier!“ sie deutete mit einer weiten Geste einmal in den Raum.

„Na, was sagst du? Ist diese Wohnung nicht der Hammer?“ sie ließ ihn gar nicht erst zu Wort kommen., sondern stiefelte schon Richtung Wohnzimmer.

„Hier werden sich die Vitrinen einfach fabelhaft machen!“

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Cedrik Timothy am Sa Apr 30 2016, 23:06

Er schüttelte nur grinsend den Kopf. Nein, er wollte ihren Tanzstil auf gar keinen Fall kritisieren. Aber das musste sie nicht wissen. Sie musste nicht wissen, wie sehr ihm ihre körperliche Aktivität gefallen hatte.

"Seit 35 Minuten?"

Cedrik gab einen lauten Pfiff von sich.

"Na da wollte doch jemand tatsächlich den Wurm fangen."

Er grinste sie an, bevor er durch den leeren Raum schritt und vor der verglasen Front stehen blieb. Genau diese hatte es ihm angetan, genau deshalb wollte er die Wohnung unbedingt haben. Diese Aussicht war einfach der Traum.

Dann drehte er sich ganz langsam um und starrte sich mit zusammen gezogenen Augenbrauen an.

"Eine Vitrine?"

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Sethereth am Sa Apr 30 2016, 23:07

„Oh ja, eine Vitrine. Für meine Babys. Natürlich nur die ausgesuchten!“ sie musste den Kopf neigen um zu ihm aufsehen zu können, doch sie lächelte nach wie vor.

Zum Beispiel wie für das hier. Sie ging hinüber wo an einer Wand eine Unmenge an langen Kisten ordentlich aufgestapelt war, öffnete eine und zog ein Katana hervor. Es schien unscheinbar, auf dem ersten Blick, doch Seth sah die Waffe mit so viel Zärtlichkeit an, dass man sehr schnell merken musste, dass ihr dieses Schwert sehr viel bedeutete.


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„Das hier war eines meiner ersten. Es sieht nicht nach viel aus, ich weiss. Aber es schneidet Fleisch genau so einfach wie Papier. Und es hat mir schon viele gute Dienste geleistet!“
Dann ging sie zu einer anderen Kiste, die etwas gesondert stand. Diese war wie die anderen aus Holz, aber diese war poliert. Innen war dunkler Samt.

„Dieses hier…“ sie hielt die Waffe ins Licht

„war meine erste Liebe. SIE ist das beste Schwert, was ich je besessen habe. Meine Lady!“ die Liebe war in jedem Wort zu hören. Auch wenn sie hier von einem Schwert sprach.



Sie kommt nicht in die Vitrine, aber das andere. Und noch ein paar andere, wenn ich mich entschieden habe, welche.

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Cedrik Timothy am Sa Apr 30 2016, 23:07

Cedrik betrachtete das Schwert, das Sethereth in der Hand hielt. Das Stück war schön, keine Frage. Aber es als Liebe zu betrachten... nun wie auch immer.

Er trat an die Kisten heran und blickte in die bereits geöffneten.

"Das sind verdammt viele Schwerter!"

Cedrik zog die Augenbraue hoch und wandte sich wieder an Sethereth.

"Du bist ein kleiner Schwertfreak," stellte er vollkommen wertlos fest, bevor er wieder ganz dicht an sie heran trat. Er blickte nach unten und ihr so mit in die Augen. Seine eigenen Augen wurden etwas schmäler.

"Also..."

Er streckte die Hand aus.

"Zeig mal eins her."

Die Sache mit der Vitrine wurde er noch mit ihr ausdiskutieren müssen. Immerhin galt hier 50:50. Aber zuerst wollte er etwas anderes...

Cedrik grinste.

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Sethereth am Sa Apr 30 2016, 23:07

Seth hatte nichts gegen Cedriks plötzliches Interesse einzuwenden. Wenn man die Chance hatte ein solches Schwert einmal in die Finger zu bekommen, wer könnte dazu schon nein sagen?! Also lächelte sie ihn als Antwort nur an.

„Okay, du bekommst eins. Aber nicht dieses, warte mal kurz!“ sprachs, legte das Katana wieder in seine Box und wandte sich dann den nicht unerheblichen Berg von Kisten und Kasten zu. Sie hatte sofort daran denken müssen. Wenn eins ihrer Lieblinge zu ihm passte, wie die Faust aufs Auge, dann dieses.

Sie verschwand zwischen den Kisten. Wo zum Geier hatte sie es nur hingetan. Sie wusste ganz genau wo…

„Ah, da bist du ja! Ich hab‘s gefunden!“ informierte sie den inzwischen wieder breit grinsenden Cedrik und zog eine zierliche, längliche, blaue Box hervor. Dann stieg sie so erhaben wie eine Königin aus dem Kistenberg.

„Noch nicht aufmachen, ich brauche vorher noch kurz was anderes!“ sie drückte Cedrik die Kiste in die Arme und zog nach erneuter kurzen Suche noch 2 andere in dünne Decken eingehüllten Schwerter hervor.

Sie strich sich zufrieden eine Haarsträhne hinter das Ohr.

„Okay, jetzt kannst du aufmachen!" Cedrik tat es. In der länglichen Kiste lag ein hellblaues Katana, auf dunkelblauen Samt und mit Gold verziert.


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„Ich weiss auch nicht, aber ich finde blau passt zu dir. Es ist einfach gearbeitet und ohne viel Schnickschnack. Aber das braucht dieses Baby hier auch gar nicht. Zieh es mal aus seiner Scheide, aber vorsichtig!“ Cedrik wackelte bei dem Wort mit den Augenbrauen und Seth konnte nicht anders, sie sollte mit den Augen. Männer! Doch nach einem kurzen Zögern tat er dann was sie wollte und der scharfe Stahl glitzerte im Licht. Seth nahm es ihm aus der Hand und hielt die Klinge so, dass er sie besser bewundern konnte.

„Dieses Schätzchen hier ist nur auf einer Seite geschliffen, auf der anderen…“ sie fuhr mit dem Daumen darüber

„ist sie stumpf. Das ist eine Hieb oder Schneidwaffe, sie schneidet genau so einfach durch Fleisch wie durch Butter. Aber zusätzlich kann man mit diesem Schwert auch bloggen, und den Gegner wenn nötig damit zurückdrücken, ohne ihn allerdings zu verletzen!“ sie drückte Cedrik die Waffe in die Hand, damit er sie sich in Ruhe selbst ansehen konnte. Sie ließ ihm ein paar Minuten, dann bückte sie sich und hob die Decke, die sie vorher geholt hatte, auf.

„Wenn du dann fertig wärst, steck es bitte wieder vorsichtig weg! Diese Waffe kann nur benutzen, wenn man weiss wie man damit umgehen muss. Für einen Laien wie dich völlig ungeeignet. Dafür… „ sie hielt die Decke hoch

„gibt es die hier!“ sie öffnete die beiden Decken, und zum Vorschein kamen 2 andere Schwerter. Auf den ersten Blick schienen es genau solche zu sein, wie die anderen, aber auf den zweiten Blick erkannt man dann, dass diese aus Holz waren. Eines war holzfarben, das andere war rot. Seth legte die Decken weg und reichte Cedrik dann das rote.


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„Mit diesen Schwertern trainiert man, aber eine kleine Vorwarnung gleich vorneweg. Auch mit denen hier kann man einen Gegner windelweich prügeln, ob mit oder ohne Stahl macht keinen großen Unterschied!“ sie zog ihr holzfarbenes Schwert aus der Scheide und legte diese zur Seite. Cedrik tat es ihr nach.

„Wenn du es schaffst, auch nur einen einzigen Treffer zu landen, schenke ich dir das blaue Katana. Ist das ein Deal?“ gespannt wartete sie auf seine Antwort.

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Cedrik Timothy am Sa Apr 30 2016, 23:07

Schwerter waren was, womit Cedrik keine Erfahrung hatte. Er hatte noch nie eins besessen oder mit einem gekämpft. Cedrik bevorzugte den Nahkampf. Eine Schlägerei war noch immer nur dann gut, wenn Fäuste zum Einsatz kamen. Mit Fäusten kannte er sich gut aus. Und er konnte sehr gut austeilen. Natürlich musste man bei so einem Kampf auch einstecken können. Damit hatte Cedrik kein Problem. So ein Kampf wirkte befreiend, die ganze Wut und der ganze Ärger waren danach komplett verschwunden. Und ein Whiskey schmeckte nach so einer Aktion noch immer am Besten. Fast hätte er enttäuscht aufgeseufzt. Wie lange war es her, dass er jemandem eine so richtig verpasst hatte. Im Valley hatte es dafür keinen Grund gegeben. Niemand hatte ihm dort Anlass dazu gegeben.

Als Cedrik das blaue Schwert in die Hände nahm und es dann aus der Scheide zog, betrachtete er es für einige Sekunden. Gerade wollte er etwas sagen, als ihn für einen Bruchteil einer Sekunde ein merkwürdiges Gefühl erfasste. Seine Kopfhaut begann zu prickeln, seine Haut wurde wärmer und er hatte das unangenehme Empfinden, als wäre sie plötzlich zu klein und zu eng für seinen Körper. Seine Lungen weiteten sich und sein Herz verdoppelte seinen Rhythmus. Aber genauso so schnell, wie all das gekommen war, war es auch schon wieder verschwunden. Cedrik stieß kurz die Luft aus und schob das Schwert wieder in die Scheide zurück. Er grinste Sethereth dabei natürlich an und schenkte den merkwürdigen Empfindungen keine weitere Bedeutung mehr. Was auch immer das gewesen war, es war weg. Und nicht wert, sich darüber weitere Gedanken zu machen.

Jetzt hielt Cedrik eins der Holzschwerter in der Hand, hob es hoch und betrachtete es von allen Seiten.

„Wer sagt dir denn überhaupt, … „

Er wandte den Blick vom Schwert zu Sethereth,

„dass ich mit diesen Dingern trainieren möchte?“

Seine Augenbraue wanderte nach oben, während sein Mundwinkel zuckte.

„Ich wollte es mir doch lediglich anschauen!“

Jetzt lachte er laut auf und trat einen Schritt zurück.

„Aber wenn du mir schon so ein Angebot machst…“

Er umfasste den Griff des Holzschwertes etwas fester und schwang es ein paar Mal durch die Luft. Seine Kopfhaut begann erneut zu prickeln. Sofort hielt Cedrik in der Bewegung inne. Und das Prickeln war verschwunden. Es war so schnell verschwunden wie es gekommen war, so dass sich Cedrik dessen nicht mal richtig bewusst war.

„… wie könnte ich dazu nur Nein sagen!“

Cedrik schnalzte mit der Zunge.

„Aber für einen Treffer möchte ich noch etwas anderes als bloß das blaue Schwert. Erst dann haben wir einen Deal. Was sagst du DAZU?“

Er verringerte nun wieder den Abstand zwischen ihnen, stand jetzt wieder ganz dicht bei ihr und blickte zu ihr herunter.

„Ich bin doch nur ein Laie.“

In seinen Augen funkelte der Schalk. Und um seine Mundwinkel zuckte es verdächtig.

Ja sie hatte mit ihm gesprochen wie mit einem Kind, ihn zur Vorsicht ermahnt. Und normalerweise hätte er mit Wut und Verachtung reagiert. Doch dieses Mal war es anders. Warum auch immer. Vielleicht hatte er begriffen, dass dies nun Mal SIE war. Dass sie es nicht aus Bosheit, Überheblichkeit oder Arroganz tat.

Vielleicht…

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Sethereth am Sa Apr 30 2016, 23:08

Er wollte noch etwas anderes als “bloß“ das blaue Schwert? BLOSS? Dieses Katana war extrem teuer gewesen, es war sehr viel mehr als bloß nur ein „blaues Schwer“! Aber das war mal wieder typisch ER. Kaum befand er sich auf einen Feld, wo er sich nicht mehr auskannte, da spielte er es herunter und köderte es mit Sex.

Was dachte er denn WAS oder WER sie war? Ein kleines, dummes Weibchen dass sich mit Sex ködern ließ?!

NEVER!
NEVER EVER!
Nicht in diesem Leben!

Nein Mister, nicht so! SO einfach mache ich es dir nicht!

Zudem… sie hatte noch nie… NIE irgendwem auch nur eins ihrer Lieblinge angeboten. Er war der erste gewesen, und ganz offensichtlich war auch DAS ein Fehler gewesen! Sie nahm ihm das blaue Katana ab und legte es wieder in die passende Holzbox.

Sie war enttäuscht. Sie hatte ihn anders eingeschätzt, dabei war sie sich so sicher gewesen, dass er für ein gutes Schwert, eine passende Waffe von Meisterhand geschmiedet, zu schätzen wüsste.

Sie war eine gottverdammte Idiotin!

Wieder einmal hatte sich auf etwas eingelassen, hatte auf ihr Herz anstatt auf ihren Kopf gehört.

Verfluchte Scheiße nochmal. Jetzt war sie schon über 2.000 Jahre alt, sollte sie es inzwischen nicht endlich begriffen haben? Offensichtlich nicht!

Die Welt änderte sich, die Städte, die Umgebungen, die Natur auch, aber die Menschen, die männliche Bevölkerung… nicht! Egal in welcher Zeit, egal welches Jahrhundert. Sie änderten ihre Formen, aber nicht ihr Wesen. Und sie… eine Walküre die wahrscheinlich ewig leben würde, sie blieb immer dieselbe. Leider auch ihr verdammtes Herz.

Sie wusste schon, warum sie war wie sie war. Es wahrscheinlich auch für immer bleiben würde.
Genau wegen sowas!

Vielleicht gab es nur eine begrenze Anzahl von Schmerz, was man oder frau im Leben fühlen konnte. Und sie hatte ihr Kontingent bereits ausgeschöpft?!

Sie sah ihm direkt in die Augen. Was hatte er an sich, dass sie so naiv davon ausgegangen war, ER könnte doch anders sein?

„Kein Deal. Angebot abgelehnt. Und ich ziehe meins zurück!“ Kälte in ihrer Stimme, das war ihr bewusst. Scheiß drauf! Er konnte ganz offensichtlich nicht aus seiner Haut. Naja.. alte Gewohnheiten legte man eben doch nicht ab.

Spiele zu spielen hatte durchaus seinen Reiz, aber nicht mit ihr. Zumindest nicht jetzt! Und nicht in so einer Situation. Und sie war entschieden zu alt für so eine Scheiße! Und sie hatte keine Lust mehr!

Enttäuschung war ein Drecksgefühl! Sie hatte wirklich gehofft, er würde ihr auf halben Weg entgegen kommen. Tja, falsch gedacht.

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Cedrik Timothy am Sa Apr 30 2016, 23:08

Cedrik lachte laut los und schüttelte dabei seinen Kopf. Zuerst war er natürlich von ihrer Reaktion mehr als überrascht. Er hatte nicht erwartet, dass sie von einer Sekunde auf die andere zu einer Furie mutiert. Auch wenn sie eine Walküre war. Doch dann wurde ihm etwas klar.

„Du magst uralt sein und ewig auf dieser gottverdammten Welt wandern und doch…“

Er leckte sich kurz über die Lippen, die zu einem spöttischen Grinsen verzogen waren.

„Und doch benimmst du dich wie ein kleines Mädchen. Zickst herum, wenn nicht alles nach deinem Plan läuft. Wenn die Dingen nicht so passieren, wie du es dir in deinem kleinen, hübschen Köpfchen zurechtgelegt hast.“

Erneut musste er seinen Kopf schütteln.

„Oh meine liebe Sethereth, nur weil du kein Mensch bist, kannst du nicht davon ausgehen, dass sich die Menschen so verhalten, wie du es gerne hättest. Dass sie das sagen, was du gerne hören möchtest. Warum sollten sie auch? Nur weil du übernatürlich bist? Weil du stärker bist? Schneller? Unverwundbar?“

Cedrik schnalzte mit der Zunge.

„Nicht jeder verbeugt sich in Ehrfurcht vor dir. Nicht jeder rutscht auf den Knien vor dir herum. Und ich schon bestimmt nicht.“

Er lacht kurz auf.

„Also benimm dich wie eine erwachsene Frau, die du bist. Und nicht wie ein wütendes Kind, das nicht seinen Willen bekommt.“

Plötzlich wurde Cedriks Gesicht ernst. Er hätte es wissen müssen. ER hätte es verdammt noch mal besser wissen müssen. Sie würde sich nie ändern. Würde immer das sein, was sie war. Und genau aus diesem Grund hatte er mit diesen Wesen nichts zu tun haben wollen. Ihre Arroganz und Überheblichkeit kotzte ihn an. Hatte sie wirklich gedacht, er würde sich all dem widerstands- und wortlos fügen? Wie ein kleines Kind vor Freude in die Hände klatschen, weil sie, die Superwalküre, sich dazu herabließ, ihm ein Schwert zu schenken? Wo sie doch genau wusste, daß er keine Chance gegen sie haben würde? Selbst wenn sie nicht Unsterblich wäre? Sie war im Schwertkampf geübt, er nicht. Seine anfängliche Belustigung verwandelte sich langsam aber stätig in Wut. Und diese stieg nun von seinem Magen Richtung Brustkorb hoch. Seine Hände ballten sich unwillkürlich zu Fäusten.

Verdammt…!!!

Er musste hier weg. Und zwar schnell. Denn die Wut in seinem Inneren wurde immer stärker und heftiger. So wütend war er noch nie in seinem Leben gewesen. Warum dies so war, war ihm in diesem Moment ziemlich egal. Aber es wäre wohl besser, wenn er von hier verschwand, bevor etwas geschehen würde, was er sich sein restliches Leben nicht verzeihen würde.

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Sethereth am Sa Apr 30 2016, 23:09

Ok, jetzt war sie wirklich sauer. Was dachte sich dieser Idiot mit wem er hier sprach, eh?
Aber ganz offensichtlich war er genau so sauer. Sie verspürte das plötzlich Bedürfnis ihn zu schlagen.

Und plötzlich rastete etwas in ihr ein.

Und sie sah Cedrik plötzlich mit anderen Augen. Denn der sah wirklich jetzt anders aus. Er war größer und muskulöser und vorallem seine Augen… die waren anders. Seltsam anders, nicht mehr menschlich!

All ihre über die Jahrzehnte geschulten Sinne schlugen Alarm. Und dieses Mal waren diese Sinne ihm nicht freundlich gesinnt.

„Heilige Scheiße…das kann doch nicht wahr sein!“ selbst in ihren eigenen Ohren klang ihre Stimme rau vor Verblüffung.

Das konnte nicht sein. Das war ganz und gar unmöglich! Denn wenn doch, würde das ja bedeuten…

All ihre Zurückhaltung war mit einem Schlag vorbei!

Dieser verdammte Heuchler! Da faselte er noch etwas davon, dass es wenn es nach ihm ginge, alle Fabelwesen und übernatürlichen Wesen in Teufels Küche auf kleiner Flamme vor sich hin brutzeln könnten - und war doch selber eins. Und sogar gleich eins der übelsten Sorte!

Na warte, verarschen konnte sie sich alleine!

Sie griff an und er flog nach hinten gegen die noch nackte Wand. Sie war sofort bei und auf ihm. Ihre Augen waren silbern, ihre Fingernägel war Klauen, kleine, aber sehr scharfe Fänge waren in ihrem Mund gewachsen, ihre Haut glühte und draußen zuckten die Ersten Blitze über den Himmel.

„WARUM hast du es mir nicht gesagt?“ verlangte sie von ihm zu wissen.

Ein Berserker. Ein verfluchter Berserker! Sie hätte es wissen müssen!

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Cedrik Timothy am Sa Apr 30 2016, 23:09

Cedrik starrte sie an. Sie hatte sich tatsächlich in Bewegung gesetzt und kam geradewegs auf ihn zu gestürmt. Seine Wut explodierte.

Sein Herz schlug nun so schnell, dass er fast das Gefühl bekam, es würde jede Sekunde aus seinem Brustkorb ausbrechen. Sein Kiefer war zum Zerbersten angespannt, so dass seine Kieferknochen deutlich hervortraten. Cedriks gesamte Haut spannte sich noch mehr an und er hatte wieder das Gefühl, dass sie ihm zu eng wurde. Aber auch seine Muskeln wurden größer und gewannen innerhalb weniger Sekunden an mehr Umfang und Masse, sodass er im selben Augenblick hörte, dass die Nähte seines Hemdes nachgaben. Er hörte sie tatsächlich reißen. Und er wußte, dass er sich eigentlich mental auf ihren Aufprall vorbereiten hätte sollen. Doch er konnte es nicht. Er konnte sich nicht auf den Schmerz einstellen, der sicherlich augenblicklich folgen würde. Er konnte nicht. Denn er konnte keinen klaren Gedanken fassen. In seinem Kopf rauschte es. Ein Sturm tobte in ihm. Verklärte ihm die Sicht und jegliches Denken. Und doch wandte er den Blick nicht von ihr ab. Beobachtete sie, wie sie in fließenden Bewegungen auf ihn zugelaufen kam. Das hätte eigentlich unmöglich sein müssen. Sie war schnell. Zu schnell für ein menschliches Auge. Doch er sah sie. Sah alles. Er hätte noch genügend Zeit gehabt, ihr aus dem Weg zu gehen, das zu verhindern, was sie vorhatte. Doch Cedrik tat es nicht. Er blieb stehen, bewegte sich keinen Millimeter.

Und dann prallte sie gegen ihn und er gegen die Mauer.

Kein Schmerz folgte. Nicht mal ein kleines Bißchen. Kein Nach-Luft-Schnappen. Gar nichts. Nur seine Wut … die nahm ihm für wenige Sekunden die Luft zum Atmen wie auch seine Sicht. Er blinzelte kurz, um den roten Vorhang, der seinen Blick trübte, wegzubekommen.

Sethereth saß auf ihm, hielt ihn unter sich fest und warf ihm Dinge an den Kopf, die er nicht verstand.

Unwillkürlich schlossen sich seine Finger um ihre Unterarme, während er ihr tief in die Augen sah. Blitzartig drehte er sich mit ihr um, so dass nun Sethereth unter ihm lag. Und noch immer sah er ihr starr in die Augen. Sein Brustkorb hob und senkte sich stark unter seinen wilden Atemzügen. Langsam senkte er seinen Kopf zu ihrem Hals und sog ihren Duft tief in sich hinein. Augenblicklich wurde sein eigener Herzschlag ruhiger, wie sich auch seine Atmung etwas beruhigte. Ihr Duft war berauschend. Keine Frage, er fand schon immer, dass sie sehr verführerisch roch. Aber jetzt konnte er sogar die einzelnen Nuancen des Duftes erkennen, der von ihr ausging. Und warum auch immer, es schien, als hätte ihr Geruch eine beruhigende Wirkung auf ihn. Langsam klärte sich auch der Sturm in seinem Kopf und sein Denkvermögen nahm wieder seine Arbeit auf. Auch wenn nur sehr langsam. Aber es genügte, um ihn dazu zu bewegen, blitzschnell aufzuspringen.

Er ragte wie ein Hüne über ihr auf und starrte auf sie herunter, bevor er sich wegdrehte und mit ein paar schnellen Schritten den größtmöglichen Abstand zwischen ihnen brachte. Cedrik blieb vor dem großen Fenster stehen und blickte auf das nun beleuchtete San Francisko hinunter. Auch wenn in seinem Kopf langsam wieder Klarheit einkehrte, so war er nicht im Stande zu verstehen, was hier gerade jetzt passiert war. Er betrachtete kurz sein Spiegelbild in der Fensterscheibe und sah, dass sein Hemd tatsächlich an den Nähten zerrissen war.

„Was zum Teufel ist hier gerade passiert?“ fragte er, ohne sich von dem Fenster wegzudrehen. Jetzt blickte er wieder in die Ferne, während seine Hand unwillkürlich nach der Zigarettenschachtel griff, welche sich in der Gesäßtasche seiner Jeans befand. Cedrik nahm mechanisch eine Zigarette heraus, zündete sie an und nahm dann einen tiefen Zug.

Cedrik hatte absolut keine Ahnung, was hier gerade passiert war. Er konnte es sich nicht erklären. Das Einzige, was er mit Sicherheit wusste, war, dass die Wut, die er empfunden hatte, ihn beinahe aufgefressen hatte. Sie hatte ihm seinen Verstand vernebelt. Hatte all seine normalen, menschlichen, Sinne überdeckt. Aber all das Andere...

Er zog nervös an seiner Zigarette, starrte dabei noch immer aus dem Fenster ohne einen bestimmten Punkt zu fixieren.

„Was ist passiert verdammte Scheisse?“ fragte er nochmals, seine Zähne aufeinander gepresst.

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Sethereth am Sa Apr 30 2016, 23:10

Was passiert war? Er fragte sie jetzt allen Ernstes was passiert war? Als ob er das nicht wüsste!

Doch er wirkte auf sie wirklich unwissend und sie spürte auch, dass er sich mit aller Gewalt zusammenriss um am Ende nicht doch noch komplett auszurasten. Was äußerst schade war, wie sie fand. Sie hatte schon so lange keinen richtig guten Kampf mehr gehabt. Und er… er könnte sie aushalten.

Aber sie tat ihm den Gefallen.

„Du hast dich verwandelt, DAS ist passiert. Genau wie ich hast du im Moment des Zorns die Kontrolle über deine Form verloren und bist zu dem geworden, was du wirklich bist!“

Wow, ein Berserker. Und wie er an ihr gerochen hatte, wie ein Tier. Und wie groß er gewesen war. Alles Weibliche in ihr war mit dem was er eben noch war, seine andere Form, mehr als nur einverstanden gewesen. Vielleicht… vielleicht konnte sie mit diesem hier doch mehr anfangen als sie zuerst gedacht hatte. Er wäre brauchbar als dieses Fabelwesen, denn es gab wahrlich wenige, die es mit Walküren aufnehmen konnten, und besagten Aufnehmen dann auch überlebten!

Vampire konnten das, aber auch nicht alle. Dämonen waren okay, aber nicht ihr Geschmack und Lykae funktionierten auch. Aber mit denen gab es immer wieder Probleme mit der Dominanz. Sie war nur mal dominant, sie konnte es nicht ändern, das war ihr Wesen, ihre Natur. Und Männer, vorallem solche die genauso waren wie sie, kamen damit nicht besonders gut klar. Eigentlich gar nicht!

Sie sah dem wieder „normalen“ Cedrik in die Augen.

„Ich weiss dass das jetzt alles viel zu viel für dich ist. Aber ich muss es sagen. Cedrik, du bist kein Mensch. Du warst nie einer. Auch wenn du es nicht hören willst, du bist genauso übernatürlich wie ich!“

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Cedrik Timothy am Sa Apr 30 2016, 23:11

Sein Kopf ruckte zu ihr.

"Bullshit!" knurrte er.

ER und kein Mensch? ER ein übernatürliches Wesen? Nie im Leben. Er doch nicht.

"Niemals!" beharrte er mit grollender Stimmte.

Was erzählte sie ihm hier? Er war ein Mensch wie er im Buche stand. Er war definitiv kein Fabelwesen. Das war einfach unmöglich. Er konnte doch nicht einer von ihnen sein. Einer von jenen, die er eigentlich vom ganzen Herzen verabscheute.

Nervös fuhr er sich durch die Haare, hielt aber ihrem Blick stand.

Du hast dich gewandelt…

Cedrik runzelte die Stirn, als ihm ihre Worte nochmals durch den Kopf gingen. Aber er wusste selbst, tief in seinem Inneren, dass diese Worte mehr Wahrheit enthielten, als ihm lieb war. Er hatte sich tatsächlich verändert. Seine Sinne hatten sich geändert. Sein Körper ebenfalls. Der beste Beweis dafür war sein kaputtes Hemd.

„Unmöglich…!“

Das ist absolut unmöglich… das kann einfach nicht sein… ich kann nicht etwas anderes sein als ein Mensch… aber verdammte Scheiße… etwas ist mit mir passiert… ich habe es genau gespürt… habe es gefühlt… das kann nicht sein… das darf nicht sein… NEIN…

Erneut zog er hastig an seiner Zigarette und ließ den Rauch dann durch seine Nase entweichen. Und noch immer blickte er auf sie herab und ihr direkt in die Augen.

Und wenn doch?

Cedrik senkte den Kopf und kam dem von Sethereths somit näher. Seine Augen verengten sich. Noch immer konnte er präzise ihren wunderschönen, betörenden Duft wahrnehmen.

„Das kann einfach nicht sein!“

Jetzt ruckte er wieder von ihr ab. Er musste einen klaren Kopf bekommen. Musste sich konzentrieren. Verstehen, was tatsächlich passiert war. Mit ihm. Aber solange er ihr so nahe war, war dies unmöglich. Ihr Duft lullte ihn ein und machte es ihm unmöglich.

Abermals fuhr sich Cedrik durch die Haare und wandte nun auch den Blick von Sethereth ab und blickte wieder auf das nächtliche San Francisko. In seinem Kopf fuhren seine Gedanken Achterbahn.

„Was bin ich?“ fragte er dann geradewegs heraus.

Er musste es wissen. Auch wenn dies bedeutet, dass sich alles, aber wirklich absolut alles, für ihn ändern würde. Aber das hatte es bereits schon.

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Sethereth am Sa Apr 30 2016, 23:11

Na ganz toll, der Mann macht es sich mal wieder einfach. Wunderbar!

Genervt schob sie sich eine Strähne aus dem Gesicht.

Gut gemacht Seth, einfach weltbeste!

„Ich könnte es dir jetzt ausführlich erklären, aber du würdest es mir ja doch nicht glauben. Und egal was ich jetzt sage, tue oder probiere, es würde nichts bringen. Von daher bleibe ich einfach mal bei der ganz krassen Wahrheit!“ er sah sie nicht mal an, war vor ihr zurückgewichen und versuchte ihr auszuweichen.

Na super. Jetzt kann ich auch Angst, Vorsicht und Wut gepaart mit Zorn spüren. Die Gefühle sind so stark, ich kann sie beinahe schmecken. Wirklich eine ganz tolle Mischung!

Aber so zornig er auch werden konnte, wenn sie wirklich wollte wie sie könnte, er hätte keine Chance! Und seine Gefühle kamen auch ungefiltert bei ihr an.

„Sieh mich an, wenn ich mit dir rede!“ ihre Stimme war nur leise, aber scharf wie eine Klinge.

„Ich weiss dass du damit überfordert bist, aber mir auszuweichen wird es nicht besser machen, das verspreche ich dir!“ sie holte tief Luft und wartete bis er sie wieder ansah. Noch immer hielt er krampfhaft Abstand. Was in dem Moment, wo sich die Stimmung schon wieder von angespannt zu hoch explosiv verändert hatte, auch sinnvoller war.

„Du bist kein Mensch, finde dich damit ab! Deine Form ist menschlich und wenn du nicht all zu zornig bist, also so wie jetzt, dann bleibst auch so, wie du dich kennst. Wenn du allerdings wütend bist oder wirst, so wie vor kurzem, dann kommt deine wahre Natur ans Licht. Du bist ein Berserker Cedrik. Ein geborener Kämpfer, einer der immer in der ersten Reihe steht. Ich bin mir nicht sicher, ob du etwas mit dem Begriff anfangen kannst. Aber ein Berserker hat die Fähigkeit sich vollkommen in Raserei zu versetzen, dann spürt er weder Schmerz, noch Leid, nur noch unbändige Wut und den Wunsch zu töten." sie machte eine kurze Pause.

Ja das klang alles andere als gut, aber so waren sie nunmal. Wenn er das schon schlimm fand, dann sollte er sich lieber nicht genauer mit Walküren auseinandersetzen.

"Das ist es auch, was euch so gefährlich aber auch einzigartig macht. Selbst wenn der Berserker als Mensch total harmlos ist, in diesem Stadium mutiert er zur Killermaschine und unterscheidet dann, wenn‘s ganz dumm läuft, nicht mehr zwischen Freund noch Feind. Dann sind alle um ihm herum nur noch Gegner, die es zu eliminieren gilt! Aber wenn man sie richtig einsetzt, dann sind sie als Kämpfer für jede Schlacht unverzichtbar. Gegen die richtigen Feinde kämpfen sie bis zum Schluss, zeigen keine Gnade, denn sie werden auch keine erfahren, und sind erbarmungslos.“

Sie wandte den Blick nicht ab. Das war jetzt wirklich hart, aber es war die reine Wahrheit!

„Für gewöhnlich tut sich ein Berserker mit irgendjemandem zusammen, der ihn dann im Notfall an seine Menschlichkeit erinnern und zurück bringen kann. Meistens sind es Wesen der gleichen Art oder der Rasse, oder eben jemand der gleich stark oder sogar stärker ist. Wenn ein Berserker einen gleichwertiger Partner gefunden hat, dann ist dieser in der Lage den Berserker zu stoppen! Und wenn's gar nicht mehr anders geht, ihn sogar K.O. zu schlagen. Harte Mittel erfordern eben manchmal auch harte Maßnahmen!“

Wenn er mal ausrasten und kopflos randalieren sollte, würde sie ihn sofort packen und gegen die nächste Wand schmeißen, möglicherweise auch mit einem guten Schlag auf den Hinterkopf für eine ganze Weile außer Gefecht setzen. Alles, wenn es half ihn wieder runter zu bringen!

„Ja, das wäre es in etwa. Berserker wie du fallen für gewöhnlich nicht gleich auf. Manche haben es so gut unter Kontrolle, dass sie ihre normale Form beibehalten und nur die enorme Zunahme von Kraft, sowie die Veränderung der Augen sind dann ein Indiz dafür, dass vor dir möglicherweise ein Berserker steht!“

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Cedrik Timothy am Sa Apr 30 2016, 23:11

Nur widerwillig hatte Cedrik seinen Kopf in ihre Richtung gedreht, um ihr in die Augen blicken zu können. Sie sprach mit ruhiger Stimme. Erklärte ihm weit und breit, was er nun ihrer Meinung nach war. Ob er das glaubte oder nicht, stand auf einem anderen Blatt. Es hörte sich beinahe so an, als würde sie ein simples Referat vortragen, über eben eine Spezies, von der sie anscheinend ziemlich viel wusste und von der sie glaubte, dass er ihr angehörte.

Berseker…

Cedrik zog noch einmal an seiner Zigarette, bevor er sie im Aschenbecher ausdrückte und einen Schritt auf Sethereth machte.

„Finde dich damit ab?“

Seine Stirne runzelte sich. Das konnte sie doch nicht gerade gesagt haben. Ein Knurren entwich seiner Kehle, während er seinen Kopf zu ihr runterbeugte.

„Ich soll ein verdammter Berseker sein? Ein geborener Krieger?“ presste er zwischen seinen Zähnen hervor.

„So ein verdammter Schwachsinn!“

Doch tief in seinem Inneren wusste er es. Er wusste, dass sie Recht hatte. All das was sie ihm erzählt, stimmte einfach. Er hatte diese Wut gespürt. Hatte die Veränderung bemerkt. Und er spürte sie jetzt wieder. Seine Kopfhaut begann zu kribbeln. Das Herz nahm eine schnellere Frequenz an und seine Haut wurde ihm eng.

„Verflucht…!“
Weiter kam er nicht.

Sein Blick schärfte sich. Er konnte nun Feinheiten erkennen, die ihm sonst unmöglich wären zu erkennen. Der Puls pulsierte laut und hämmernd in seinen Ohren. Die Muskeln an seinen Oberarmen wurden größer. Er wandelte sich.

„Mich abfinden…“bellte er ihr entgegen, während sich sein massiger Körper gegen ihren drängte. In einer schnellen Bewegung presste er sie gegen die nächste Wand, so dass sie zwischen dieser und seinem Körper gefangen war. Langsam beugte er nun seinen Kopf zu ihrem Hals herunter und sog ihren Duft in sich hinein.

Ein weiteres Knurren entwich seiner Kehle, während er seinen Kopf nun wieder hob und mit dunklen Augen wortlos in die ihren starrte.

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Sethereth am Sa Apr 30 2016, 23:12

Seth kam die ganze Angelegenheit surreal vor. Dieses Mal war sie es, die an einer Wand hing. Und auch wenn sie prinzipiell und unter anderen Umständen dieses Verhalten durchaus begrüßt hatte, hallo, er war zum anbeißen wenn er so wie jetzt war, so konnte sie ihm das trotzdem nicht durchgehen lassen.

Er wurde nur von seinem Zorn beherrscht, nicht von Lust, nicht von Leidenschaft, sondern von Wut, und Unverständnis und einfach Stress. Das war keine gute Mischung, schon gar nicht wenn ein Mann eine Frau dann gegen eine Wand gedrückt hielt. Dann erst recht nicht!

Sie sah in schwarz werdende Augen. Zugegeben, auch das war sexy. Aber diesen Trick beherrschte sie auch. Nur sah ihr Silber viel besser aus, als sein schwarz!

„Das reicht jetzt, komm wieder runter oder ich bring dich runter!“ damit drückte sie ihn mit Kraft eine Armlänge von sich weg. Sie hätte ihn auch komplett von sich runter katapultieren können, aber das wollte sie gar nicht. Ihre Anwesenheit schien ihn gleichzeitig aufzubringen und runter zu fahren. Seltsam!

„Wenn du jetzt der Wut nachgibst wirst du am Ende noch in unserer schönen neuen Wohnung randalieren. Ich habe diese Wohnung nicht gekauft, um sie mir von dir gleich wieder zerstören zu lassen. Also fahr dich jetzt runter Cedrik, nimm dir einfach ein Ventil!“

Sie waren noch immer nah. Zwar nicht mehr so viel wie vorher, aber immer noch näher als nötig. Silberne Augen starrte in tief schwarze Augen. Die Gefahr war noch nicht vorbei...

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Cedrik Timothy am Sa Apr 30 2016, 23:12

Ihr Duft hing noch immer in seiner Nase, selbst wenn er ihr jetzt nicht mehr so nah war. Sie hatte ihn weggedrückt. Einfach so. Er registrierte es. Und er konnte sie noch immer riechen. So als wäre seine Nase noch immer ganz dicht an ihrer Haut. Ihr Duft hatte dieselbe Wirkung, wie schon vorhin auf ihn. Er spürte wie sich sein Herzschlag etwas verlangsamte. Zwar hämmerte sein Herz noch immer wie wild in seiner Brust, aber eben nicht mehr mit einer Heftigkeit, die ihm eigentlich die Rippen hätte brechen müssen.

Auch ihre Worte drangen zu ihm. Er verstand sie. Hörte sie. Und hörte auf sie. Er sog scharf die Luft ein, womit ein erneuter Schwall ihres Geruchs in ihn hineinströmte. Für einen Augenblick schloss er die Augen, um sie in der nächsten Sekunde wieder zu öffnen. Sein Blick fixierte erneut den ihren. Ihre Augen waren silbern. Sie funkelten. Er konnte jede Nuance dieser außergewöhnlichen Farbe erkennen. Von dem fast weissen Stellen bis zu jenen, die wie Quecksilber zu leuchten schienen.

Dann betrachtete er ihr Gesicht. Ließ seinen Blick von ihren Augen über ihre schmale Nase wandern, bis zu ihren vollen Lippen, die nun leicht geöffnet waren.

„Ventil…“
Seine Stimme war rau und grollend.

Genau das war es, was er jetzt brauchte. Ein Ventil, um all die Wut, all den Zorn aus seinem Körper zu treiben.

Cedrik blickte ihr wieder in die Augen, bevor er sich zu ihr runter beugte und seine Lippen ganz nah an ihre brachte.

„Ventil…“ wiederholte er. Dann verschloss er ihren Mund mit dem seinen.

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Sethereth am Sa Apr 30 2016, 23:13

Der Kuss, wenn man das als einen solchen bezeichnen konnte, war voller Gier, roh und wild. Doch es fehlte an Leidenschaft. Er war von einem Extrem ins andere gerutscht. Und es passte ihr nicht sonderlich.

Allerdings als er sich jetzt mit vollem Körpereinsatz gegen sie presste rutschten ihre Bedenken etwas in den Hintergrund. Warum musste sich dieser blöde Kerl auch nur so gut anfühlen. Warum musste er jetzt auch noch mehr Muskeln bekommen? Das war ungerecht. Nicht fair.

Sie beendet den Kuss und schnappte genau wie er nach Luft. Da hatten es die Vampire eindeutig besser, die brauchten keine Luft mehr.

„Also wenn DAS dein Ventil sein soll dann…“ sie drückte ihn erneut von sich weg, doch dieses Mal mit Kraft und er flog auf dem Boden, kam auf dem Rücken liegend auf und sie flog ihm hinterher. Auf ihm sitzend beugte sie sich über ihn. Starrte in diese schwarzen Augen und spürte das erste Mal keinen Zorn, sondern Begierde.

Wenn sie ehrlich zu sich war, dann hatte sie ihn schon von Anfang an haben wollen. Aber damals war sie noch von der Tatsache ausgegangen, dass er ein Mensch war. War er aber nicht, sie hatte einen wunderbaren, muskulösen, etwas wütenden und durchaus… ja geilen Berserker unter sich. Die verräterische Härte drückte sich ganz eindeutig gegen sie. Jummy!

„ich habe nichts gegen dein Ventil. Aber wenn… dann machen wir es auf meine Art!“ sie schnurrte diese Worte beinahe in sein Ohr. Wohnung hin, Freundschaft her – sie musste ihn unbedingt haben. Und zwar jetzt gleich!

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Sethereth am Sa Apr 30 2016, 23:33

Sie starrten sich gegenseitig in die Augen. Keiner von beiden rührte sich auch nur einen Millimeter.

Seth musste zugeben, dass Sex ein außerordentlich gutes Ventil sein konnte. Mit dem richtigen Partner konnte er sehr entspannend und außerordentlich befriedigend sein. Und sie war sich zu 110 % sicher, dass Cedrik ihr in jeder Hinsicht Befriedigung verschaffen konnte.

Das war nicht das Problem. Und sie wollte ihn! Wollte ihn wirklich!

Nur… wenn sie jetzt hier, in diesem wunderschönen, wenn auch noch leeren Wohnzimmer Sex haben würden, wäre der Raum danach nur noch Schrott. Da machte sie sich überhaupt keine Illusionen. Und während des Akts wäre sowohl ihr als auch ihm sicherlich total egal.

Aber jetzt war es ihr alles andere als egal.

Sie mussten die Lokation ändern - und zwar schnell! Denn sie kannte ihre Libido zwar in und auswendig, aber seine nicht. Und sie war sicher im Moment nicht mal mehr sicher, ob er dieses Ding da auf seinem Hals benutze oder ob er nur noch reagierte und fühlte.

Wäre ihr prinzipiell ja nicht unrecht, aber eben nicht hier!

Also beugte sie sich etwas tiefer, ihr Haar fiel rechts und links von seinem Gesicht wie ein Vorhang zu Boden und verdeckte die beiden Gesichter. Dieses Mal küsste sie ihn. Aber dieser Kuss war um Längen anders als der vorherige.

Ihre Lippen waren warm und weich, sie nahm sich Zeit für den Kuss. Erkundete seine Lippen ausgiebig und lies keine Stelle unberührt. Seine Hände hatten sich in ihre Hüfte gekrallt, pressten ihre beiden Körper hart aneinander. Und Seth spürte nur zu gut, wie sehr er sie wollte.

Sehr schön. So weit so gut.

„Cedrik…“ ihre Stimme war leise und sehr rau

„wir müssen hier raus! Der Raum ist einfach nicht konzipiert für das was ich mit dir tun will!“ sie stützte sich mit beiden Händen neben seinem Gesicht ab.

„Es könnten… nein ich korrigiere mich, es werden Dinge kaputt gehen. Und ich will…“ ein erneuter Kuss, ein Ringen mit der so hart erkämpften Selbstbeherrschung

„ich will mich bei dir nicht länger zurückhalten müssen!“ eine geknurrte Aussage. Dann wand sie sich aus seinem Killergriff, stand auf und zog ihn mit sich auf die Beine. Ihr Blick war eine pure Einladung. Lust knisterte in der Luft, elektrisierte sie beide, feuerte die Vorfreude noch mehr an.

„Wir haben aber auch noch einen nicht eingerichteten Trainingsraum. Wenn DA drin was kaputt geht, komm ich damit klar! Also komm endlich!“ sie griff nach seiner Hand und grinste ihn dann an

„Erst jetzt aus dem Raum und dann…“

sie ging langsam rückwärts, sorgte dafür, dass er ihr folgte und ließ ihn dabei nicht mal für eine Sekunde aus den Augen

„und dann…in mir!“ die Tür des Wohnzimmers fiel hinter den beiden ins Schloss.

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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Cedrik Timothy am Sa Apr 30 2016, 23:34


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Re: Wohnzimmer

Beitrag von Sethereth am Mi Mai 04 2016, 15:39

Sehnsucht


Niemals hätte sie gedacht, dass sie eines Tages einen Mann vermissen könnte.
Es würde.
Es wirklich tat.

Und doch war es jetzt so.
Sie vermisste ihn.

Vermisste seine Anwesenheit.
Vermisste seine Gegenwart.
Vermisste sein Lachen.
Vermisste seinen verbissenen Humor.
Vermisste seinen Geruch.

Vorallem seinen ruhigen Herzschlag in der Nacht.
Seinen Atem in ihrem Nacken.
Seine Hände um ihre Hüfte.

Selbst sein kratzigen 3-Tage-Bart Kuss.
Ja den sogar besonders!

Wie schnell konnte man sich an Dinge gewöhnen?
Sie wusste, dass Menschen Gewohnheitstiere waren.
Alles klar.
Nur… sie war keiner.
Sie war kein Mensch.

Also… sollten die Konditionen nicht für sie gelten.
Absolut nicht.

Und doch… fühlte sie sich in der letzten Zeit menschlicher denn je.

Nicht weil sie Bedürfnisse hatte.
Die hatte jeder.
Tiere hatten Bedürfnisse.
Selbst Pflanzen hatten sie.

Die niederen Instinkte besaß jeder.
Zu Leben.

Aber diese Bedürfnisse meinte sie nicht.
Auch nicht Sex.

Wenn der auch bezüglich dieses Mannes eine verdammt große Rolle spiele.
Hammer Mann.
Hammer Sex.

Aber nein… es waren diese Bedürfnisse nach Zuneigung.
Nach Nähe.
Nach friedlichen Beisammensein.
Nach einer… ja, intakten Beziehung!

Und das schockierte sie.
Total.
Über alle Maßen.
Mega mäßig sogar!

Das war eigentlich nicht sie.
Das war eigentlich gar nicht ihre Art.

Zumindest zuvor nie!

Was hatte dieser Mann nur mit ihr gemacht?
Was war es, dass ihn so anziehend machte?
Sie so sehr faszinierte?

So sehr…dass sie ihn am liebsten immer um sich hätte?
Ihn weder am Abend, noch in der Nacht und schon gar nicht am morgen gerne ziehen ließ?

War das erst so, seit dem sie es wusste?
Dass er einer von ihrem Team war?
In der gleichen Liga spielte, wie sie selbst?

Naja… nicht ganz in der gleichen.
In ihrer Liga direkt spielte keiner.
Aber das lag einfach nur daran, dass es keine männlichen Walküren gab.

Nur Jungfrauen wurden von Odin und Fraya erhört.
Keine Männer, ob Jungfrau oder nicht.

Aber er war stark.
Zumindest stark genug, dass ihre Bedenken zu einem entspannten Minimum geschmolzen waren.
Ihm konnte sie sich hingeben.
Ganz.

Wann bei allen Göttern, hatte sie das mal wirklich tun können?
Sie konnte sich nicht mehr erinnern?

Als Mensch war er auch schon heiß gewesen.
Als Berserker war er einfach nur noch… jammy!
So groß.
Und stark.
Und stolz.
Und wütend.
Und wild.
Und erregt.
Und gierig.
Und unnachgiebig.
Und stur.
Und sanft.
Und hemmungslos.
Absolut herrlich dekadent.
Einfach zum rein beißen!

Sowas wie ihn hatte sie zuvor zwar schon kennen gelernt.
Aber sich keineswegs dafür interessiert.
Auch jetzt war der Berserkermodus nur ein Bonus.
Er war vorher schon ihr Typ gewesen.
Als Berserker hatte er lediglich die Kraft bekommen, mit ihr umgehen zu können.
Ok… es war mehr als nur ein Bonus.
Es war ein Schutz.
Für ihn.
Denn trotzdem… wenn sie wollte, könnte sie ihn trotzdem töten.
Wollte sie natürlich nicht.

Aber sie vergaß es nie.
Niemals was sie war, wenn sie ihre Schutzschilde senkte.
Nie, wie gefährlich es war, wenn sie das tat.

Diese Erkenntnis war nicht schön.
Ganz im Gegenteil.
Es hatte bisher immer dafür gesorgt, dass sie alleine blieb.

Aber naja… sie konnte eben nicht alles haben.
Und mit einem kleinen Prozentsatz von 25 % Schutzschild, im Gegensatz zu 110 %...
damit konnte sie sehr gut leben.

Vielleicht würde sie nie in der Lage sein, sich zu 100 % gehen zu lassen.
Das war ihr klar.
Aber er nahm sie so, wie sie war.
Und das war schon viel.

Sehr viel.
Mächtig viel.
Unglaublich sogar.

Und das rechnete sie ihm auch hoch an.
Deswegen kam sie freiwillig in seine Arme.
Wurde anschmiegsam wie eine Katze.
Beinahe sanft… so gut, wie es ihr eben möglich war.

Sie erwartete nichts.
Erhoffte sich aber viel.
Und sie war zuversichtlich.

Er war auch kein Prinz in schillernder Rüstung.
Nein, er war eher der ein Trunkenbold und Wüstling.
Rau und eckig.
Stur und egoistisch.
Er war wirklich schwierig zu händeln.
Kompliziert und mit vielen Schutzmauern.

Genau wie sie!

Ihre Lippen verzogen sich zu einem Grinsen.

Ja, sie würde ihn behalten.
Genau so, wie er war!

Sie mochte das!
Sie mochte ihn so!
Einfach konnte ja jeder!



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