before San Francisco

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Beitrag von Lauren Hawk am Mo März 07 2016, 14:38

Was bisher geschah...

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Re: before San Francisco

Beitrag von Milton Cornwall am So Mai 01 2016, 00:19

Er hielt noch immer sein Handy in der Hand und verfluchte die gesamte Welt. Okay, jetzt war es ganz offiziell – seine Gene machten anscheinend verrückt, zumindest verrückt genug um seinen Abkömmling in einen Blutrausch verfallen zu lassen! Und jetzt musste er nach San Franzisco.

Rückblick:

Das Handy klingelte. Milton nahm den Anruf noch im Gehen an, während er die Villa vom Ostflügel aus betrat. Um diese Zeit rief ihn für gewöhnlich keiner an, die wenigen Tagesstunden die er und Lauren hatten, waren ihm heilig. Natürlich hatte er sich einen Tageslichtring besorgt – für irgendwas mussten Hexen ja gut sein.

Aber trotz allem hatte er in der Nacht zu tun und war für die meisten, die seine Nummer hatten, dann auch erreichbar. Und eigentlich wussten das die wenigen Personen, die Milton als seine Freunde bezeichnete, auch.

„Ja?“

„Mr. Cornwall?“ Milton wurde langsamer.

„Wer ist dran?“

„San Franzisco, Anne Knight am Apparat!“ Milton blieb stehen. Shit, dieser Anruf kam von Oben, das hier war amtlich.

„Was ist los?“ es brachte nichts um den heißen Brei herum zu reden. San Franzisco bedeutete für ihn nur eins – Leif!

„Er ist außer Kontrolle!“ Milton seufzte laut, schloss die Augen und rieb sich die Nasenwurzel. Er hatte es gewusst!

„Wie schlimm ist es?“

„Naja… sagen wir mal so. Rex ist ziemlich sauer und geneigt, sich der Sache selbst anzunehmen, wenn Sie nicht innerhalb der nächsten 36 Stunden hier sind!“ diese Antwort war zwar noch immer taktvoll ausgedrückt, aber sie war deutlich genug.

Milton schwieg für ein paar Sekunden. Das war mehr als nur eine schlechte Nachricht, das eine Katastrophe! Er hatte sich eine ganze Zeit lang nicht um sein Kind gekümmert, Leif war in San Franzisco gut aufgehoben. Er hatte dort Freunde, ein Leben und es gab genügend Abwechslung, dass er gar nicht auf dumme Gedanken hatte kommen können. Zumindest war Milton bisher immer davon ausgegangen.

Sein Abkömmling hatte sich bisher immer gemeldet, wenn es Ärger – welche Art auch immer – gegeben hatte. Was war also passiert, dass Leif ausrastete und ER, Milton, sein Macher, wusste nichts davon?

„Richten Sie Rex aus, er soll es lassen. Ich komme!“ damit legte er auf.

Blutrausch… Milton machte sich keine Illusionen, dass Leif gerade voll durchdrehte. Jeden Vampir passierte irgendwann mal, es gehörte zur Natur es war unvermeidlich. Aber er würde es auf keinen Fall zulassen, dass sich der Anführer der Vampire in San Franzisco an seinem Abkömmling vergriff.

Leif würde gebremst, wenn es sein musste, eingesperrt werden, bis er wieder unten war. Das war aber ganz alleine seine Sache, Leif war sein Abkömmling. Wenn er Rex machen lassen würde… er wollte nicht einmal daran denken. Rex gehörte schon zum alten Eisen, er war über 870 Jahre alt, und nicht gerade zimperlich wenn Jungvampire gegen das Gesetz verstießen, durchdrehten und in einen Blutrausch gerieten.

Er schnaubte kurz und marschierte dann weiter Richtung Wohnzimmer und Küche.

„Lauren?“ seine Stimme hallte in den Gängen wieder. Wo strecke sie denn?

Er wusste bereits jetzt schon, dass er mit ihr eine Grundsatzdiskussion würde führen müssen, denn er konnte und würde sie auf gar keinen Fall mit nach San Franzisco nehmen. Nicht wenn dort ein machtgieriger Alt- und ein pubertierender Jungvampir waren, die beide seine Aufmerksamkeit in Anspruch nahmen. Er konnte sich nicht auch noch um sie kümmern.

Zudem mussten Vampire sich, wenn sie nach San Franzisco kamen, bei Rex anmelden. Das erwartete der Ältere, das schrieb das Gesetz der Höflichkeit vor. Wehe dem, der sich nicht daran hielt!

Würde er Lauren mitnehmen, müsste er sie ebenfalls vorstellen. Und dann würde Rex herausfinden, dass Lauren sich inzwischen zu einer seiner Schwächen entwickelt hatte. Und Rex wäre nicht schon so lange der Anführer dieser Stadt, würde er nicht erkennen, dass man diese Schwäche ausnutzen könnte. Und dann könnte Lauren zu Schaden kommen - das würde Milton nicht riskieren!

Von daher – NO FUCKING WAY!

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Re: before San Francisco

Beitrag von Lauren Hawk am So Mai 01 2016, 00:20

Lauren hatte es sich auf dem Sofa gemütlich gemacht. Sie hielt eine Tasse Kaffee in ihren Händen und starrte gedankenverloren die schwarze Flüssigkeit an. Ihr Mund war zu einem Lächeln verzogen. Für einen kurzen Augenblick schloss sie ihre Augen und gähnte herzhaft.

Sie hatte fast 20Stunden durchgeschlafen. Was aber kein Wunder war. Die letzte Nacht mit Milton war einfach nur unglaublich gewesen. Nur beim Gedanken daran begann ihre Haut zu prickeln. Und wenn sie nicht vor Erschöpfung eingeschlafen wäre, hätte sie sich noch ewig weiter mit Milton in den Lacken wälzen können. Denn sie war noch nicht satt. Sie würde niemals satt werden. Nicht bei Milton. Was ihn betraf, war sie einfach unersättlich.

Sie dachte an die Stunden davor. An den Streit, den sie vom Zaun gebrochen hatte. Ihr war durchaus bewusst, wie lächerlich sie sich benommen hatte, als sie einfach davon gelaufen war. Aber in dem Moment konnte sie einfach nicht anders. Sie ließ ihre Gefühle entscheiden und nicht ihre Vernunft. Milton war ihr nachgekommen, hatte sie gesucht und gefunden. Und dann hatte ihm Lauren einfach so um etwas gebeten, von dem sie nie geglaubt hätte, dass sie es jemals bekommen würde.

Ihre Worte halten ihr immer noch durch den Kopf.

Beweise mir deine Liebe… lass mich von deinem Blut trinken…


Und Milton hatte es getan. Ohne Wenn und Aber.

3 tiefe Schlucke Blut waren es, die jetzt nachwievor in Laurens Körper zirkulierten und ihr ein unbeschreibliches Gefühl gaben. Alles war danach so intensiv. So überwältigend. So unglaublich. Es war ein Wunder, dass sie nach dem heissen Sex mit Milton nicht ins Koma gefallen war. Aber es wunderte sie eben auch nicht, dass sie danach solange geschlafen hatte.

Lauren nahm einen Schluck Kaffee und verzog kurz den Mund. Die Flüssigkeit war bereits ausgekühlt. Also stand sie auf und wollte sich eine neue Tasse einschenken gehen, als sie plötzlich ein Prickeln in ihren Blutbahnen wahrnahm. Nur einen Bruchteil der Sekunde später vernahm sie Miltons Stimme. Sie drehte sich um und ging mit klopfendem Herzen in seine Richtung.

„Hallo du heisser…“ sie brach ab.

Diesen Gesichtsausdruck hatte sie noch nie bei ihm gesehen. Dieser Gesichtsausdruck war anders. Finster, besorgt. Bekümmert.
Ein Gefühl der Kälte kroch ihre Wirbelsäule hinauf.

Sie schluckte, bevor sie weiter sprach: „Was ist passiert?“

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Re: before San Francisco

Beitrag von Milton Cornwall am So Mai 01 2016, 00:20

Milton hätte beinahe laut geschnaubt. Was passiert war? Leif war passiert!

Was sollte er jetzt sagen? Etwa so was wie:

„Ach nichts Liebling. Ich habe nur einen Abkömmling, von dem du nichts weisst, eine Vergangenheit mit ihm, über die ich nicht spreche, und nun bereitet er mir Probleme, die du nicht nachvollziehen kannst.

Nun… und zu besagtem Abkömmling; der Bengel hat sich in meiner Abwesenheit vom Jungvampir /Teenager in einen jungen Erwachsenen verwandelt - ohne dass ich es bemerkt habe. Irgendwie hat er es geschafft und ist in einen Blutrausch verfallen und zieht nun mordend und randalierend durch die Straßen von San Franzisco. Und jetzt kommt das Beste, pass auf: der Anführer der Vampire von San Franzisco hat mich gerade erst vor ein paar Minuten nach San Franzisco geordert, damit ich mein Kind wieder in den Griff kriege, bevor er es tut. Denn wenn ich nicht gehe, wird er ihn umbringen, toll nicht?!

Ja, dementsprechend bin ich jetzt natürlich im Zugzwang. Ich muss also nach San Franzisco gehen und werde über Monate weg sein. Warum? Ach weiss du, ich werde erst einmal eine ganze Weile damit beschäftigt sein, Leif auszuhungern. Das ist die gängige Praxis, wenn man einen Vampir aus dem Blutrausch holen will. Und falls das nicht gleich funktioniert, dann werde ich gezwungen sein andere Maßnahmen zu ergreifen. Das sind dann die wirklich "unschönen" Methoden. Ich nehme aber mal an, du willst sie nicht wissen ja? Dachte ich mir schon. Naja... du weisst doch wie es mit Kindern ist, vorallem die Teenager… die sind nicht immer leicht zu erziehen!

Das Ende vom Lied: mein Kind zieht mordend durch die Straßen von San Franzisco, ich muss dich daher für eine ganze verdammte Weile verlassen! Alles im allem - mir scheint mir die Sonne aus dem Arsch!“


NICHT!

Er sah auf sie hinab. Sein Mädchen, seine hübsche Lauren.

„Wir müssen reden!“ er ließ sich ihr gegenüber auf das Sofa fallen. Ihr Lächeln verschwand, sie setzte sich auf und versteifte sich etwas. Milton nahm es zur Kenntnis, aber es ging nicht anders.

„Ich muss für eine Weile fort. Aber dieses Mal werden es nicht wie sonst nur ein paar Tage sein!“ er seufzte laut auf.

„Dieses Mal werden es wahrscheinlich eher Monate. Und bevor du mir jetzt sagst, dass du mich nicht fragen wirst, dieses Mal will und werde ich dir sagen wo ich bin und was ich tue!“

Ob ich dir die Erinnerung lasse, steht noch nicht fest. Aber ich will dass du es weisst!

„Ich muss nach San Franzisco. Dort lebt ein Abkömmling von mir, eins meiner Kinder. Er heißt Leif und er hat im Moment sehr große Probleme. Probleme, die er alleine nicht mehr lösen kann, dazu braucht er mich - seinen Macher!“ er beobachtete ihre Reaktion auf das Gesagte und wartete, ließ ihr kurz Zeit diese neuen Informationen zu verdauen. Erst dann fuhr er fort.

„Vor ein paar Minuten hat mich San Franzisco angerufen. Der dort herrschende Vampir schätzt es nicht sonderlich, um es mal harmlos auszudrücken, wenn ein Jungvampir in seiner Stadt ein…“ er zögerte, aber was sollte er denn anderes sagen?

„ein Gemetzel anrichtet. Und genau das hat Leif getan, das tut er, fürchte ich, immer noch! Er ist in einen Blutrausch gefallen, seine Menschlichkeit ist sehr wahrscheinlich abgestellt.“ Milton beugte sich leicht nach vorn, sortierte die Worte in seinem Mund genau vor. DAS, was er jetzt sagen musste, würde für die sehr hart sein und sehr wahrscheinlich würden die Worte sie erschrecken. Aber sie musste das alles wissen.

„Ein Vampir im Blutrausch kennt keine Gnade, keine Reue, das Leid derer denen er begegnet lässt ihn völlig kalt. Man wird auf die ursprünglichsten Instinkte herabgestuft, man trinkt und man tötet. Das Problem daran ist vorallem, dass man nichts davon bereut. In dem Moment ist das Töten völlig in Ordnung, man ist ein Jäger, die Menschen sind nur Nahrung. Das ist nun mal die Natur eines Vampirs, jeder der etwas anderes behauptet lügt!“ Milton hatte die Hände auf die Knie abgestützt, hielt den Kopf gesenkt. Würde sie ihn jetzt mit anderen Augen sehen? Würde sie sich jetzt fürchten? Er konnte es ihr nicht einmal verdenken.

Er wartete eine Weile, doch Lauren blieb stumm. Schließlich hob er wieder den Kopf und es gelang es ihm nicht ganz, dem Impuls zu unterdrücken, die Lippen zu einem kalten Lächeln zu kräuseln. Wem wollte er eigentlich etwas vormachen? Er war kein Heiliger, verdammte Scheiße nicht einmal annährend! Wie sollte sein Kind dann etwas anderes sein, als er?  

„So sind wir Lauren. Wenn die Menschlichkeit abgestellt ist, sind Vampire nichts anderes als Monster! Ich glaube allerdings nicht, dass Leif seine Opfer auch quält, das liegt nicht  in seinem Charakter. Aber Fakt ist, er wird nicht damit aufhören, wenn ich ihn nicht stoppe. Und tue ich das nicht, dann wird es Rex tun. So heißt der Anführer der Vampire in San Franzisco. Und er wird Leif nicht am Leben lassen, soviel ist sicher!“ erneut schloss er kurz die Augen.

Alleine bei der Vorstellung, dass irgendjemand Leif, seinem Leif, etwas antun könnte, wurde ihm schlecht. NIEMALS würde er das zulassen, vorher würde er sich freiwillig OHNE Tageslichtring in die Sonne legen!

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Re: before San Francisco

Beitrag von Lauren Hawk am So Mai 01 2016, 00:21

Lauren saß auf dem Sofa und bewegte sich nicht. Sie sah Milton einfach nur an. Beobachtet ihn genau, wie er sie ansah, wie er sich vorbeugte. Sie sah ihn einfach nur an. Sie wusste nicht, ob sie in der Zeit überhaupt geblinzelt hatte, in der Milton sprach. Sie war sogar davon überzeugt, dass ihr Herz in dieser Zeit hatte aufgehört zu schlagen. Es stand still, genauso wie ihr Gehirn. Sie vernahm zwar seine Worte. Doch diese wirbelten einfach nur als Wortfetzen in ihrem Kopf umher.

Leif…Nachkomme…Erschaffer…San Franzisco…Blutrausch…herrschender Vampir…in Ordnung bringen…Monate weg…Beute … Jäger…

Sie konnte das alles einfach nicht begreifen. Lauren starrte Milton einfach weiterhin an. Selbst nachdem er aufgehört hatte zu sprechen, konnte sie sich nicht bewegen. Sie wusste, dass sie etwas sagen sollte, oder dass sie irgendwie reagieren sollte. Aber sie konnte einfach nicht. Sie saß da und bewegte sich nicht.

Dann, als hätte sich ihr Herz daran erinnert, dass es für Lauren überlebensnotwendig war, zu schlagen, begann dieses mit so einer rasenden Geschwindigkeit zu hämmern, dass Lauren Mühe hatte noch etwas anderes, als dieses Schlagen in ihren Ohren zu hören. In ihrem Kopf wütete ein Orkan. Ihre Gedanken wirbelten so umher, dass es ihr fast unmöglich schien, diese in eine geordnete Bahn zu lenken. Sie musste sich sehr zusammenreissen. Sie musste versuchen zu begreifen, was ihr Milton so eben offenbart hatte.

Sie sprang vom Sofa auf und begann aufgeregt in dem Raum auf und abzugehen.

„Du…du…“ sie atmete hörbar aus, in der Hoffnung, ihren Körper und auch ihren Geist dazu zu zwingen, sich etwas zu beruhigen.

„Du hast ein Kind?“ wisperte Lauren. Erneut atmete sie bewusst langsam ein und aus. Und es half tatsächlich. In ihrem Kopf wurde es allmählich klarer.

Lauren hatte Milton nie nach solchen Sachen aus seiner Vergangenheit gefragt. Weil die Vergangenheit nicht wichtig war. Weder seine noch ihre. Das Einzige, was bisher gezählt hatte, war ihre gemeinsame Zeit. Sie wollte auch nie wissen, wo er war oder was er tat in den Tagen, die er nicht bei ihr war. Alles was für sie zählte, war, DASS er zu IHR zurück kam. Das war das einzig Wichtige. Milton und Lauren hatte irgendwann diese stille Übereinkunft gemeinsam getroffen. Lauren wusste aber auch, dass egal was sie Milton jemals gefragt hätte, er ihr immer die Wahrheit gesagt hätte. Er hätte sie niemals angelogen. Die Frage, die sich dabei aber immer stellte, war, ob Lauren auch wirklich alles wissen wollen würde. Und deshalb unterließ es Lauren oft, irgendwelche Fragen zu stellen.

Lauren wusste, was Milton war, lange bevor sie sich in ihn verliebt hatte, lange bevor sie überhaupt ihre Gefühle für ihn akzeptiert hatte. Sie hatte niemals Angst vor ihm. Und so auch jetzt nicht. Selbst nach seiner Erklärung. Sie hatte gewusst, worauf sie sich einließ, als sie sich für ihn entschieden hatte. Lauren musste sich jedoch eingestehen, dass es ihr doch eine Gänsehaut bereitete, all diese Worte direkt von Milton zu hören. Aber sie fürchtete sich nicht. Sie vertraute Milton voll und ganz. Sie wusste, egal, was passieren würde, er würde ihr niemals etwas antun.

Sie blickte Milton an und blieb stehen. Erneut atmete sie langsam ein und aus, bevor sie auf Milton zuging. Lauren blieb vor ihm stehen und ging langsam in die Hocke. Ihre Hände legten sich um sein Gesicht und ihre Augen suchten seine. Sie wusste, sie würde vermutlich gleich in die dunkelsten Augen blicken, die sich ein Mensch vorstellen konnte. Doch das machte ihr nichts aus. Sie liebte diese Augen.

„Milton…“ flüsterte sie, „ich weiss, wer du bist…WAS du bist! Ich habe keine Angst.“

Sie versuchte etwas zu lächeln.

„Es tut mir leid, dass dein Kind in Schwierigkeiten ist. Aber mach dir keine Sorgen. Es wird ihm nichts geschehen, er wird auf dich hören. Du bist sein…“

Lauren machte eine kurze Pause und suchte nach dem richtigen Wort.

„… sowas wie sein Vater. Und egal wie lange es dauert, es macht mir nichts aus. Wir werden ihn retten …“

Langsam nickte sie zu ihren Worten. Ja es würde ihr gar nichts ausmachen, von hier zu verschwinden. Denn was hielt sie hier noch? Gar nichts. All ihre Freunde hatten sich von ihr abgewandt, seit sie angefangen hatte, ihr Leben so zu leben, wie sie es wollte und nicht mehr so, wie es ihr die Gesellschaft vorschrieb. Und das hatte sie Milton zu verdanken. Er war der Jenige, der sie gerettet hatte, auch wenn er das nicht hören wollte. Aber erst seit er in ihr Leben getreten war, erkannte sie, was sie wirklich wollte und schämte sich auch nicht mehr, es sich zu nehmen.

„Hier hält mich sowieso nichts mehr… und San Franzisko…“

Lauren lächelte nun breiter und liess den Satz unbeendet.

„Wieviel Zeit habe ich zum Packen?“

Hier hielt sie wirklich nichts mehr.

Hatte er gesagt, dass ER für ein paar Monate weggeht? Meinte er damit, alleine?... nein... da muss ich mich verhört haben...



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Re: before San Francisco

Beitrag von Milton Cornwall am So Mai 01 2016, 00:21

Milton blickte hoch, und in ihre wunderschönen blauen Augen. Wie schön sie doch war. Und doch musste er sie zurücklassen. Sie alleine lassen!

Lauren Hawk schrieb:„Wieviel Zeit habe ich zum Packen?“
Er setzte sich etwas gerader hin. Das war genau das Problem. SIE hatte Zeit ohne Ende, nur nicht fürs packen. Er konnte sie nicht mitnehmen. Es ging nicht. So gerne er es auch tun würde. Und wie sie reagiert hatte… so einfühlsam. Sein starkes Mädchen!

„Schönheit… ich muss alleine gehen. Ich…“ er brach ab, senke erneut den Blick und rieb sich dann die Nasenwurzel. Himmel war das schwer. Er schob nahm ihre Hände in seine, schob sie etwas von sich und stand auf. So wie sie jetzt vor ihm stand, ihn fragend anschaute, kam sie ihm so klein vor, so hilflos. Dabei war sie weder das eine, noch das andere. Die Größe eines Körpers sagte nichts darüber aus, über die Größe des Charakters oder gar die der Seele. Und in dieser Hinsicht… war sie riesengroß!  

„Ich kann dich nicht mitnehmen. Es ist einfach zu gefährlich. Wenn du einfach nur eine Frau wie jede andere wärst, dann wäre es schon nicht einfach, aber da es speziell um DICH geht – es ist unmöglich!“

Milton brauchte gar nicht lange zu warten, da tat sie schon das, was jede andere Frau in ihrer Situation ebenfalls getan hätte. Ihre Augenbrauen zogen sich zusammen und ihre Lippen wurden zu einem geraden Strich. Sie war zwar in der Defensive, aber jetzt fuhr sie die Krallen aus!

Milton hatte schon vor sehr langer Zeit gelernt, dass ein Gegner mit dem Rücken zur Wand IMMER am gefährlichsten war. Und Frauen im Allgemeinen waren NIEMALS zu unterschätzen, schon zwei Mal nicht, wenn es sich bei besagter Frau um die eigene handelte und wenn diese Frau zudem nichts mehr zu verlieren hatte. Außer ihm! Und genau HIER lag das Problem! Er seufzte schwer.

„Lauren, versuche bitte mich zu verstehen. Leif dreht durch, er alleine ist jetzt und auch in der nächsten Zeit sehr anstrengend. Ich werde mich mit ihm und seinen… Ausfällen beschäftigen müssen. Zudem verlangt der Anführer der Vampire von mir, dass ich mich bei ihm vorstelle. Schon alleine deswegen kann ich dich nicht mitnehmen!“ er brach ab. DAS würde sie mit Sicherheit falsch verstehen.

„Versteh doch. Wenn dieser Vampir DICH sieht, wenn er herausfindest WAS du für mich bist und Leif erst… du wärst dort absolut nicht sicher. Und Rex, so heißt der oberste in San Franzisco ist mehr als doppelt so alt wie ich! Ich kann dich nicht schützen Lauren!“  er verzog den Mund.

Es passte ihm ganz und gar nicht, dass er ihr das alles erzählen musste. Aber er hatte keine andere Wahl! So sehr er auch nachvollziehen konnte, dass sie bei ihm sein wollte – er konnte und würde sie nicht mit nach San Franzisco nehmen!

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Re: before San Francisco

Beitrag von Lauren Hawk am So Mai 01 2016, 00:22

Langsam entzog Lauren ihre Hände aus Miltons Griff und machte einen Schritt rückwärts. Sie schluckte hart und schüttelte leicht den Kopf.

"Nein…"

In diesem Augenblick wurde ihr bewusst, warum ihr Körper, warum sie, vorhin so reagiert hatte. Sie hatte die Worte verstanden. Sie hatte verstanden, dass ihr Milton schon vorhin erklärt hatte, dass er ohne sie gehen wollte. Gehen musste. Der rationale Teil ihres Gehirns hatte es sofort begriffen. Und dieser Teil verstand es. Die Situation schien wirklich sehr gefährlich zu sein und es wäre dumm von ihr, sich in so eine Gefahr zu begeben und Milton noch zusätzlich zu Last zu fallen, wo er doch gewiss andere Sorgen hatte, als sich noch um sie zu kümmern. Ja der vernünftige Teil stimmte all dem zu. Dieser Teil sagte ihr klar und deutlich, es einfach zu akzeptieren. Sich nicht gekränkt zu fühlen. Es als das zu sehen, was es war. Nämlich einfach eine Sache, die Milton erledigen musste, bei der sie nichts verloren hatte. Bei der es nicht um sie ging. Er redete ihr zu, froh zu sein über Miltons Ehrlichkeit. Ja dieser Teil ihres Gehirns hatte recht. Und das wusste Lauren auch. Hier war sie in Sicherheit. Niemand kannte das Valley, niemand von aussen wusste, wo es lag. Es war weder auf einer Karte verzeichnet, noch wurde es irgendwo erwähnt. Zusätzlich wurde es durch einen Zauber geschützt. Niemand konnte hier einfach so auftauchen. Weder Mensch noch ein übernatürliches Wesen. Hier hatte sie noch dazu Damon. Einen wirklich wahren Freund, der sie ebenso beschützen konnte. Das alles war Lauren durchaus bewusst. Ihrem vernünftigem Teil zumindest.

Aber Lauren war ein Mensch. Eine Frau. Sie ließ sich selten von der Vernunft leiten. Nein. Ihr emotionaler Teil war viel stärker. Ausgeprägter. Und dieser Teil gewann die Oberhand. Ihre emotionale Seite sperrte ihre vernünftige kurzerhand einfach weg. Verbannte diesen Teil irgendwo ins Dunkle, so dass er keine Chance hatte, wieder hervorzukommen.

„Nein Milton…“ Lauren sah ihm fest in die Augen, „das kannst du nicht machen. Das kannst du von mir nicht verlangen. Du kannst einfach nicht von mir erwarten, dass ich hier bleibe…“

Sie schluckte hart und senkte den Blick.

„Ich kann nicht hier bleiben, ohne dich! Das will und kann ich nicht!“
Sie hatte das Gefühl, dass sich eine eisige Hand um ihr Herz legte und es langsam aber stetig zusammendrückte. In ihrem Hals bildete sich ein dicker Knoten, der ihr die Luft abschnürte. Sie musste mehrmals schlucken, bevor sie wieder in der Lage war, weiter zu sprechen.

„Du kannst diese Entscheidung nicht für mich treffen. Ich kann das nicht… hier bleiben und auf dich warten… und das monatelang… ohne zu wissen, was mit dir ist, wie es dir geht… ob du überhaupt noch am Leben bist…“

Lauren war sich im Klaren, dass es genauso sein würde. Wenn dieser Anführer von ihr nichts wissen sollte, dann würde sich Milton bei ihr nicht melden, solange diese Sache mit seinem Nachkommen nicht erledigt war.

„Und wer sagt, dass dieser Anführer dich danach einfach gehen lässt? Kannst du mir das garantieren?“

Ganz langsam schüttelte sie ihren Kopf und wischte sich die Tränen von ihren Wangen, die unwillkürlich einfach so angefangen haben zu laufen.

„Was wenn er dich dort behalten will? Milton ich kann nicht sein ohne dich!“

Sie wusste, wie sich das anhörte. Es hörte sich erbärmlich an, so als wäre sie nicht im Stande ohne ihn zu sein, wie ein dummes Weibchen, dass ihr Glück von einem Mann abhängig machte. Aber so war es nicht. Lauren liebte Milton einfach über alles. ER war der Grund, warum es ihr wieder gut ging. Sie wollte einfach nur mit ihm zusammen sein, weil er sie vervollständigte. Weil er ihr dieses einzigartige Gefühl gab, etwas wert zu sein. Das Band zwischen ihnen was so besonders. Sie konnte einfach nicht ohne ihn sein.

„Vielleicht willst du danach gar nicht mehr zurückkommen…“ hauchte sie leise. Ihr ganzer Körper war angespannt. Ihr Herz schlug wild, es tat weh.
„Und all das Blut, dass dein Nachkomme hinterlässt…“ sie hob den Kopf und sah Milton an „was, wenn du ebenso diesem Blutrausch verfällst? Was wenn du …“

Lauren presste kurz die Lippen zusammen.

„Wenn du dem verfällst und ich bin nicht da, um dich an deine Menschlichkeit zu erinnern…dann wirst du dich gar nicht mehr an mich erinnern wollen…oder du wirst gar nicht mehr zu mir zurückkommen wollen, weil ich ein Mensch bin… weil du bei mir deine wahre Natur nicht ausleben kannst… weil du dich bei mir immer zurück nehmen musst…“

Diese Worte auszusprechen machte ihr soviel Angst, dass sie ihre Arme um ihren Körper schlang, da dieser angefangen hatte zu zittern. Lauren würde es nicht überstehen, sollte dieses Szenario eintreffen. Und sie konnte dieses Risiko einfach nicht eingehen. Sie konnte und sie wollte nicht. Sie hatte so lange um Milton gekämpft. Hatte hart mit sich selbst gekämpft. Sie konnte Milton nicht einfach gehen lassen.

„Milton…“

Langsam aber stetig verwandelte sich das Gefühl der Verzweiflung in Wut. Sie spürte es ganz genau, es kroch langsam in ihrem Inneren hoch.
Lauren verbarg ihr Gesicht in beiden Händen und atmete ruckartig aus, bevor sie ihre Hände langsam nach unten gleiten liess.

„Verdammt Milton, das kannst du mir doch nicht antun!“ schrie sie ihn aus vollem Hals an.

Ihr vernünftiger Teil versuchte verzweifelt auszubrechen, ihr zu sagen, dass Milton nur das Beste im Sinn hatte, dass er sich Sorgen um sie machte und er es deshalb als die einzige Möglichkeit ansah, damit er sie in Sicherheit wusste, weil sie ihm soviel bedeutete. Doch dieser Teil hatte keine Chance. Denn der emotionale Teil war viel näher, viel präsenter. Dieser hatte noch immer die Oberhand.

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Re: before San Francisco

Beitrag von Milton Cornwall am So Mai 01 2016, 00:22

Sie hatte sich in Rage geredet. Und er konnte ihren Zorn, ihre Verzweiflung, ihre Angst sogar verstehen. Er verstand warum sie reagierte wie sie reagierte -  er hatte nichts anderes von ihr erwartet!

So war sie, so kannte er sie! Sie war eine Frau die nicht zu allem Ja und Amen sagte, eine Frau die  kämpfte für das was sie wollte. Und in dem Moment… so surreal es auch war, war er stolz auf sie. Stolz, dass er sie sein Eigen nennen konnte. Seine Frau!

Eine wahre Kämpferin!

Nur… leider konnte er ihr in diesem Fall den Gefallen nicht tun, und seine Meinung ändern. Er würde gehen, er musste gehen, und sie konnte nicht mit! Nicht dieses Mal.

Er würde lieber sich noch 10 Mal von ihr anschreien lassen, sogar ihren Hasse akzeptieren, bevor er zuließ dass Rex sie in seine Finger bekam. Und Leif durfte ebenfalls nichts von ihr erfahren. Zumindest nicht so bald. Vielleicht wenn er wieder unten war, vielleicht dann!

Er blieb wo er war. Sie jetzt zu bedrängen war falsch und das wusste er genau. Sie wollte es nicht akzeptieren, vielleicht konnte sie es in dem Moment auch einfach nicht. Das akzeptierte er! Doch er hatte nicht mehr sehr viel Zeit und die Worte die er sagen musste, würden nicht leichter zu verdauen sein, als die bereits gesagten.

„Lauren, ich weiss du bist jetzt verwirrt und mit Sicherheit sauer. Ich weiss auch, dass du Angst hast. Es tut mir leid, aber es geht nicht anders! Und ich sage auch nicht, dass ich von dir verlange, dass du alleine hier bleibst. Das würde ich niemals zulassen, du solltest mich inzwischen besser kennen!“  er schüttelte leicht den Kopf.

„Ich werde dich mitnehmen, an einen Ort der nicht so weit weg ist von SF. Dort wirst du sicher sein und ich kann in diesem Fall auch sehr viel schneller bei dir sein, sollte irgendetwas passieren, als wenn du hier bleibst! Denn ich werde dich NICHT verlassen!“ er starrte ihr jetzt in die Augen, seine Pupillen veränderten langsam ihre Farbe. Dass sie das auch nur denken konnte, dass er sie - nach allem was er für diese Frau getan hatte, für sie auf sich genommen hatte, nicht mehr zu ihr zurück kommen wollte oder würde, nagte an ihm. Er hatte wirklich gedacht, dass sie ihm inzwischen mehr vertraute!

„Ich habe immer gedacht, dass du das weisst. Dass du für mich eine ganz besondere Frau bist, bisher die einzige, bei der ich zugelassen habe, dass sie mein Herz berührt. Habe ich mich geirrt Lauren? Wenn du schon so schnell zweifelst? Obwohl ich alle Fakten offengelegt habe?“ er konnte es nicht zurückhalten, dieses verfluchte Gefühl, die Enttäuschung schlich sich in seine Gedanken.

„Hör zu, ich will nicht streiten. Dazu habe ich jetzt weder die Zeit, noch die Lust. Ich will aber, dass du verstehst, warum ich tue, was ich tue. Ich will nicht deine Billigung, und auch nicht deine Zustimmung, denn ich werde gehen, ob du nun willst oder nicht. Ich habe einfach keine andere Wahl!“ er seufzte erneut auf.

Das waren genau die ganz falschen Worte, das wusste er. Aber entweder sie begriff es jetzt und gewöhnte sich gleich daran, als wenn er sie dazu zwingen musste. Denn das wollte er eigentlich überhaupt nicht, das wäre auch wirklich die allerletzte Möglichkeit. Es wäre ihm viel lieber, wenn sie an dem Ort, der wirklich sicher war, und höchstens 3 Stunden von SF entfernt lag, auf ihn warten würde. Freiwillig, und nicht gezwungen.

Doch er wusste auch ganz genau, er würde es tun, sollte sie keine Einsicht zeigen. Sie war ihm einfach zu wichtig, selbst wenn er dadurch ein Versprechen brechen musste, sie niemals gegen ihren Willen durch Gedankenkontrolle zu etwas zu zwingen. Er würde lieber ihre Abneigung, ihren grenzenlosen Zorn und sogar ihren Hass akzeptieren, als zuzulassen, dass sie sich aus purer Sturheit und mit voller Absicht in Gefahr begab, wenn sie ihn begleitet.

„Lauren, es tut mir so leid, aber ich muss das jetzt sagen. Ich brauche und will deine Erklärung, dass du damit einverstanden bist, dass ich dich an einen sicheren Ort schaffe. Und ich brauche vorallem dein Versprechen, dass du besagten Ort NICHT verlassen wirst um mir zu folgen!“ nun stand er doch vor ihr, ragte wie ein Riese vor ihr auf. Er umfasste ihre Arme in einen starken Griff, hielt sie sanft aber fest in seinen Armen.

„Bitte versprich mir das, denn ich werde dich an dieses Versprechen binden. Brichst du es, dann…“ er schwieg, brachte es nicht über sich, es zu sagen.

„Bitte brich es einfach nicht!“

Bitte zwing mich nicht dazu! Zwing mich nicht der Böse zu sein. Nicht bei dir!

Doch er wusste es jetzt schon.
Sollte sie nicht akzeptieren, würde er tun, was getan werden musste!

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Re: before San Francisco

Beitrag von Lauren Hawk am So Mai 01 2016, 00:23

Lauren sträubte sich nicht gegen Miltons Umarmung. Sie war sehr froh, dass er sie in die Arme genommen hatte und fest hielt, denn ihre Knie waren bedrohlich weich geworden. Sie legte ihren Kopf an seine Brust und schloss die Augen, während ihre Finger über seinen Rücken strichen. Seine starken, harten Muskeln zeichneten sich deutlich ab und Lauren seufze leise auf. Sie fühlte sich so wohl, so sicher, in seinen Armen, dass sich sowohl ihr Köper wie auch ihr Geist augenblicklich zu entspannen begannen. Wie könnte sie monatelang auf das hier verzichten.

Ganz leicht schmiegte sie ihre Wange an seinen Oberkörper. Sie hielt die Augen weiterhin geschlossen, während sie leise zu sprechen begann.

„Milton, ich will mich doch auch nicht streiten. Das ist das Letzte, was ich will. Und ich verstehe dich. Ich verstehe, warum du all das tun musst. Warum du mich nicht mitnehmen kannst.“

Sie presste sich jetzt noch enger an Milton, als könnte sie ihn so aufhalten. Als könnte sie so verhindern, dass er sich jemals von ihr lösen könnte.

„Und ich weiss auch, dass du immer zu mir zurückkommen willst… ich vertraue dir, das weiss du doch. Voll und ganz. Das habe ich immer und das werde ich immer. Daran darfst du nie zweifeln.“

Nun hob sie den Kopf, um ihn direkt anzusehen. Sie blickte in seine Augen. Seine wunderschönen, kaffeebraunen Augen, welche sich jetzt zu verdunkeln begannen. Sie liebte es. Dieses Schauspiel bereitete ihr jedes Mal eine Gänsehaut. Und niemals hatte sie dabei Angst empfunden. So auch jetzt nicht.

Lauren versuchte sich an einem Lächeln, doch sie scheiterte kläglich.

„Dir vertraue ich Milton. Aber den Anderen nicht. Du weisst nicht, was dich dort erwartet… wie es dort sein wird…was du tun wirst müssen… ob du dann noch immer der Selbe bist… ob du …“

Sie schüttelte ganz leicht ihren Kopf.

„Ich kann nicht monatelang mit dieser Angst leben...“

Das konnte sie wirklich nicht. Sie zweifelte gar nicht daran, dass Milton zu ihr zurückkommen wollen würde. Sie glaubte ihm das ohne wenn und aber. Aber es bestand einfach nun Mal die Gefahr, dass er, Milton, so wie sie ihn kannte, nicht mehr der Selbe sein würde. Wenn er all das Blut sah, wenn er sich dem hingab, wenn sie nicht bei ihm war, um ihn zu erinnern. Dann würde dieser bestimmt nicht mehr zurückkommen. Zu einem Menschen. Zu ihr.

„Ich werde an diesen anderen Ort gehen, wenn du es möchtest. Das kann ich dir versprechen. Aber ich kann dir nicht versprechen, dass ich dort tatenlos auf dich warten werde. Dieses Versprechen kannst du mir nicht abnehmen.“

Lauren löste sich nun ganz leicht von ihm und machte einen Schritt rückwärts. Ihre Gedanken begannen wieder zu rasen. Die Vorstellung, irgendwo auf ihn zu warten, ohne zu wissen, wie es ihm ging, schnitt erneut wie ein scharfes Messer durch ihr Inneres. Sie würde nicht einmal wissen, ob er noch am Leben war. Sie würde das nicht durchstehen. Und schon gar nicht ein paar Monate.

„Wie soll ich das schaffen Milton?“

Sie wollte das einfach nicht. Sie wollte nicht ohne ihn sein. Sie wollte nicht monatelang dieses Gefühl der Leere in sich spüren. Verzweifelt sein und voller Angst und Ungewissheit. Sie würde daran zerbrechen.

Lauren fasste einen Entschluss.

„Milton, ich verstehe dich. Ich verstehe es. Deine Entscheidung. Und ich möchte dir diese Entscheidung nicht noch schwerer machen, als sie ohne hin schon ist.“

Sie brachte jetzt noch einen Schritt Distanz zwischen ihnen und ergriff seine Hände. Ihr Kopf wanderte in den Nacken, damit sie ihm weiterhin in die Augen blicken konnte.

„Aber du musst verstehen, dass ich damit über Monate hinweg nicht leben kann. Und deshalb werde ich dich jetzt um etwas bitten, von dem ich hoffe, dass du es mir erfüllst.“

Sie schluckte.

„Diese Bitte ist egoistisch, ich weiss. Aber ich weiss keine andere Lösung…“

Ihre Finger verkrampften sich um seine Hände. Aber ihre Augen blieben trocken, obwohl fest damit gerechnet hatte, dass die Tränen nur so runterströmen würden.

„Nimm mir die Erinnerung! Nimm das alles von mir. Verbanne es. So lange du damit beschäftigt bist, dein Kind zu retten, solange du nicht wieder bei mir sein kannst, will ich mich nicht erinnern. Will ich nicht mit dieser Angst und Verzweiflung leben.“

Ihre Stimmte bebte.

„Bitte Milton….“

Lauren wusste nicht, wie Milton auf ihre Bitte reagieren würde. Sie hatte absolut keine Ahnung. Aber es war die einzige Möglichkeit, der einzige Ausweg aus ihrer Misere, den sie sah. Auch wenn es ihr das Herz brach.



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Re: before San Francisco

Beitrag von Milton Cornwall am So Mai 01 2016, 00:23

Milton war erleichtert und gleichzeitig auch wieder nicht. Dass sie ihn verstand, dass sie akzeptierte dass er keine andere Wahl hatte und dass sie sich nicht dagegen sträubte war Balsam für ihn und seine Sorgen wurden etwas weniger.

Aber ihre Bitte ihr die Erinnerung zu nehmen, an ihn, an alles was sie beide ausmachte, war etwas völlig anderes. Das ging nicht so einfach. Für eine solche Prozedur müsste er Risiken eingehen, Risiken die ihr Leben wirklich gefährden könnten.

„Lauren…“ er streich mit seinem Daumen über ihre Hand.

Natürlich verstand er ihren Standpunkt, dass ihr das auf ihn warten unerträglich erschien. Und das sie sich sorgen um seine Menschlichkeit, den Rest den er dank ihr noch besaß, machte. Aber trotzdem…

„Das geht nicht so einfach, bei dir schon gar nicht. Ich kann dir nicht einfach so die Erinnerung nehmen, würde ich das tun, wäre es vorbei. Du würdest deine Erinnerung niemals wieder bekommen, du würdest mich nicht mehr kennen, nichts wissen was mit uns passiert ist – es wäre alles für immer weg!“ er seufzte vernehmlich.

„Du hast von mir getrunken Lauren, mein Blut ist in deinem Kreislauf. Selbst wenn ich deine Gedanken löschen würde, würde mein Blut dich an mich erinnern. Dafür bin ich leider schon etwas zu alt, als dass mein Blut in dir keine Wirkung auf dich hätte. Du kannst mich fühlen, du träumst von mir, du weisst wenn ich in deiner Nähe bin und ich fühle dich genauso!“ er streich ihr eine Strähne aus dem Gesicht.

„Um dir deine Erinnerung an mich komplett zu nehmen, alles was mich ausmacht zu löschen, müsste ich dich ausbluten!“ er verzog kurz den Mund. Das wollte er ihr nicht zumuten.

Natürlich… alleine bei dem Gedanken daran, ihr süßes Blut wieder zu schmecken, lief ihm das Wasser im Mund zusammen. Aber der Gedanke sie ausbluten zu lassen, sie bis an die Schwelle des Todes auszutrinken und sie dann zu manipulieren – das war ein hervorragender Appetitzügler!

„Und selbst dann… selbst dann kann ich nicht garantieren, dass die Erinnerung an mich komplett weg ist. Mein Blut ist stark und es ist noch nicht so lange her, dass du getrunken hast. Und das waren mehr als nur ein paar Tropfen!“ er musste lächeln, als sich Laurens Blick bei diesen Worten und der Erinnerung daran etwas verschleierte. Sie hatte es mindestens genauso genossen, wie er selbst! Doch er rief sich zur Raison.

„Lauren, es besteht die Möglichkeit, dass du mich, selbst wenn ich dich durch Gedankenmanipulation dazu bringe, nicht vergessen kannst! Vielleicht für einige Zeit, vielleicht auch mehr, aber die Erinnerungen werden wieder kommen. Und ich kann dir auch nicht garantieren, dass sich deine Erinnerungen an meinen Zeitplan halten!“ er verzog die Lippen zu einem freudlosen Lächeln und nahm sie wieder in die Arme. Er drückte ihr einen Kuss auf den Scheitel und schloss dann die Augen, gab ihr die Zeit diese ganzen neuen Informationen zu verdauen.

So standen sie für eine kurze Weile, genossen einfach nur die Gegenwart des anderen. Doch Milton musste zu einer Entscheidung kommen. Und zwar bald!

„Es tut mir leid Schönheit, ich würde dir das Ganze gerne ersparen. Die einzige zusätzliche Möglichkeit, die ich sehe, ist Magie!“ ihre Reaktion auf diese Worte war heftiger, als er erwartet hätte. Sie löste sich aus der Umarmung und starrte ihn erst mit großen Augen an, dann verengte sie diese.

„Magie? Was für eine Art von Magie meinst du Milton?“ instinktiv hatte sie eine ablehnende Haltung angenommen und Milton wusste auch warum. Er konnte nicht anders, er musste einfach grinsen. Doch dann schüttelte er den Kopf.

„Keine Sorge, ich meine damit nicht SIE! Diese Person kommt mir nie wieder auch nur in deine Nähe! Was Damon an ihr findet ist mir schleierhaft, aber gut, darum geht es hier jetzt nicht. Nein, ich meine eine wirkliche Hexe, eine die ich schon sehr lange kenne und die mir noch einen Gefallen schuldig ist. Sie könnte es mit Magie schaffen, dass wenn wir uns tatsächlich dazu entscheiden, dir deine Erinnerung auf diese Art und Weise zu nehmen, auch wenn sie mir nicht gefällt, und auch wenn es nur vorübergehender Natur ist, dann kann sie uns helfen!“ er ging im Kopf schon seine Möglichkeiten durch.

„Ein Trank müsste helfen. Ein Trank den du das erste Mal einnimmst, BEVOR ich deine Gedanken manipuliere, aber nachdem ich von dir getrunken habe. Ich habe das schon einmal gesehen. Bei regelmäßiger Einnahme, würde die Magie dich dann davor schützen, dass meine Manipulation für immer ist, aber sie würde deine Gedanken einfach wegsperren. Nicht gelöscht, sondern stell dir einfach eine Truhe vor, in die deine Erinnerungen gelegt werden. Eine verschlossene Truhe in deinem Kopf, wo alle Erinnerungen an mich sicher verwahrt sind, aber du hast keinen Schlüssel um sie zu öffnen!“ Bilder und Erinnerungen tauchten vor seinem inneren Auge auf und langsam keimte doch ein kleiner Funken Hoffnung in ihm auf. Lauren würde sich wieder an ihn erinnern, vorausgesetzt dass sein Plan funktionierte!

„Wenn ich mich recht erinnre, dass muss ich die Hexe aber noch mal genau fragen, könnten deine Erinnerungen dann wieder aufleben, wenn du den Trank absetzt!“

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Re: before San Francisco

Beitrag von Lauren Hawk am So Mai 01 2016, 00:23

auren entspannte sich etwas in Miltons Umarmung und dachte über all das nach. Bei dem Wort Magie war sie zusammenzuckt und war im nächsten Moment so froh, dass Milton die Sache mit DIESER Hexe genauso sah wie sie. Lauren würde es ebenfalls nie zulassen, dass SIE sich in diese Sache einbrachte. Lauren wusste, dass diese Hexe die Situation nur ausnützen würde, um das durchzusetzen, was sie schon immer wollte.

Die Sache mit dem Ausbluten war eine Andere. Lauren würde lügen, wenn sie behaupten würde, dass ihr das keine Angst machte. Es jagte ihr sogar eine Heidenangst ein. Aber hatte sie eine andere Wahl? War diese Entscheidung richtig? Sie wusste es nicht. Doch es spielte keine Rolle, ob dies richtig oder falsch war. Es war die einzige Möglichkeit. Nicht nur, dass Lauren mit dieser Angst und der Leere nicht leben konnte. Sie wollte auch nicht, dass sich Milton um sie sorgte. Sie wollte nicht, dass er von seiner Aufgabe abgelenkt war. Und das würde er ohne Zweifel sein, denn sie konnte ihm das Versprechen, welches er von ihr haben wollte, nicht geben. DAS würde sie ihm aber nicht sagen.

Lauren wandte sich von ihm ab und schritt zum Fenster. Sie schlang ihre Arme um ihren Oberkörper und starrte nach draussen, den Kopf voller Gedanken.

Sie stand eine Weile schweigend da, bevor sie mit leiser Stimme sprach.

„Du müsstest unsere Blutsverbindung trennen?“

Man konnte den Schmerz des Verlustes in ihrer Stimme hören. Daran hatte sie nicht gedacht. Sie hätte nicht gedacht, dass dieses Band, dieses Blutband, zwischen ihnen getrennt werden müsste. Die Vorstellung, ihn nicht mehr in ihr zu spüren, sein Echo wie ein Widerhall in ihr zu fühlen, war beinahe so unerträglich, wie die ganze Situation an sich.

Lauren seufzte tief durch.

„Milton, du musst verstehen, dass ich das eigentlich gar nicht will. Ich möchte dich nicht vergessen. Ich möchte nichts von all dem vergessen, was wir haben… was wir miteinander teilen…und ich möchte auf gar keinen Fall unsere Blutsverbindung löschen… aber wenn es die einzige Möglichkeit ist…“

Langsam ließ sie Arme sinken und wandte sich zu ihm um.

„Ich weiss, ich bin egoistisch… so etwas von dir zu verlangen. Es tut mir so leid... Es ist nur, weil ich soviel für dich empfinde… „

Sie brach ab. Lauren musste ihm das nicht alles nochmals erklären. Er verstand es und er war bereit ihr diese Bitte zu erfüllen.

„Und wenn du sagst, es gibt diese Möglichkeit, meine Erinnerungen auf Zeit zu verbannen… und du dieser Hexe vertraust…“

Sie rang nach Worten. Ihre Kehle war zu geschnürt, so dass ihr das Sprechen sehr schwer fiel. Ausserdem raste ihr Herz in einer ungesunden Geschwindigkeit. Sie musste einfach diesen Weg gehen. Es gab keine andere Möglichkeit. In ihrem Leben waren so viele schreckliche Dinge passiert, dass sich Lauren sicher war, einen weiteren Verlust nicht überleben zu können.

„… dann bin ich dafür bereit. Dann nimm mein Blut. Nimm soviel wie nötig… und manipuliere meine Gedanken.“

Lauren schloss kurz die Augen. Sie war so voller Angst, Sorge und Verzweiflung.

„Ich vertraue dir. Ich weiss, du hörst rechtzeitig auf.“

Wie zur Bestätigung ihrer Worte lächelte sie ihn an. In dieser Angelegenheit hatte Lauren keine Bedenken. Sie würde jederzeit ihr Leben in Miltons Hände legen, ohne vorher auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken.

„Aber, woher weiss ich dann, wann es Zeit wird, mit diesem Trank aufzuhören Milton? Woher werde ich es wissen, dass es Zeit ist, dass du wieder zu mir zurückkommst?“

Und wenn du nie wieder zu mir zurückkommst, werde ich nie wissen, dass es dich jemals in meinem Leben gegeben hat...

Sie sah ihn direkt an. Sie betrachtete ihn. Saugte sein Bild in sich ein. Oh Gott, sie wollte ihn nicht vergessen… gar nichts wollte sie vergessen. Aber dies war der einzige Weg, den sie gehen konnte. Ausserdem war Lauren sehr wohl bewusst, dass dies die letzen Stunden ja vielleicht sogar die letzten Minuten waren, die sie SO zusammenverbrachten. Und danach würde nichts mehr so sein, wie es war.

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Re: before San Francisco

Beitrag von Milton Cornwall am So Mai 01 2016, 00:24

Lauren Hawk schrieb:„Du müsstest unsere Blutsverbindung trennen?“
Er seufzte.

„Ja, anders geht es nicht. Und glaub mir, ich will es genau so wenig wie du. Aber ich kann es nicht riskieren, dass du meine Emotionen spürst, wenn du dich nicht an mich erinnern kannst!“ er verzog das Gesicht.

Lauren Hawk schrieb:„ „Milton, du musst verstehen, dass ich das eigentlich gar nicht will. Ich möchte dich nicht vergessen. Ich möchte nichts von all dem vergessen, was wir haben… was wir miteinander teilen…und ich möchte auf gar keinen Fall unsere Blutsverbindung löschen… aber wenn es die einzige Möglichkeit ist…“
„Wenn es einen anderen Weg geben würde, würde ich ihn  gehen. Aber, solange die Sache in San Franzisco nicht geklärt ist...“ er schwieg, dann zog er sie an sich und presste seine Lippen kurz auf die ihren. Es kotze ihn so an, er wollte sie nicht dazu bringen ihn zu vergessen, ihre gemeinsame Vergangenheit war wichtig. Sie hatte sie beide zu dem gemacht, was sie waren, sie sie jetzt waren. Ärger machte sich in ihm breit, Frust und Zorn und doch… es war nicht zu ändern!

Lauren Hawk schrieb:„ „Ich weiss, ich bin egoistisch… so etwas von dir zu verlangen. Es tut mir so leid... Es ist nur, weil ich soviel für dich empfinde… „
„Und wenn du sagst, es gibt diese Möglichkeit, meine Erinnerungen auf Zeit zu verbannen… und du dieser Hexe vertraust…“

„… dann bin ich dafür bereit. Dann nimm mein Blut. Nimm soviel wie nötig… und manipuliere meine Gedanken.“

„Ich vertraue dir. Ich weiss, du hörst rechtzeitig auf.“[/quote]
Er sah sie an, seine tapfere, wunderschöne Frau, seine starke Lauren. Er hatte es schon immer gewusst. Man konnte sie biegen, aber sie würde niemals brechen. Seine Gefährtin!

„Ich würde nicht sagen, dass ich Lola zu 100 % vertraue, aber sie schuldet mir noch einen Gefallen. Und sie kennt mich! Sie wird uns den Gefallen tun und die Tränke herstellen, sei unbesorgt!“ er strich ihr eine Strähne hinters Ohr.

„Was das trinken angeht… wir werden einen Ort finden, wo du dich wohl fühlst. Ich werde dafür sorgen, dass du keine Schmerzen hast, es wird nicht schlimm für dich sein!“ sein Gesicht zeigte bei diesen Worten keine Regung.

Denn auch wenn es für sie schmerzfrei sein würde, so war es für ihn doch alles andere als einfach. Es war Jahre her, dass er jemanden bis zur Grenze ausgesaugt hatte - und er hatte immer Gründe dafür gehabt es nicht so weit zu treiben. Er hatte seine Natur nie verleugnet, hatte er nie, würde er nie. Aber das Verlangen zu unterdrücken wenn er mehr als nötig trank, die Lust auf mehr zu bändigen, war alles andere als einfach. Vorallem wenn das Blut auch noch so süß war wie ihres.

„Ich werde aufhören, wenn es an der Zeit ist. Ich verspreche es dir!“

Lauren Hawk schrieb:„ „Aber, woher weiss ich dann, wann es Zeit wird, mit diesem Trank aufzuhören Milton? Woher werde ich es wissen, dass es Zeit ist, dass du wieder zu mir zurückkommst?“
Ich werde es dich wissen lassen, wenn nicht ich persönlich, wird es eine Person meines Vertrauens machen. Lauren… ich weiss nicht wie lange es dauert, und ich werde dir nichts versprechen, was ich nicht halten kann. Wir müssen abwarten, das wird eine Probe für unsere Beziehung sein!“ sein Griff um sie wurde fester und er vergrub seine Lippen in ihrem Haar.

„Aber wir werden es über überstehen. Wir beide werden wieder zusammen sein, wenn die Zeit gekommen ist. Und dann… niemals wieder getrennt!“ Er hoffte sehr, dass seine Worte der Wahrheit entsprachen, die Zukunft würde es zeigen. Er löste sich von ihr und straffte sie Schultern.

„Ich werde die Hexe aufsuchen und alles in die Wege leiten. Das wird vielleicht ein paar Tage dauern, aber sie wird uns helfen. Besser wäre es für sie! Wenn ihr etwas an ihrem Leben liegt, dann wird sie tun was ich will. Denn wenn nicht…

[Zeitsprung]

„Lauren?“ er fand sie im Wohnzimmer, als er hereinkam legte sie sofort die Zeitschrift weg, in der sie eben noch gelesen hatte, und sah auf.

„Wie ist es gelaufen?“ ihre blauen Augen sahen ihn fragen aber auch etwas sorgenvoll an. Er hob einen kleinen Koffer hoch.

„Sie hat kooperiert!“ er stellte den Koffer auf dem Esstisch ab und öffnete ihn. Darin standen sauber und ordentlich aufgereiht und in Schaumstoff verpackt 50 Phiolen, gefüllt mit einer durchsichtigen Flüssigkeit. Lauren stand auf und kam zum Tisch.

„Du musst jeden Tag nach dem Aufstehen eine nehmen und in einem Zug austrinken. Der Trank ist völlig geschmacksneutral, vielleicht leicht süßlich!“ er nahm eine heraus und reichte sie ihr.

„Solange du dich daran hälst, werden deine Erinnerungen nicht zurückkehren!“ sie schwieg, nickte nur und stellte die Phiole wieder zurück.

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Re: before San Francisco

Beitrag von Lauren Hawk am So Mai 01 2016, 00:27

Lauren hörte Milton zu, während sie sich dichter an ihn drängte. Sie seufzte. Das alles war echt so verdammt schwer.


Milton schrieb: „Was das trinken angeht… wir werden einen Ort finden, wo du dich wohl fühlst. Ich werde dafür sorgen, dass du keine Schmerzen hast, es wird nicht schlimm für dich sein!“

Lauren schloss bei diesen Worten die Augen und schmiegte ihre Wange an Miltons Brust. Sie sollte dabei Schmerzen haben. Es sollten die größten Schmerzen sein, die sie jemals erlebt hatte. Sie verdiente es nicht anders. Wie konnte diese egoistische, selbstsüchtige Bitte denn sonst vergolten werden? Milton hatte ihre Bitte einfach so angenommen. Ohne wenn und aber. Lauren war durchaus bewusst, dass Milton das eigentlich nicht wollte, dass es ihm zu wider war. Aber er wollte es ihr erfüllen. Weil es sich Lauren wünschte. Milton musste die drei Worte nicht sagen. Dies hier bewies seine Gefühle für sie um so viel mehr, als die Worte „Ich liebe dich“.

„Ich möchte, dass es hier geschieht Milton.“

Sie hob den Kopf und sah ihm direkt in die Augen.

„Es soll hier passieren, ins unseren vier Wänden. Hier fühle ich mich wohl und sicher!“


Das hatte sie schon immer. Milton Manor war ihr zu Hause geworden. Und selbst zu der Zeit, als sie hier noch nicht gewohnt hatte, war dies Haus schon immer ihre Zuflucht gewesen. Selbst damals, als ihr Ehemann, der edle Dr. Christian Troy, ihr eröffnete hatte, dass er ein Werwolf sei, war sie hierher geflüchtet. Zu Milton. In sein Heim. Sie war zu ihm gelaufen, zu ihrem Freund Milton. Und er hatte sie zu sich genommen, war für sie da. Hatte ihr zugehört. Hatte sie verstanden. Hier, in diesem Haus, hatten sie sich zum ersten Mal geliebt. Auch wenn Lauren zu der Zeit noch immer mit Christian verheiratet war und in Milton nur einen Freund gesehen hatte. Er hatte ihr damals den Schmerz genommen, hatte ihr wieder neue Kraft eingehaucht. Wenn Lauren ehrlich zu sich war, hatte sie damals, nach dieser ersten gemeinsamen Nacht, bereits gewusst, wie die Sache ausgehen würde. Sie wollte es sich lange nicht eingestehen. Aber gewusst hatte sie es schon damals. Sie hatte nur so große Angst. Nur irgendwann konnte sie sich einfach nicht mehr wehren gegen all die Gefühle, die sie für Milton entwickelt hatte. Und sie hatte den Schritt gewagt mit dem Risiko, alles zu verlieren.

Hastig verdrängte sie diese Gedanken. Jetzt war keine richtige Zeit, um in Erinnerungen zu schwelgen. Sie musste sich konzentrieren. Noch immer konnte sie einen Rückzieher machen. Noch immer konnte sie ihre Meinung ändern. Aber Lauren tat es nicht. Dies war der einzigmögliche Weg, und sie musste ihn gehen.


Milton schrieb: „Ich würde nicht sagen, dass ich Lola zu 100 % vertraue, aber sie schuldet mir noch einen Gefallen. Und sie kennt mich! Sie wird uns den Gefallen tun und die Tränke herstellen, sei unbesorgt!“

Lauren war davon überzeugt, dass diese Hexe Milton diesen Gefallen tun würde. Denn wenn sie Milton tatsächlich etwas schuldig war, würde sie alles tun, um seine Anfrage zu erfüllen, wenn ihr ihr Leben lieb war. Milton war gegenüber Lauren immer sanft gewesen, hatte ihr nie Angst gemacht. Aber Lauren wusste nur zu genau, was Milton war. Und jeder würde gut daran tun, Milton nicht zu verärgern.

Leicht nickte sie zu Miltons Worten. Dann küsste sie ihn sanft auf den Mund, bevor sie die Türe anstarrte, durch die er verschwand.

ZEITSPRUNG


Die Zeitschrift, die Lauren in den Händen hielt, schaffte es nicht mal ansatzweise Lauren abzulenken. Lauren war bis aufs Äußerste angespannt. Milton war zu dieser Hexe gegangen, um alles Notwendige in die Wege zu leiten. Seine letzten Worte schwirrten durch ihren Kopf.


Milton schrieb: „Aber wir werden es über überstehen. Wir beide werden wieder zusammen sein, wenn die Zeit gekommen ist. Und dann… niemals wieder getrennt!“

Lauren hoffte so sehr, dass er recht behielt. Sie bettete darum, dass dann alles wieder so sein würde, wie es war. Und vorallem, dass sie dann tatsächlich nie wieder getrennt werden würden.
Sie schloss die Augen, als sie plötzlich ein Kribbeln in ihren Adern spürte. Noch bevor er ihren Namen aussprach, hatte sie ihn gespürt, hatte gewusst, dass er zurück war. Und das würde bald vorbei sein. Bald würde sie nichts mehr spüren. Würde nichts mehr wissen. Diese Gewissheit schnürte ihre die Kehle zu.

Langsam erhob sie sich, nahm eine Phiole in die Hand und betrachtete diese. Die Flüssigkeit war klar und schimmerte leicht im Sonnenlicht. Das hier würde also das schaffen, was sie sich wünschte und gleichzeitig gar nicht wollte. Sie legte das Fläschchen in den Koffer zurück und seufzte. Ihr Blick huschte dann über den gesamten Inhalt.

„50?“ fragend wandte sie sich an Milton.

„Das sind fast 3 Monate Milton.“

Lauren erschauderte und schlang die Arme um ihren Oberkörper.

„Wird es tatsächlich so lange dauern? So lange?“

Ihre Stimme zitterte. Ihr Körper war angespannt. Und sie wusste, dass die Zeit drängte. Sie hatte ihre Entscheidung getroffen. Es gab kein zurück.

„Milton, es wird Zeit…“


Sie blickte ihn an und konnte nicht verhindern, dass sich Tränen in ihren Augen bildeten.

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Re: before San Francisco

Beitrag von Lauren Hawk am So Mai 01 2016, 01:39


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