Miltons anschließende Suite

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Miltons anschließende Suite

Beitrag von Milton Cornwall am Mo März 07 2016, 11:13





Er betrachtete mal wieder schweigend die nächtliche Stadt und sah doch nur sie vor seinen Augen. Blaue Augen, weise Haut, blonde Haare, volle Lippen, zierliche Statur. Sie war so klein und innen drinnen doch so groß.



Und er hatte sie zurücklassen müssen, weil… es nicht anders gegangen war.

„Milton, hör auch damit. Du starrst schon wieder!“ die Stimme seine Freundes holte ihn aus seinen Gedanken und langsam drehte er sich herum um Damon dann direkt in die Augen zu sehen.

„Ist sie gut versorgt? Hat sie alles was sie braucht?“ waren die einzigen Fragen, die ihn momentan interessierten. Damon nickte.

„Ihr geht es gut, um sie musst du dich nicht weiter kümmern!“ Milton zog die Brauen zusammen. Genau DAS war das Problem. Er konnte sich momentan nicht um sie kümmern, nicht für sie da sein.

Das würde Damon übernehmen – und er würde es gut machen. Darüber machte er sich ja auch keine Sorgen. Er kannte Damon lang genug.

Trotzdem…

„Was ist mit dem Zauber?“ Damon verzog nur den Mund und winkte ab.

„Erledigt. Sie wird jeden Tag ihren Trank nehmen, solange wie es eben dauert, bis du wieder da bist!“ Milton neigte den Kopf. So war es am besten, es ging einfach nicht anders.

Aber es kotze ihn an, alles kotze ihn an! Er hatte so lange mit seinem Schicksal gehadert, versucht eine andere Lösung für dieses Problem zu finden, wo es doch keine andere gab. ER musste fort! Er musste diesen Job erledigen! ER und kein anderer - ob er wollte oder nicht!

Und so hatte er sie schließlich doch eingeweiht, gehofft, dass sie ihn verstehen würde. Das hatte sie nicht…


__________________________________________________________________________________________________________

Alleine steht er auf einer dunkeln Terrasse und starrt in die Dunkelheit hinaus.
Die Skyline von San Francisco glitzert in der Nacht.
Er hasst und liebt diese Stadt.

Sie hat ihn hergebracht wegen der Familie.
Und sie hat ihn weggezerrt von der Liebe.
Er kann weder ohne das eine noch das andere.
Aber einen Spagat auf die Dauer überlegt er nicht.

Er vermisst sie so sehr.
Und doch wird er hier gebraucht.
Sogar sehr.

Sein Kind
Und seine Frau.

Warum kann er nicht beides haben?

Sein Vater hat gesagt, dass er geduldig sein muss.
Dass sich alles schon regeln würde.
Was weiss er schon?
Der Mann ist schon so alt und doch in dieser Hinsicht so absolut unwissend.

Und doch hat er Recht.
Hat er ja immer.
Das hat sich auch über die Jahrhunderte hinweg nicht geändert.
Und es ist ja nicht so, dass er ihm nicht vertraut.
Das tut er – das tut er wirklich.

Aber… wie lange wird das hier noch gehen?
Sein Kind hat sich inzwischen wieder gefangen.
Seine Gegenwart hat ihm gut getan.
Die vielen Gespräche, die gemeinsame Zeit.
Die Nähe, das Gefühl nicht alleine zu sein auf der Welt.

Er weiss genau, wie sein Kind sich gefühlt hat.

Er würde ihn so gerne mitnehmen.
Ihm alles zeigen.
Ihn reifen sehen.
Aber er weiss, sein Sohn muss seinen eigenen Weg gehen.

Er ist nicht bereit für die große Welt.
Noch nicht.
Möglicherweise 70 oder 80 Jahren.
Naja... vielleicht auch in 100.

Für seinen Sohn ist es nur Zeit.
Zeit ist relativ.
Zumindest für einen seiner Art.

Aber für ihn ist Zeit sehr wichtig.
Und er verschwendet gerade Zeit.
Ihre gemeinsame Zeit.

Zeit sie sie nicht immer haben werden.
Sie ist ein Mensch, sie haben höchstens 90 Jahre zusammen.
Und er ist noch nicht bereit sich mit einer anderen Konsequenz auseinander zu setzen.

Er möchte sie gerne menschlich behalten.
Ihre Menschlichkeit hält ihn im Rahmen.
Alleine dadurch, dass sie so ist, wie sie ist.
Alleine dadurch, hat sie ihn an sich gefesselt.
Mit ihrer Menschlichkeit, Güte und Vertrauen.

Wenn er sie verwandelt, wird sie anders sein.
Vielleicht sogar noch besser.
Vielleicht sehr viel schlimmer.
Er weiss es einfach nicht.

Kann nur von seinem eigenen Schicksal auf das ihre schließen.
Und DAS würde er ihr niemals antun wollen.
Nicht diese Hölle, durch die er selber gehen musste.

Sie soll nicht grausam werden, wie er es war.
Er will nicht, dass sie Geschmack am Töten bekommt.
Sie soll nicht den gleichen Weg gehen, wie er.

Sie soll so sanft und liebreizend bleiben wie jetzt.
So wunderbar sterblich und doch so stark.
Sie soll im Licht bleiben.
Nicht in die Dunkelheit.

Aber…er hat Angst davor, dass sie genau das von ihm verlangen wird.
Dass sie das von ihm fordern wird.
Was wird sie tun, wenn er ihr diesen allerletzten blutigen Kuss verweigert?
Sie wird akzeptieren, wenn sie keine andere Wahl hat.

Das Problem ist nur, sie hat eine.
Sie ist in der Lage, ihn zu zwingen.
Er weiss dass sie das kann.

Nun… okay im Moment nicht.
Denn sie erinnert sich ja momentan nicht an ihn.

Und ja, er gibt zu, dass er für eine kurze Phase überlegt hat.
Abgewogen hat, es bei diesem Zustand zu belassen.
Sie ihr Leben ohne ihn leben zu lassen.
Sie wäre frei.

Aber er kann‘s nicht.
Er weiss, er ist ein egoistischer Bastard.
Und er hat sie nicht verdient.
Aber so ist es eben!

Er ist einfach nicht bereit, sie herzugeben.
Er kann‘s und er will‘s einfach nicht!

Er will sie wieder haben.
Er will sie wieder in seinem Mund schmecken.
Er will sie wieder in seinem Blut spüren können.

Er will wieder in seine Arme nehmen.
Er will sie festhalten und sich lebendig fühlen.

Er will mit ihr lachen.
Und sich streiten.
Und sich versöhnen.

Doch das kann er erst alles haben, wenn sein Aufenthalt hier beendet ist.
Wenn sein Vater ihn gehen lässt.
Oder wenn das Schicksal ein Einsehen mit ihm hat.

Bei seinem Glück… wird er wohl noch eine Weile hier bleiben müssen.

Aber lange wird er nicht mehr warten.
Das weiss er, das weiss auch inzwischen sein Sohn und das weiss auch sein Vater.
Eine kurze Weile noch wird er geduldig sein.

Sein Handy klingelt, reißt ihn aus seinen Gedanken.

„Ja?“
„Komm heute Abend in mein Büro! Ich habe eine Überraschung für dich!“
„Alles klar!“

Der Anrufer legt auf.

Wenn man vom Teufel spricht.
Das eben war sein Vater.
Und dieses Gespräch ist typisch für ihn.

Kurze Ansagen, Fakten und Befehle.
Ganz wie der Chef von San Francisco, der er eben ist!

Nun gut, er wird diesem Befehl Folge leisten.
Vielleicht hat das Schicksal ja doch sehr viel eher ein Einsehen mit ihm, als er dachte.

Das Display seines Handys leuchtet erneut auf.
Er hat eine SMS

Ebenfalls kurz.
Ebenfalls prägnant.

“Short update. Seth is in town. And she never does anything without a reason. See you soon buddy! Damon.”

Seine Lippen verziehen sich zu einem wilden Grinsen.
Er antwortet ebenso kurz

“Thanks for the warning. Until very soon buddy!”

Er steckt das Handy weg und strafft die Schultern.
Das Schicksal schickt ihm eine Walküre.
Er freut sich schon auf das Wiedersehen!


Zuletzt von Milton Cornwall am So Mai 01 2016, 00:18 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Miltons anschließende Suite

Beitrag von Milton Cornwall am Mo März 07 2016, 11:34

So viel Zeit ist inzwischen vergangen. Unter Umständen könnte man sagen, sie wäre verschwendet. Aber wirklich nur unter Umständen. Denn es ist so gekommen, wie es kommen sollte, wie es musste. Und ändern kann ich es auch nicht mehr. Selbst wenn ich könnte, ich würde wahrscheinlich nicht.

Vielleicht war diese Auszeit nötig, für beide Seiten.

In Menschenjahren gesehen ist diese vergangene Zeit eine Ewigkeit, für mich und meines-gleichen… nur ein Augenblick, ein Wimpernschlag, nur ein Luft holen.

Doch jetzt bin ich fertig!

Jetzt habe ich meine Aufgabe hier beendet und mein unangemeldetes Abholkommando ist eingetroffen. In Form einer Walküre, einer sehr alten und sehr anstrengenden Walküre.

Nicht nur, dass sie einfach so – wie es wohl schon ihre Art ist – wieder in mein Leben (oder soll ich es eher Unleben nennen?) reinplatze, nein sie eröffnete mir auch noch gleich 3 wei-tere Tatsachen, von der eine schlimmer war als sie andere.

1. Sie ist hier, um mich abzuholen! Schön, so weit so gut. Aber ich habe nicht darum gebeten „abgeholt“ zu werden.

2. Sie ist, wenn man es von der Abstammung jetzt mal nicht sooo genau sieht, mehr oder weniger meine ja… Oma. Wow selbst wenn ich nur daran denke, komme ich bei Seth und dem Wort Oma einfach nicht klar!

Aber es ist wahr. Sie hat meinen Vater, bzw. meinen Erschaffer aufgezogen, erzogen und ihm, so krass das auch klingen mag und so seltsam das auch ist, San Francisco als „seine Stadt zum Spielen & erwachsen werden“ überlassen.

Damals war diese heutige Riesenstadt nur ein Dorf, die Menschen noch sehr weit davon entfernt, fortschrittlich zu sein. Damals war ich gerade 245 Jahre alt, eine schöne runde Zahl. Zwar schon eine Weile dabei, aber immer noch weit davon entfernt „Alt“ zu sein. In Vampir-jahren war ich gerade mal so den 20ern entwachsen und ging stark Richtung 30.

Wie Seth damals wohl ausgesehen hat, so um das Jahr 1776? Schwarz weise Haare im 17. Jahrhundert hatte sie wahrscheinlich eher nicht! Und Hosen hatte sie mit Sicherheit auch keine an. Wahrscheinlich ein enges dunkles Kleid, die Haare blond oder brünett passend zur Zeit hoch gesteckt, jede Menge versteckter Waffen und eine ganze Traube an Bediensteten, Menschen und Verehrern um sich herum.

Ich sehe sie beinahe vor mir. Damals kannten wir uns noch nicht, offensichtlich war sie in meiner Jugend schon uralt. Kaum vorzustellen wie lange sie schon auf dieser Erde lebt bzw. sollte ich in ihrem Fall eher existiert sagen.

Ich für meinen Teil bin heute froh, dass ich ihr damals nicht begegnet bin. Sie hätte mir wirk-lich Ärger machen können, vorallem hätte sie mir meinen damaligen Lebensstil niemals durchgehen lassen.

Damals nahm ich es noch nicht so genau mit Verantwortung, ich war mir selbst genug. Ich denke gerne an diese Zeiten zurück, damals ging vieles sehr viel schneller und vieles war viel einfacher als heute. Das war es eine sehr wilde Zeit, in allem gab es eine Spur mehr „sehr“. Sehr intensiv, sehr heftig, sehr grausam, sehr egoistisch, sehr lasterhaft, sehr viel Sex, sehr eingebildet, sehr viel Blut und vorallem sehr viel angestaute Energie!

Ich machte mir damals nicht einmal ansatzweise Gedanken dass mich jemand aufhalten könnte. Ich fühlte mich wie unverwundbar, wie Superman würde ich heute sagen. Ich kam, trank, fickte, kämpfte, liebte, schlief, lebte und tötete wo ich eben gerade war. Wenn es mir an diesen Orten gefiel, dann blieb ich dort. Ob es den Menschen, die dort lebten Recht war, war mir herzlich egal. Wenn sie mir gefielen nahm ich sie mir, wenn sie sich beschwerten, machte es mir erst Recht Spaß. Ein Nein gab es bei mir nicht, die die nicht wollten, wurden entweder erst recht hart rangenommen, vertrieben oder sogar getötet. Wahrweise auch alles hintereinander, vielleicht nicht in dieser Reihenfolge.

Ich bin nicht stolz auf den Mann, den Vampir, der ich damals war, aber ich war jung und die Welt und ihre Bewohner waren mein Spielplatz und mein Spielzeug. Es dauerte eine Weile und einige Versuche mich umzubringen, bis ich zumindest bis zu einem bestimmten Punkt, diese Lebensweise einstellte.

Ich mag es immer noch zu spielen. Ich liebe noch immer den Kitzel der Jagd, schätze be-stimmte Schmerzen wie einen guten Wein und bin offen für fast alles.

Aber ich hinterlasse nicht an jeden Ort wo ich bin oder war einen Berg von Leid, Leichen und Schmerz. Nicht mehr.

Doch ich schweife ab. Hier geht es momentan nicht um mich direkt, sondern um Seth, meine O…lassen wir das!

Wie gesagt, diese uralte Walküre tauchte urplötzlich bei meinem Vater und mir auf, eröffnete mir besagte Tatsachen Nr. 1 und 2 und dann kam der Hammer.

Sie führt jetzt eine Beziehung mit einem Kerl! Ich dachte am Anfang wirklich, sie verarscht mich. Aber nein! Ich meine… meine Reaktion ist nicht ganz unangemessen, schon alleine die Tatsache dass SIE eine Beziehung zulässt spricht Bände. Ich kenne Seth schon eine ganze Weile und kann deswegen mit Fug und Recht behaupten, dass sie nicht gerade der Beziehungstyp ist.

Eine kurze Weile lang hat sie es mit einem Halbgott versucht, hat allerdings nicht wirklich funktioniert wie ich gehört habe. Woran es lag weiss ich nicht, ich nehme an der Typ war ihr mit dem Kopf einfach zu sehr in den Wolken. Dass es nicht irgendein dahergelaufener Men-schenmann sein kann, auf den sie sich dann einlässt war mir schon klar, nein, wenn schon, denn schon, dann muss es schon ein Halbgott sein. Normal kann diese Walküre nicht, konnte sie noch nie! Das ist typisch für Seth!

Aber es kommt noch besser. Der Halbgott war also raus, wer bzw. was dann kam hätte mich wirklich beinahe umgehauen. Sie hat sich dem Augenschein nach mit einem alten Bekannten zusammengetan, aber nicht irgendeinem – Cedrik, dem ausgewachsenen Fabelwesen-verabscheuer. Wunderbar, sie eine Walküre, ein reinrassigeres Fabelwesen geht ja gar nicht mehr und ein… Mensch! Naja… später hat sich dann aber rausgestellt, dass der Fabelwe-senverabscheuer selbst ein Fabelwesen ist. Und zwar ein waschechter Berserker, wer hätte das gedacht eh?

Ich hab die beiden zwar noch nicht zusammen in Aktion gesehen, aber ich bin mir fast sicher, dass man nach alles was ich über diese beiden gehört habe, diese „Beziehung“ problemlos mit explosiv-chaotisch, streitlustig-versöhnlich, hart aber herzlich vorallem aber intensiv und notwendig bezeichnen kann.

Der Kerl kann ganz offensichtlich austeilen und einstecken, eine Eigenschaft die bei Sethe-reth notwendiger ist als sich entschuldigen zu können. Und ich dachte wirklich immer noch, der Kerl der es mit ihr aufnimmt muss nicht geboren, sondern gezüchtet werden!

Naja.. ich werde die beiden zusammen noch kennenlernen, den Berserker dann ganz genau unter die Lupe nehmen und dann werden wir sehen. Mein Urteil wird warten müssen!

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Re: Miltons anschließende Suite

Beitrag von Milton Cornwall am Mo März 07 2016, 11:35

Blutbund


Als ich sie zu ersten Mal sah, so schüchtern, so zart,
war es mir nicht klar, dass es die Eine sein könnte.

Die eine, der Nagel zu meinem Sarg,
der Dorn in meinem Fleisch,
und trotzdem der Schlüssel zu meinem Herzen.

Sie wusste was ich war.
Sie wusste was ich bin.
Sie kannte die Gefahr, das Risiko – und ließ sich trotzdem drauf ein.

Asche zu Asche.
Staub zu Staub.

Doch am besten ist reines unverfälschtes Blut.
Dickflüssig und noch warm schmeckt es am besten.

Ich wollte sie und sie wollte mich.
Warum also hätten wir warten sollen?

Eben, auf gar nichts!

Ich kostete sie.
Trank direkt aus der Quelle des Lebens – rein und unschuldig.
Ambrosia!

Doch noch nicht genug.
Es war eine sehr gewagte Entscheidung – das gebe ich zu.
Nach dem Vollzug des Blutkusses würde keiner von uns beiden zurück können.
Doch ich mochte es schon immer mit dem Feuer zu spielen.

Obwohl nur ein Mensch, so schwach, so eine kurze Lebensdauer,
so leicht zu töten, ließ ich mich trotzdem darauf ein.

Für Sie.
Wegen ihr.
Nur wegen ihr!

Warum auch nicht!
Sie ist was Besonderes - war sie schon immer!
Ich hatte mich entschieden.
Und ich stand zu meinem Wort.

Ein paar Tropfen meines Blutes gab ich ihr zu trinken.
Nur gerade so viel, damit sie einen Eindruck davon bekommt.
Davon, wie die Ewigkeit schmeckt.

Das Resultat war der Wahnsinn!
Ich konnte sie überall in mir fühlen.
Sie konnte mich überall in sich fühlen.

Ein Blutbund ist nichts, was ein Vampir einfach so mit irgendjemand eingeht.
Es ist magisch.
Es ist intim.
Es verbindet Vampir und Mensch miteinander.

Mein Blut in ihren Venen.
Ihr Blut in meinen Mund.
Ihre Süße rauschte durch meine Adern
- ihren Geschmack vergess ich nie!

Es ist schon eine Weile her.
Für mich nur ein Augenblick,
doch für Sie sind Monate vergangen.

Ich kann sie nicht mehr in meinem Blut fühlen,
und sie mich nicht mehr in ihrem.

Das sollte so ein.
Es schmerzt aber deswegen nicht weniger!
Es wird nicht leichter oder besser, nur weil man das warum kennt.

Ein Blutbund muss aktiv fortgesetzt werden.
Ein Blutaustausch ist dabei absolut notwendig.
Wenn er über eine bestimmte Zeitspanne nicht fortgeführt wird,
verdaut der menschliche Körper das Vampirblut.

Vielleicht hätte ich mir im Endeffekt mehr Zeit nehmen sollen.
Mehr Zeit zum nachdenken.
Mehr Zeit zum fühlen.
Mehr Zeit zum genießen.
Mehr Zeit für alles.

Doch „was wäre wenn“ jetzt zu spielen, bringt nichts!
Ich musste tun, was getan werden musste.
Es ging nicht anders.
Es wäre niemals anders gegangen.

Ich wusste ja immer, ich bekomme sie zurück.
Wenn alles vorbei ist.
Sie. Alles an ihr.
Nicht nur ihren Körper,
sondern auch ihren Geist!

Und jetzt hat sich meine Geduld endlich bezahlt gemacht.
Mein Abholkomitee ist eingetroffen.
Eine Walküre wird mich zu ihr zurückbringen.
Es gab schon schlechtere Fahrdienste!

Bald schon werde ich sie wieder in meinen Armen halten.
Ihr zurückgeben, was ich ihr nahm.
Was ich ihr nehmen musste.

Um sie zu beschützen.
Vor meine Familie
und vor sich selbst.

Ich werde mich an ihr laben,
mein Inneres von ihrem Feuer wärmen lassen.

Ich werde meine Zähne in ihre milchweise Haut senken,
meine Erinnerung an den Geschmack ihres Blutes wieder auffrischen
und ihr einzigartiges Aroma genießen.

Ich werde sie nehmen.
Sie wird mich nehmen.

Und dann werde ich sie wieder mit einem Blut füttern.
Sie kann so viel trinken wie sie will.
So viel wie nötig ist, bis sie mich wieder ganz in ihrem Herzen spüren kann.

Und wenn wir erst wieder vereint sind… werde ich ihr die eine Frage stellen.
Die Frage die über Leben und Tod entscheiden wird.
Und hoffen, dass ihre Wahl die richtige ist!

Doch noch ist es nicht so weit.
Erst einmal muss ich wieder dafür sorgen,
dass sie sich überhaupt an mich erinnert.

An ihr vorheriges Leben.
An das was früher einmal war.
An die Frau die sie war und wieder sein wird.

Tick tack, die Zeit ist um!
Es wird Zeit mein Mädchen, dass du dich erinnerst.
Es wird Zeit, dass du wieder erkennst, wer du wirklich bist.

Erinnere dich an was war.
Erinnere dich an was ist.

Erinnere dich an mich!
Erinnere dich an uns!

Wach auf Lauren!
Die wahre Lauren!
Genug geschlafen!
Genug geruht!
Genug gewartet ohne zu wissen auf was!

Von mir zu dir - wach auf!
Das ist ein Befehl!
Wach auf… und erinnere dich an alles!

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