Laurens Küche

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Laurens Küche & Bar

Beitrag von Damon Salvatore am Mo März 07 2016, 14:20




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Damon Salvatore

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Re: Laurens Küche

Beitrag von Lauren Hawk am Mo März 07 2016, 14:31

Lauren stellte die leere Phiole auf die Arbeitsplatte und wandte sich dann der Kaffeemaschine zu. Wie sehr sie sich auf einen Kaffee freute. Sie füllte Kaffeepulver und Wasser ein und drückte den Knopf. Sofort stieg ihr der wohlige Geruch in die Nase, während sie beobachtete, wie sich der Kaffee langsam aber stetig seinen Weg in die Tasse bahnte. Ihr Blick wanderte kurz zu dem nun leeren Fläschchen, welches sie vorhin dort abgestellt hatte. Ihre Medizin.

Leise seufzte sie. Jeden Tag nach dem Aufstehen musste sie diese Medizin zu sich nehmen. „Auf nüchternen Magen!“ hatte ihr Damon eingebläubt. Zwangsläufig schlich sich ein kleines Lächeln auf ihre Lippen. Und Lauren war dieser Anordnung natürlich nachgekommen. Wenn sie auch nicht wirklich wusste, warum sie täglich diese Flüssigkeit zu sich nehmen musste, so vertraute sie Damon vollkommen. Sie würde ihm ihr Leben anvertrauen. Damon war ihr Freund. Sie wusste, dass er nur das Beste für sie wollte. Und wenn er ihr eben sagte, sie müsse diese Flüssigkeit täglich gleich nach dem Aufstehen einnehmen, so würde sie es tun.

Die Tasse war so eben voll geworden, als Lauren ein Geräusch an der Eingangstür zu ihrer Wohnung wahrnahm. Mit der Tasse in der Hand drehte sie sich um.

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Lauren Hawk

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Re: Laurens Küche

Beitrag von Damon Salvatore am Mo März 07 2016, 14:58

Es war soweit. Er hatte lange mit sich gehadert, hin und her überlegt wie er ihr gegenüber treten sollte, sogar ein kurzes Telefonat mit Seth gehabt, die inzwischen nach Frisco verzogen war. Sie hatte nur kurz erwähnt, dass sie dort doch tatsächlich einen Bekannten, einen Menschen namens Cedrik wieder getroffen hatte, er konnte sich beim besten Willen aber nicht mehr erinnern, wer das gewesen sein könnte. Er war deswegen dann auch nicht näher auf dieses Thema eingegangen.

Im Valles waren einige komische Leute einfach so aufgetaucht und wieder verschwunden. Möglicherweise war er einer von denen gewesen. Whatever!

Er war zum eigentlichen Thema zurückgekommen und Seth hatte seine Befürchtung bestätigt. Sie hatte sich sogar ziemlich deutlich ausgedrückt.

"Damon, ich weiss was ich da verlange, aber ich kann es momentan leider nicht selber machen! Ich muss erst das Drumherum mit Milton klären, vorher geht gar nichts! Und du weisst genauso so gut wie ich, dass es inzwischen an der Zeit ist! Sie muss wieder anfangen sich zu erinnern, das geht nicht einfach so von heute auf morgen. Ich werde mit Milton noch eine Weile beschäftigt sein, bevor wir los können. Und genau diese Zeit braucht sie auch um sich zu erinnern!" Für eine Zeit sagte keine von beiden etwas.

"Damon, du willst doch auch, dass die beiden wieder glücklich sind, oder?!"

Er verzog den Mund. Er hasste sie, wenn sie so absolut logische Argumente vorbrachte. Und noch mehr, wenn sie an seine Freundschaft mit Milton appellierte. Und Lauren mochte er inzwischen auch! Verdammt, jetzt konnte er nicht mehr nein sagen! Sie war wirklich eine anstrengende Frau, Walküre... was auch immer!

"Schon gut, fahr deine Krallen wieder ein. Ich mach es. Ich hab ihr ja schließlich auch gesagt, dass die Phiolen jeden Tag nehmen soll! Auch wenn ich mir noch immer nicht so sicher bin, ob sie sich immer daran gehalten hat" er hörte Seths leises Lachen.

"Ach bitte, Damon. Natürlich hat sie das! Als ob Lauren die Kraft hätte, sich dir auch nur ansatzweise zu widersetzen. Nicht wenn du willst, nicht in diesem Leben Damon!“ sie atmete aus und Damon grinste.

„Oh, haben wir gerade Stress Walküre?“ Grinsend hielt er das Handy vom Ohr weg, er kannte sie einfach zu gut. Ihr Knurren brachte das gesamte Gerät zum Vibrieren und Damon verspürte keinerlei Bedürfnis, seine Trommelfelle nachwachsen zu lassen. Er wartete deswegen noch ein paar Sekunden, dann erst drückte er sich das Handy wieder ans Ohr.

„Ich hab dich auch lieb Sonnenschein!“ Stille und dann ihre Stimme, 2 Oktaven tiefer als sonst.

„Du nervst Vampir!“ Dann beruhigte sie sich wieder.

„Streng dich lieber an! Wenn Milton und ich ankommen, erwarte ich meine Freundin MIT Erinnerungen vor mir zu sehen! Also verkack es ja nicht!" damit hatte diese unmögliche Frau einfach aufgelegt. Damon steckte das Handy in die Tasche und rollte dann mit den Augen.

Was waren Weiber immer anstregend!

Und jetzt stand er vor Laurens Tür. Ja, Seth hatte natürlich Recht. Es wurde Zeit, dass Lauren sich wieder an ihn erinnerte. An alles von ihm. Er war es ihm und ihr schuldig, dass er die Sache jetzt sauber über die Bühne brachte. Also auf in die Schlacht!

Er hatte einen Schlüssel zum Haus, dafür hatte Seth gesorgt. Und zudem fürchtete Lauren sich nicht vor ihm, im Gegenteil, ihm vertraute sie.

Er holte tief Luft, öffnete die Tür und ging ins Wohnzimmer. Aber da war sie nicht. Also die Küche! Sie saß an der Bar und trank einen Kaffee. Er lächelte sie an.

"Hallo Lauren!"

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Re: Laurens Küche

Beitrag von Lauren Hawk am Mo März 07 2016, 15:05

Lauren stellte die Tasse ab und setzte sich in Bewegung. Ein breites Lächeln lag auf ihrem Gesicht.

"Hallo Damon!" begrüßte sie ihren Freund, bevor sie ihre Arme um ihn legte und ihn herzlich umarmte.

"Schön, dass du vorbei gekommen bist!"

Dann löste sie ihre Umarmung und begab sich wieder zur Kaffeemaschine. Sie holte eine frische Tasse hervor, stellte diese unter die Kaffeemaschine und drückte erneut den Knopf.

"Wie geht es dir? Was gibt es Neues bei dir?" fragte sie ihn, während sie darauf wartete, dass die zweite Tasse Kaffee fertig wurde. Sie blickte ihm nun ins Gesicht. Damon... Sie freute sich jetzt schon, auf die neuesten Geschichten aus seinen nächtlichen Zügen. Welche Frauen ihm wohl in den letzten Tagen in sein Bett gefolgt sind? Lauren grinste. Sie wusste, dass es bestimmt einige gewesen waren. Damon war atraktiv. Ja man konnte sagen, dass er schön war. Er war ein guter Tänzer. Ein perfekter Begleiter. Und doch hatte Lauren niemals einen Gedanken daran verschwendet, mehr in ihm zu sehen als ihren Freund. Es war nicht so, dass er nicht ihrem Geschmack entsprach. Nein, daran lag es nicht. Es war etwas anderes... Aber DIES war nicht nur bei Damon so. Sie hatte bei keinem Mann das Gefühl, mehr zu wollen als eine Freundschaft. Es war, als wäre da etwas, das sie daran hinderte. Etwas, das nicht zuließ, daß Lauren mehr in einem Mann sah.

Lauren kniff kurz die Augen zu und verscheuchte diese wirren Gedanken mit einem Schlag aus ihrem Kopf.

"Also..." sie reichte ihm die nun volle Kaffeetasse,

"erzähl!"

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Re: Laurens Küche

Beitrag von Damon Salvatore am Mo März 07 2016, 15:15

"Gut ist es mir ergangen. Ich kann nicht klagen. Aber ich bin nicht hier, um meinen Tagesablauf zu erzählen Lauren!" Er sah in das so vertraute Gesicht und vermisste doch so vieles.

Ihre Art wie sie gewesen war, als sie Milton gennen und lieben gelernt hatte. Sein Kumpel hatte es geschafft in ihr ein Feuer zu entzünden, was lichterloh gebrannt hatte. Sie war danach eine andere gewesen als vorher, aber er hatte die andere gemocht. Seine Ex nicht so sehr, aber jeder Mann litt hin und wieder mal an Geschmacksverirrung - Schwamm drüber.

Lauren war bissig geworden, hatte Dinge hinterfragt anstatt sie als gegeben anzusehen. Sie hatte sich gewehrt und ihre Frau gestanden. Das hatte er schon immer an Frauen gemocht. Zumindest... bis zu einem bestimmten Punkt. Zu viel Aufsässigkeit war ungesund.

Und all das war mit der Erinnerung an Milton mit verschwunden. Sie war zwar nicht mehr die kleine Lachtaube von früher, aber auch nicht die Lauren von Milton. Sie war so eine Art Zwischending. Besser konnte er es einfach nicht erklären.

"Lauren... wir müssen miteinander reden!"


Zuletzt von Damon Salvatore am Mo März 07 2016, 15:17 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Laurens Küche

Beitrag von Lauren Hawk am Mo März 07 2016, 15:16

Sie legte ihren Kopf kurz schief und betrachtete ihn eingehend, bevor sie sich wieder aufrichtete und einen Schluck von ihrem Kaffee nahm. Zwar war die Flüssigkeit, die sie täglich zu sich nehmen musste, geschmacksneutral, trotzdem wollte sie so schnell wie möglich ihren Magen mit etwas Warmen füllen. Danach stellte Lauren die Tasse bei Seite und sah den Mann, der in ihrer Küche stand, mit gespielt schockiertem Gesichtsausdruck an.

"Oh Damon, was hast du angestellt?"

Sie konnte nicht anders, sie grinste ihn an. Doch irgendetwas stimmte hier nicht. Ihr Grinsen verschwand.

"Du hast doch nicht etwa...?"

Lauren sprach nicht weiter. Das musste sie auch nicht. Schließlich wusste sie nur zu genau, was Damon war. Er war ein Vampir. Ein Jäger. Blut war nun mal lebensnotwendig für ihn. Und nicht immer kam die Beute mit dem Leben davon. Sie hatte ihn nie dafür verurteilt. ER war nun mal, was er war. Aber deswegen würde er doch nicht mit ihr reden wollen.

In Laurens Kopf begann es zu rattern, während sie ihre Arme um ihren Körper schlang.

"Was ist los Damon?"

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Re: Laurens Küche

Beitrag von Damon Salvatore am Mo März 07 2016, 15:17

Es ist in der Tat etwas passiert Lauren. Aber darüber kann ich jetzt noch nicht sprechen. Ich möchte aber von dir, dass du ab morgen keine der Phiolen mehr nimmst. Es ist..." er hielzt kurz inne.

Wie er sowas hasste. Für solche Dinge war für gewöhnlich eine andere Frau zuständig. Aber Seth war leider ja nicht zugegen und jemand anderes würde er erst gar nicht in die Sache einweihen.

"kompliziert. Lassen wir einfach mal im Raum stehen, dass du die Phiolen nicht mehr brauchst!"

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Re: Laurens Küche

Beitrag von Lauren Hawk am Mo März 07 2016, 15:18

Ein hysterisches Lachen stieg ihre Kehle empor, während sie Damon leicht verwirrt ansah.

"W-Was?"

Hatte sie es tatsächlich richtig verstanden? Hatte sie seine Worte korrekt gehört? Hatte er eben zu ihr gesagt, sie solle ihre tägliche Medizin nicht mehr einnehmen? Das war unmöglich. Er konnte das nicht gesagt haben. Lauren wusste aber, dass sie sich nicht verhört hatte. Damon hatte es tatsächlich gesagt.

Das war doch lächerlich. Warum sollte er soetwas von ihr wollen? Lauren musste jeden Tag eine Ration dieser durchsichtigen Flüssigkeit zu sich nehmen. Es war ein Muss. Und selbst wenn sie sich dazu entschließen wollte, damit aufzuhören, konnte sie nicht. Es war unmöglich. Das tägliche Einnehmen war in ihrem Kopf eingebrannt. Es war wie ein Zwang, den sie nicht umgehen konnte. Die Phiolen waren das Erste, woran sie dachte, wenn sie jeden Morgen ihren Herzschlag nach dem immer wieder selben Traum auf Normalfrequenz brachte. Laurens erster Weg führte immer in die Küche. Sie konnte doch nicht einfach so damit aufhören. Das wäre so, als würde Damon von ihr verlangen, sie sollte absofort mit dem Atmen aufhören. Das Trinken der Flüssigkeit war wie Luftholen für Lauren. Ein Impuls, welcher aus ihrem tiefsten Bewusstsein kam. Den konnte sie doch nicht einfach so abstellen. Unmöglich!

Schon der Gedanke daran, mit dem Einnehmen aufzuhören, fügte ihr innerliche Schmerzen zu. Sie musste es weiterhin tun. Jeden Tag. Nach dem Aufstehen. Auf nüchternen Magen. Punkt und aus. So war es in ihrem Bewusstsein verankert. Eingebrannt.

"Nein Damon!"

Lauren runzelte die Stirn.

"Ich werde bestimmt nicht damit aufhören!"

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Re: Laurens Küche

Beitrag von Damon Salvatore am Mo März 07 2016, 15:18

Natürlich!
Sie MUSSTE die „Medizin“ ihre Medizin ja nehmen. Dafür hatte Milton ja gesorgt.

Na toll, vielen Dank auch alter Kumpel!

Er sah sie an. Sie war blass geworden, und sie weigerte sich innerlich. Kam gegen den inneren Drang nicht an. Sollte sie ja auch gar nicht.

Also beugte er sich leicht zu ihr vor. Seine Augen nahmen die ihren Gefangen, seine Pupillen verengten sich, ihre erweiterten sich im Gegenzug.

„Lauren, du hörst mir jetzt genau zu. Ich möchte, dass du diese Medizin ab heute nicht mehr zu dir nimmst. Du brauchst sie nicht mehr. Ich möchte, dass du ab jetzt jeden Morgen stattdessen eine Tasse Kaffee trinkst. Mit Milch, aber ohne Zucker!“

Zucker war eh schlecht für die Zähne. Und zudem gehörte seiner Meinung nach kein Zucker in Kaffee. Er selbst trank ihn, wie es sich gehörte, schwarz. Ohne alles. Er entließ sie aber noch nicht aus seinem Blick.

„Ab jetzt wirst du dich auch nicht mehr daran erinnern, dass du jemals diese Phiolen genommen hast. Vergiss alles, was damit zu tun hat. Das bist nicht du, das ist nicht die wahre Lauren. Du wirst jetzt tief Luft holen und dich dann an ein Haus erinnern. Ein Manor. In diesem Manor hast du gelebt. An einen Ort, der Rainbow Valley hieß. Dort warst du glücklich, es ging dir gut. Ich möchte, dass du dich ganz genau an dieses Gefühl erinnerst. Daran, wie du damals warst!“ Er zog sich wieder zurück. Mehr wäre für den Anfang zu viel. Alles was mit Milton zu tun hatte, musste langsam zurückkehren. Stück für Stück.

Aber…es war an der Zeit für sie. Zeit, wieder die zu werden, die sie wirklich war.

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Re: Laurens Küche

Beitrag von Lauren Hawk am Mo März 07 2016, 15:19

Damons Blick hielt ihren gefangen. Sie konnte nicht anders, konnte ihren Blick nicht abwenden. Seine Worte drangen zu ihr, als wären ihre Ohren mit Watte vollgestopft. Und doch nahm sie jedes einzelne Wort von ihm eindeutig wahr. Und so holte Lauren tief Luft und atmete ein. Und dann plötzlich machte sich ein warmes, angenehmes Gefühl in ihrem Inneren breit. Es breitete sich langsam von der Mitte ihres Bauches über ihren gesamten Körper aus. Lauren lächelte unwillkürlich.

Ein Haus. Solide gebaut. Mit einer fast nahezu pompösen Eingangstür, dessen Knauf ein Löwenkopf zierte. Eine Veranda, die aus einem Cowboy-Film stammen könnte…

Zu dem Gefühl der Wärme gesellte sich nun auch ein Gefühl der Zufriedenheit.

Das Bild des Hauses, welches sie vor ihrem inneren Auge sehen konnte, nahm mehr Formen an. Lauren konnte weitere Details erkennen. Wie die große Wiese, die sich vor dem Anwesen erstreckte, wie auch den Wald, der sich links vom Haus befand und ebenfalls zu dem Anwesen gehörte. Und dieser Wald war etwas Besonderes. Der Gedanke daran, ließ Laurens Haut plötzlich prickeln. Das Haus nahm weiter genauere Formen an und weitere Details waren nun für Lauren erkennbar. Und je mehr Einzelheiten sich in ihrem Kopf formten, desto intensiver wurden die Gefühle, die sich in Laurens Innerem breitmachten. In diesem Moment wusste Lauren, dass sie an diesem Ort ein Mal sehr glücklich gewesen war. Dass dieses Haus ihr zu Hause gewesen war.

Lauren machte kurz die Augen zu und atmete aus. All diese Gedanken oder Erinnerungen, was es nun war, vermochte Lauren jetzt nicht sagen, waren innerhalb eines Atemzuges gekommen. Und waren doch so intensiv, dass ihre Knie weich wurden.
Sie öffnete ihre Augen wieder und blickte in Damons.

„Ich war dort sehr glücklich, Damon!“

Lauren schlang die Arme um sich, so als wollte sie verhindern, dass dieses unbeschreibliche Gefühl der Wärme und Zufriedenheit, aus ihrem Körper entwischen könnte.

„In diesem Haus… es war ein zu Hause… mein Zuhause!“

In diesem Moment wurde Lauren eines klar. Dies waren nicht nur irgendwelche Gedanken gewesen. Nein. Dies waren IHRE Erinnerungen… an eine Vergangenheit, die sie anscheinend vollkommen vergessen hatte. Warum sie sich plötzlich daran erinnerte, war ihr egal. Und daher verschwendete sie auch keinen einzigen Gedanken daran. Sie genoss einfach nur die wunderbaren Gefühle, die nachwievor in ihr herumwirbelten.

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Re: Laurens Küche

Beitrag von Damon Salvatore am Mo März 07 2016, 15:20

Damon lächelte sie leicht schief an. Er mochte sie. Das hatte er schon immer. Dass sich Milton mit ihr zusammen getan hatte, war nur gut für sie gewesen. Es hatte ihn zwar am Anfang durchaus gewundert, dass der Hengst schlecht hin, gerade DER Mann, der es mit Frauen nicht so und mit Bindungen, ganz egal welcher Art auch immer, schon gar nicht hatte, sich in eine Beziehung mit so einer zierlichen, zarten Frau eingelassen hatte.

Doch wie Lauren ja deutlich bewiesen hatte, hatte diese zarte Rose harte, sehr spitze Dornen. Milton hatte ihr so gut getan. Er hatte die Rose zum erblühen gebracht, hatte die Frau mit Feuer und Flamme umworben und zu seiner gemacht.

„Ja, das warst du. Du bist dort regelrecht aufgeblüht. Du hast alle Fesseln von dir gestreift und warst ganz du. Und genau DAHIN Lauren, musst du wieder kommen. An den Punkt an dem du warst. Leider mussten wir fortziehen, das Valley… wurde verkauft. Auch das Manor, dass du so geliebt hast!“

Das war eine glatte Lüge, aber alles schön langsam.

„Damals wollten wir, also wollte ich, dir den Schmerz ersparen und hab die die Erinnerungen genommen. Es ging dir sehr schlecht, ich wollte es dir nicht noch mehr unnötige Probleme bereiten, das ausziehen, neue Wohnung, neue Möbel und das alles, du weisst schon!“

Ja, genau so. Sie hört zu. Spiel das Thema schön herunter. Slow down!

„Doch jetzt bin ich der Meinung, dass du dich wieder erinnern solltest. Du bist soweit!“

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Re: Laurens Küche

Beitrag von Damon Salvatore am Mo März 07 2016, 15:20

Damon beendete gerade ein Telefonat mit einer ihm wohlbekannten Walküre namens Sethereth. Und was sie ihm berichtet hatte, war mehr als nur aufschlussreich gewesen. Sie war inzwischen in San Francisco und würde, wenn sie herkam, Milton im Schlepptau haben. Es war also nur noch eine Frage der Zeit, bis es eine Lauren/Milton Reunion geben würde. Und er war froh darüber.

Froh, dass Seth sich in die Sache eingemischt hatte. Froh, dass Lauren zu ihrem früheren Ich zurückfinden würde und vorallem froh, wenn er dann gehen konnte.

Er selbst hatte ein paar Dinge zu erledigen, die er für Lauren aufgeschoben hatte. Aber er hatte Seth und vorallem Milton sein Wort gegeben. Und auch wenn es ihn ankotze, er hatte vor es zu halten. Alleine der gemeinsamen Vergangenheit mit ihm und Milton wegen. Und auch, weil es einfach nicht sonderlich sinnvoll und gesund war, eine Walküre zu verärgern.

Auch wenn sie momentan eigentlich blendender Laune sein müsste. Auch er hatte so seine Quellen und eine davon hatte ihm bestätigt, was ihm eine andere einige Zeit davor schon mitgeteilt hatte.

Die unnahbare Walküre hatte einen Deckel gefunden. Aber nicht nur irgendeinen – sondern einen Bekannten, ein Mensch, zumindest auf den ersten Blick. Dann erfuhr ich seine wahre Natur und war... gelinde gesagt, etwas neben der Spur. Der Typ ist ein waschechter Berserker, war das zu fassen?! Aber sie hatte vor ihm einen Halbgott, etwas abgehoben für meinen Geschmack. Ein Berserker ist viel bodenständiger als ein Gott und er kann was Kraft, Ausdauer und Stärke angeht immerhin mit ihr mithalten. Diese Tatsache überzeugte mich, ihm immerhin mal eine Chance zu geben.

Er wird sich trotzdem noch beweisen müssen. Nicht mir gegenüber sondern gegenüber meinem Kumpel Milton. Ich bin mal gespannt, was da noch alles passiert.

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Re: Laurens Küche

Beitrag von Lauren Hawk am Mo März 07 2016, 15:21

Lauren starrte ihn aus weit aufgerissenen Augen an.

„W-Was?“

Mehr kam nicht. Sie konnte nicht sprechen. Ihre Kehle war wie zugeschnürt, ein dicker Knoten bildete sich in ihrem Magen. Ihre Finger umklammerten die Kante der Arbeitsplatte. Sie suchte Halt. Das Gefühl, dass ihr soeben der Boden unter den Füßen mit einem einzigen, schnellen Ruck weggerissen wurde, brachte sie dazu, am ganzen Leib zu zittern. Ihre Knie wurden weich wie Gummi. Der Griff ihrer Finger verstärkte sich.

Nur nicht umkippen…

„Das kannst du nicht…!“

Ihre Stimme klang schrill und überschlug sich fast. Lauren schloss die Augen, als sie die aufsteigenden Tränen spürte. Tränen der Wut. Und sie würde hier und jetzt nicht weinen. Auf gar keinen Fall. Nein. Lauren konnte es nicht fassen. Konnte nicht glauben, was ihr Damon so eben eröffnet hatte. Er hatte ihr die Erinnerungen gelöscht? Einfach so? Nur weil er dachte, sie wäre zu schwach, um einen simplen Umzug zu überleben? Was sollte das?

Sie drückte ihren Rücken durch und atmete tief ein und wieder aus. Mit ihrem Blick fixierte sie Damon. Ihre Haut prickelte und ihr war schwindelig. Aber sie fühlte sich so verraten, so wütend. Konnte es einfach nicht fassen, dass er, ihr Freund, dem sie ihr Leben anvertrauen würde, so einen Verrat an ihr begangen hatte.

Mit drei Schritten war sie bei Damon. Ihre Hand war schon erhoben, auf dem Weg zu seiner Wange. Sie brannte darauf ihm ins Gesicht zu schlagen. Ihm weh zu tun, für das was er ihr angetan hatte. Doch genau in diesem Moment klingelte Damons Telefon. Und dieser Typ hatte auch noch die Härte einfach abzuheben und das Gespräch anzunehmen. Sie ließ die Hand wieder sinken. Was würde es schon bringen, ihm eine zu scheuern? Nichts. Rein gar nichts. Und sie war weiß Gott Keine, die Probleme mit Gewalt löste.

Lauren taumelte einige Schritte wieder rückwärts und ließ sich auf einem der Barhocker nieder.
Erneut atmete sie tief durch.

Denk nach, denk nach…

Das war leichter gesagt bzw. gedacht als getan. In Laurens Kopf wirbelte ein Sturm, der einen klaren Gedanken kaum zuließ. Lauren schloss die Augen und begann, sich die Schläfen zu reiben und somit etwas Klarheit in ihren Kopf zu bringen.

Warum war es notwendig, mir meine Erinnerungen zu löschen? Was war los gewesen? Warum hat er es getan? WARUM???

Ein leises Klicken war zu hören und Lauren öffnete die Augen. Sie hob den Kopf und starrte Damon an. Er hatte das Telefonat beendet und sah sie ebenfalls an.

„Warum?“

In Laurens Kopf ratterte es nachwievor. Sie war verzweifelt auf der Suche nach einem Grund. Nach einem Grund, der Damons Verhalten rechtfertigte. Der das große WARUM beantwortete. Aber konnte sie wirklich davon ausgehen, dass er es einfach nur so getan hatte? Dass er nicht einen wirklich triftigen Grund dafür gehabt hatte? Dass er es als die einzige Möglichkeit gesehen hatte? Er war doch ihr Freund. Das wusste sie doch. Er würde so etwas nicht einfach so getan haben. Nein, das würde er nicht. Was wiederum bedeutete, dass der Grund für all das ziemlich gravierend gewesen sein muss. Wenn sie doch bloß wüsste, was passiert war, dass so eine drastische Maßnahmen notwendig gewesen war.

„Was ist so Schreckliches passiert? Warum musstest du es tun?“

Lauren fuhr sich mit den Fingern durch die Haare..

„Ich habe keine Erinnerung daran, keine… ich weiss einfach nicht, was so furchtbar war, dass du es für notwendig gehalten hast…!“

Der nächste Atemzug entwich hörbar über ihre Lippen, als plötzlich und blitzartig Erinnerungsfetzen durch ihr Gehirn rasten. Sie schlug sich die Hand vor den Mund.

„Oh mein Gott. Ich war verheiratet. Ich bin es noch immer…“

Ihre Augen weiteten sich.

„Er… mein Mann… ist ein Werwolf…“

Im nächsten Augenblick entspannte sie sich aber sichtlich, als die nächsten Erinnerungen auftauchten.

„Aber… wir sind nicht mehr zusammen. Er wollte lieber ein freier Wolf sein als… mein Ehemann.“

Weitere Bilder tauchten vor ihrem geistigen Auge auf. Es waren so viele, dass es ihr unmöglich war, sie zu begreifen oder sie zu verstehen. Darum würde sie sich später kümmern, wenn sie alleine war. Jetzt hatte eine andere Sache oberste Priorität.

„Also Damon, bitte sage mir, warum musstest du meine Erinnerungen löschen? Und ich möchte die Wahrheit hören!“


Zuletzt von Lauren Hawk am Mo März 07 2016, 18:43 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Laurens Küche

Beitrag von Damon Salvatore am Mo März 07 2016, 15:22

Er seufzte. Natürlich fragte sie das jetzt. Natürlich wollte sie Bescheid wissen, musste sie ihn fragen. Und auch wenn er Seth Recht gab, dass es an der Zeit war, dass man ihr reinen Wein einschenkte, so ging es ihm doch etwas auf den Sack, dass außergerecht ER es sein musste, der es tat.

Milton…. „alter Kumpel“, DAFÜR schuldest du mir was. Dieser Gefallen wird richtig, riiichtig groß sein. Und wehe ich höre nur EIN Wort!

Aber er hatte es nun mal versprochen. Und er mochte sie, die alte und die neue Lauren. Dieses Mädchen war wirklich was Besonderes, auch ohne dass sie Miltons Frau war. Und deswegen setzte er sich ihr jetzt gegenüber an den Küchentisch, nahm einen Schluck des inzwischen nur noch lauwarmen Kaffes und sah sie ernst an.

„Lauren… ich kann dir diese Frage nicht beantworten. Und bevor du gleich wieder aus der Haut fährst und mir Warums, Wiesos und Ich will es aber wissen! an den Kopf wirft. Ich kann es dir deswegen nicht sagen, weil es mir nicht zusteht. Das verstehst du jetzt natürlich erst recht, aber ich muss das sagen!“ er sah ihr mit festen Blick in die Augen.

„Es ist nicht mein Job dir die Wahrheit zu sagen, genau genommen bist du so gesehen allgemein nicht mein Job, sondern seiner. Ja, du hast schon richtig gehört, ich sagte seiner, weil es jemanden in deinem Leben gab. Du erinnerst dich nicht mehr, wegen Umständen, die ER dir erklären wird, wenn er wieder da ist. Wir beide sind Freunde und ich mag dich wirklich Lauren, und genau deswegen führe ich jetzt dieses Gespräch mit dir!“ er sah die Unverständnis, den Schock und die Verwirrung in ihren Augen und konnte sie wirklich gut verstehen. Das war alles der volle Hammer, aber es musste sein.

„Nach diesem Gespräch wirst du die Zeit haben alles sacken zu lassen, deshalb mache ich es dir so einfach wie möglich. Ich gebe dir nur die wahren, ungeschminkten Fakten, deine Erinnerung wird die ganzen Lücken mit der Zeit füllen!“ er fuhr sich mit der Hand durch die Haare und griff dann nach ihrer Hand um die kurz zu drücken.

„Eben WEIL wir Freunde sind, werde ich schonungslos sein. Du willst das Warum, hier ist es. Du lebst sein ungefähr 4 Monaten in einer Blase aus Unwissenheit, schöner Welt, Frieden und glückliche Unwissenheit. Diese Blase wurde uns geschaffen, um dich zu beschützen. Natürlich wirst du dich jetzt fragen, was so schlimm war, dass man dich in diese Blase packen musste. Diese Frage ist angebracht, und ich beantworte sie dir auch. Bevor man dir dein Gedächtnis gelöscht hat, warst du mit jemandem zusammen, in einer festen Beziehung! Doch dann ist etwas passiert, er musste weg und konnte dich dorthin nicht mitnehmen. Er musste eine Entscheidung fällen, ihr musstet eine Entscheidung fällen, und das habt ihr auch. Er hat sich aus deinem Leben gelöscht, dir Erinnerung genommen und ist dann gegangen!“ sie riss die Augen auf, öffnete schockiert den Mund um etwas zu erwidern, doch er hob die Hand.

„Nicht jetzt, ich weiss, du hast sicher 1000 Fragen, aber hör mir einfach zu. Er hat dir die Erinnerung an alles, an deine Vergangenheit, wie du früher warst und wie ihr wart, genommen. Aber er hat deine Erinnerung nicht freiwillig gelöscht, eigentlich hat er es nur getan, weil er es musste. DU hast es von ihm verlangt, es geradezu gefordert. Und nicht genug, du wolltest nicht nur, dass er die dir Erinnerung nimmt, sondern du wolltest die völlige Löschung. Du wolltest nichts mehr wissen, alles vergessen!“ das waren harte Worte, das war ihm klar. Aber so war es nun mal gewesen.

Sie starrte ihn mit einer Mischung aus Schock, Schmerz und Unglaube an und er hätte sie in dem Moment sehr gerne in die Arme genommen. Aber er tat es nicht, noch waren sie nicht fertig. Er drückte nur tröstend ihre Hände, die inzwischen eiskalt geworden waren.

„Ich weiss, dass es sich sehr krass anhört. Aber du hattest deine Gründe für dieses krasse Verhalten. Du wusstest nicht wie lange er weg bleibe wird, ob ihr euch überhaupt je wieder seht. Und du warst in jender Zeit zu 100 % davon überzeugt, dass du an einer Trennung auf Zeit mit der Dauer nicht überstanden hättest. Ihr habt euch sehr geliebt, du hast ihn aus Liebe dazu genötigt, ihn dich vergessen zu lassen. Liebe Lauren, rein und unverfälscht. Und er hat sich dieser Forderung gebeugt!“

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Re: Laurens Küche

Beitrag von Lauren Hawk am Mo März 07 2016, 15:22

Langsam entzog Lauren ihre Hände aus Damons Umklammerung. Ihre Finger waren inzwischen so eiskalt geworden, dass sie schmerzten. Sie hatte das Gefühl, sie waren sogar kälter als die von Damon geworden. Was aber eigentlich unmöglich sein müsste. Denn immerhin hatte sie einen intakten Blutkreislauf. Er nicht. Sie erhob sich vom Barhocker und begann langsam in ihrer Küche auf- und abzugehen. Sie musste sich bewegen. Musste irgendetwas tun. Sitzen zu bleiben erschien ihr unmöglich. Obwohl es für ihren Kreislauf wohl besser gewesen wäre. Ihr Körper zitterte so stark, dass sie das Gefühl hatte, ein Erdbeben brach genau in diesem Moment über sie ein. Ihre Sicht war verschwommen. Ob durch den Schock oder durch die aufkommenden Tränen wusste sie nicht. Aber Lauren weinte nicht. Selbst wenn sie es gewollte hätte, es kam keine Träne über ihre Wange gerollt. Zu verwirrt und fassungslos war sie über Damons Worte, als dass sich ihr Körper auf eine Funktion wie Tränenproduktion hätte konzentrieren können. Krampfhaft versuchte sie diese Worte zu verstehen. Sie zu begreifen. Sich darauf einen Reim zu machen.

In ihren Ohren rauschte es, ihr Herz hämmerte so laut, dass es wehtat.

Ihr wurden also alle Erinnerungen gelöscht, weil sie es selbst so gewollte hatte?

Unmöglich…

Lauren schloss ihre Augen. Sie versuchte mit aller Macht, dieses Rauschen in ihren Ohren, diesen Orkan in ihrem Kopf unter Kontrolle zu bekommen. Sie musste einen klaren Gedanken fassen können. Sie musste einfach. Sie musste begreifen, was das alles bedeutete. Was Damons Worte bedeuteten.

Lauren fuhr sich mit ihren eiskalten Finger übers Gesicht. Die Kälte tat gut. Obwohl ihr Gesicht genauso eiskalt war. Jegliche Farbe war ihr aus dem Gesicht gewichen. Sie war sehr blass geworden. Und würde sich Lauren so in einem Spiegel sehen, würde sie über ihr eigenes Spiegelbild erschrecken.

Sie atmete tief durch. Und es half, auch wenn nur ein ganz klein wenig. Doch ihr Kopf beruhigte sich so weit, dass weitere Erinnerungsfetzen auf sie einstürmten. Sie suchte mit einer Verzweiflung in ihren Erinnerungen nach jenem Mann, den sie so geliebt haben muss, dass sie ohne ihn nicht weiterleben wollte und konnte. Ein Bild tauchte vor ihrem geistigen Auge auf. Ein Mann mit einem hübschen Lächeln, der ihr die Hand entgegen hielt. Sie sah sich selbst, auf diesen Mann zuschreiten, gekleidet in einem wunderschönen Brautkleid. Das war der Tag ihrer Hochzeit. Und dies war ihr Ehemann, mit dem sie ihrer Erinnerung nach noch immer verheiratet war. Aber sie wusste, dass dieser Mann nicht jener war. Ihr Ehemann war ein Werwolf, der lieber die Freiheit gesucht hatte, als mit ihr verheiratet zu sein. Seltsamerweise verspürte sie bei dieser Tatsache jedoch keinen Groll.

„Ist er ein Vampir?“ fragte sie mit brüchiger Stimme, ohne den Kopf in Damons Richtung zu drehen. Sie war vor einem Fenster stehen geblieben und blickte ziellos in die Dunkelheit. So musste es sein. Dieser Mann, die Liebe ihres Lebens, war ein Vampir. Und ein ziemlich alter auch noch. Das wusste Lauren. Nur ein alter Vampir, konnte so mächtig sein, so etwas zu vollbringen.

So viele Fragen schwirrten durch ihren Kopf. Es waren so viele, dass sie nicht in der Lage war, nur eine weitere in Worte zu fassen. Und dieses Zittern hielt weiterhin ihren Körper in Schach. Nur mit größter Mühe konnte sie ihre Zähne davon abhalten, laut zu klappern.

Seit 4 Monaten hatte Damon gesagt. Seit 4 Monaten lebte sie schon hier, ohne wirklich zu wissen, wer sie war. In völliger Ahnungslosigkeit. Und sie hatte das selbst so gewollt? Lauren konnte das einfach nicht begreifen. Das war alles einfach zu viel. Zu viel für den Augenblick.

Langsam drehte sie sich doch zu Damon um, strich sich die Haare aus dem Gesicht, die trotz der Kälte, die sich über ihren gesamte Körper ausgebreitet hatte, an ihrer Stirn klebten. Sie spürte den Schweißfilm unter ihren Fingern.

„Er hatte es getan, weil ich es von ihm verlangt hatte?“

Ihre Stimme klang noch immer ziemlich dünn. Und sie war sich durchaus bewusst, dass sie Damons Worte einfach nur wiederholt hatte. Aber sie war froh, dass sie überhaupt irgendwelche Worte über die Lippen brachte.

„Dieser Mann hatte es getan, weil ich ihn dazu genötigt hatte, hast du gesagt. Ich habe den Mann, den ich dem Anschein nach über alles liebe, dazu gebracht, mich aus seinem Leben zu löschen. Ich habe von ihm verlangt, meine Erinnerungen an alles von mir zu nehmen. Wie sehr muss ich diesen Mann lieben, dass ich glaubte, ohne ihn nicht existieren zu können.“

Sie schluckte. Aber das Reden half etwas gegen das Zittern und auch gegen den tosenden Sturm in ihrem Kopf.

„Und wie sehr muss er mich lieben, wenn er dazu bereit war, meinem Wunsch nachzukommen. Ist das nicht einfach nur egoistisch von mir?“

Lauren seufzte.

„Was sagt das über mich aus? Bin ich wirklich so? Ein egoistischer Mensch?“

Aber das alles war im Moment sowieso egal. Es gab nur eine Sache, die sie sofort hier und jetzt klären musste.

„Damon, ich muss diesen Mann sehen! Jetzt! Sofort!“

Lauren machte sich auf in Richtung Wohnungstür. Sie musste diesen Mann sofort sehen. Sie musste wissen, wer er war. Sie musste es wissen.



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Re: Laurens Küche

Beitrag von Damon Salvatore am Mo März 07 2016, 15:24

Er war in der nächsten Sekunde bei und vor ihr, verstellte ihr den Weg.

„Lauren das geht nicht!“

Sie starrte ihn mit großen Augen an und Damon resignierte innerlich. Was hatte er denn erwartet? Wenn sie sich erinnerte, und das tat sie augenscheinlich in rasender Geschwindigkeit, war diese Reaktion nur all zu verständlich. Nur leider… absolut unangebracht. Zumindest jetzt noch, wo Milton nicht mal nur ansatzweise in ihrer Nähe war, um ihr Rede und Antwort zu stehen.

Na ganz toll, und wer musste jetzt den Karren wieder aus einen Haufen von Scheiße ziehen? NICHT MILTON!

Seth und er hatten über jenen Tag, wenn Lauren sich wieder erinnern würde, gesprochen. Genau wegen SO EINER Reaktion, hatten sie damals entschieden, sie so lange als möglich in dieser „Blase“ zu belassen!

Eigentlich hatten sie Lauren erst dann wieder reinen Wein einschenken wollen, wenn Milton wieder da war. Eben was gerade NICHT der Fall war. Aber die Umstände passten einfach nicht immer, wie geplant. Und für Lauren war es einfach an der Zeit gewesen, mit oder ohne Milton, endlich zu wissen - WER sie wirklich war.

„Lauren, ich habe es dir doch bereits gesagt. Du kannst nicht mit ihm reden, weil er nicht hier ist. Deswegen hat er dir ja überhaupt erst deine Erinnerung genommen. Dass du sicher bist, solange er weg ist, dass dir nichts passiert. Und ich habe ihm mein Wort gegeben, also fahr einen Gang runter!“, er machte einen Schritt nach vorn, sie machte einen zurück. Doch geschlagen war sie nicht, im Gegenteil.

Er konnte regelrecht sehen, wie sie in den „Angriffsmodus“ wechselte. Eben jenen Modus, in den sie schon seit Beginn ihrer Beziehung zu Milton nutze, wenn sie der Meinung gewesen war, ihn verteidigen zu müssen. Wie auch jetzt! Doch er hatte wirklich keine Lust, sich mit ihr jetzt eine stundenlange Debatte darüber zu geben, warum sie sich nicht einfach in den nächst besten Zug ins Nirgendwo setzte um einen Mann zu finden, den sie nicht mehr kannte, nicht mehr wusste wie er war, aussah oder sonst noch irgendwas!

Sie hatte zwar richtig geraten, dass er ein Vampir war, aber gerade drum konnte er sie erst recht nicht jetzt einfach so raus spazieren lassen um jeden Vampir im direkten Umkreis unter die Lupe zu nehmen.

Dann würde sie keine Stunde lang überleben!

Und dann hätte er einen besten Freund, der ihn auf die denkbar grausamste Art und Weise die ihm einfiel, umbringen würde (Milton war in dieser Hinsicht sehr einfallsreich, er würde jetzt keine weiteren Details nennen!) und zudem eine wildgewordene Walküre, die ihn davor noch mit Sicherheit kastrierte, am Hals.

Schönen Dank auch – er verzichtete!

Stattdessen tat er das, was er schon von Anfang an hätte tun sollen. Er sah ihr fest in die Augen, nutzte seine Fähigkeiten als Vampir aus und machte sie sich erneut zu Willen. Das tat er nicht gerne, aber er hatte keine Wahl. Und er hatte gleich eine ganze Reihe an Befehlen zu geben.

„Lauren, hör mir jetzt genau zu! Du wirst jetzt exakt das tun, was ich sage. 1. Du wirst nicht noch einmal das Bedürfnis verspüren, nach ihm zu suchen! Er wird zu dir kommen, das werden wir wohl oder übel abwarten müssen! 2. Du wirst keine der Phiolen mehr benutzen, sondern morgens wie jeder normale Mensch auch, Kaffee trinken! 3. Du wirst dich mit deiner Erinnerung beschäftigen und du wirst dir dafür Zeit lassen! Dräng dich nicht, ein paar Tage mehr machen den Kohl auch nicht mehr fett!“ er bugsierte die parallelisierte Lauren wieder zurück an den Tisch und sie setzte sich. Dann atmete er inzwischen deutlich gestresst aus und formulierte den letzten Befehl.

„5. Ich möchte, dass du dich auch wieder an seinen Namen erinnerst. Namen haben Macht Lauren und seiner ist in deine Seele eingebrannt. Ich kann dir den Namen aber nicht nennen, er hat es unterbunden. Genau wie ich hat auch er dir etwas eingegeben, und seine Worte kann ich nicht brechen. Er ist älter als ich! Sinn und Zweck dieser Übung ist, dass du von alleine wieder an ihn erinnerst. Ich kann nur es nur wiederholen:

"WENN du so weit bist, wenn du seinen Namen weisst und ihn aussprichst, dann wirst du ALLES wieder wissen! Dann wird jeder Zwang von dir genommen werden, dann bist du und dein Wille frei und du kannst tun und lassen was du willst!“

Das sind seine Worte, nicht meine Lauren. Aber vielleicht helfen sie dir ja!“ dann entließ er sie aus seinen Blick und sie blinzelte ihn irritiert an.

Damon sagte nichts, sondern schwieg. Er hoffte inständig, dass Seth und Milton bald kommen würden, sodass er nicht immer wieder gezwungen war, sie zu manipulieren. Denn er mochte sie wirklich, hatte Miltons Rose mit ihren sanften Art, dem übergroßen, weichen Herzen und den auch sehr spitzen Dornen lieb gewonnen.

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Re: Laurens Küche

Beitrag von Lauren Hawk am Mo März 07 2016, 15:27

Lauren lehnte sich gegen die Eingangstür, die sie gerade hinter Damon geschlossen hatte. Ein zufriedenes Lächeln lag auf ihrem Gesicht. Sie mochte es sehr, wenn Damon sie überraschend besuchen kam. Einen Kaffee mit ihm zu trinken und dabei über alles Mögliche zu plaudern war einfach herrlich mit ihm. Da konnte sie glatt vergessen, dass er ein Vampir war. Sie musste noch mehr grinsen. Nicht dass sie jemals Angst gehabt hätte, dass er ihr etwas antun könnte. Und selbst wenn, sie würde ihm ohne weiteres eine Blutmahlzeit spendieren. So etwas tat man ja schließlich für seine Freunde.

Gut gelaunt schlenderte Lauren zurück in die Küche, holte ihre Phiolen raus und goss eine nach der Anderen in den Abfluss. Sie dachte nicht darüber nach, was sie hier gerade tat. Sie machte einfach. Dass Damon ihr diesen Befehl mit Hilfe seiner Vampirkräfte gegeben hatte, konnte sie natürlich nicht wissen. Dann schmiss sie die leeren Fläschchen in den Mistkübel und seufzte zufrieden.

So zufrieden und gelöst sie sich auch fühlte, hatte sie das Gefühl, dass sich etwas verändert hatte, dass etwas anders war. Was konnte sie nicht sagen. Sie konnte nicht einmal einen Gedanken fassen. Und dennoch wusste sie es, tief drin wusste sie es einfach. Etwas war anders. So als hätte sie festgestellt, dass ihr etwas fehlt. Auch wenn sie nicht sagen könnte, was dieses ETWAS sein könnte. So sehr sie sich auch bemühte, dieses Gefühl zu begreifen oder es zu erfassen, es gelang ihr nicht. Es blieb ein vages Gefühl. Unbegreiflich und doch da. Irgendetwas fehlte. Oder Irgendjemand.

Lauren schüttelte leicht den Kopf und versuchte somit, diese eigenartigen Gefühle zu verscheuchen. Ihr fehlte doch nichts. Sie war zufrieden mit ihrem Leben. Ihre Wohnung war hübsch und gemütlich. Sie hatte einige Freunde und einen tollen Job in einem kleinen Bücherladen, der ihr wirklich sehr viel Spass machte.

Hör auf... schallte sie sich selbst und nahm an ihrem Küchentisch platz. Gedankenverloren nahm sie einen Stift in die Hand und begann auf dem vor ihr herumliegenden Zettel ihren Einkauf zu notieren. Dabei sah sie immer wieder aus dem Fenster und genoss den wunderschönen Ausblick. Der Tag war sonnig. Keine einzige Wolke trübte den Himmel. Und so beschloss Lauren gleich los zu gehen, die notwendigen Sachen einzukaufen und den restlichen Nachmittag im Freien zu verbringen. Sie könnte in den schönen Park gehen, den sie letztens entdeckt hatte und auf einer Bank ihr neues Buch lesen. Oh … das war eine gute Idee.

Lauren blickte auf ihren Zettel und runzelte im selben Moment die Stirn.

Was...

Langsam hob sie das Blatt Papier und betrachtete es genauer. Was hatte sie da nur hingekritzelt. Sie hatte gar nicht gemerkt, dass sie etwas anderes als ihren Einkauf aufs Papier gebracht hatte. Was stand denn da bloß? Das war doch nicht nur irgendein Gekritzel. Komisch... das sah doch aus wie ein...war das ein M?

Lauren riss den Zettel entzwei, den Teil mit ihrem Einkauf steckte sie ein, den anderen, den mit dem Gekritzel, knüllte sie zusammen. Dieser landete im selben Mistkübel wie die leeren Phiolen. Voller Vorfreude auf einen wunderschönen Nachmittag verließ sie ihre Wohnung.

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Re: Laurens Küche

Beitrag von Lauren Hawk am So Mai 01 2016, 01:43


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